´s Kercheblättle
Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz
Ausgabe vom 3. Mai 2026
(Kantate)
Grußwort des Pfarrers
Eine Entscheidung des saarländischen Landtags hat vor wenigen Tagen für Wirbel gesorgt.
Er hat beschlossen, vor die Verfassung dieses Bundeslandes ein einleitendes Vorwort zu setzen, man nennt es Präambel; eine solche Präambel haben beispielsweise auch das Grundgesetz und die Verfassung von Baden-Württemberg. Die Präambel erklärt gewissermaßen die Grundlagen, auf denen die staatliche Ordnung beruht, und nennt einen Blickwinkel, von dem aus die Verfassung gelesen werden sollte.
Was für den Wirbel sorgte, war, dass entgegen dem ursprünglichen Entwurf noch ein so genannter Gottesbezug in die Präambel aufgenommen wurde, der so formuliert wurde, wie er auch im Grundgesetz steht. Die Präambel beginnt nun mit den Worten: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, auf der Grundlage des religiösen und humanistischen Erbes, hat sich das Saarland durch seinen frei gewählten Landtag diese Verfassung gegeben.“
Das brachte einige Leute auf die Barrikaden. Sie sind der festen Überzeugung, dass Gott dort nicht erwähnt werden dürfe, das würde die Atheisten diskriminieren. Randnotiz: Ob sich jemand diskriminiert fühlt, der z.B. mit dem Humanismus nichts anfangen kann, spielt offenbar keine Rolle.
Warum wurde damals in das Grundgesetz dieser Gottesbezug aufgenommen? Dahinter stand die Erfahrung mit dem nationalsozialistischen Staat. Dieser Staat setzte sich und konkret den Willen seines Führers als absolut.
Er maßte sich das Recht an, nicht nur über alle Bereiche des Lebens zu bestimmen, sondern auch, wer ein Lebensrecht besaß oder – wie Juden oder Sinti und Roma – vom Staat abgeschlachtet werden durfte.
Etliche der Täter verstanden nach dem Krieg nicht, warum man sie zur Rechenschaft zog. Sie hätten doch nur staatliche Anweisungen umgesetzt, entsprechende Befehle befolgt.
Dagegen macht der Gottesbezug in der Verfassung deutlich: Der Staat ist nicht absolut, der Staat hat keine Narrenfreiheit. Er wie auch alle, die in seinem Auftrag handeln, müssen sich auch vor einer höheren Instanz verantworten.
Der Gottesbegriff wird nicht näher ausgeführt, ob nun der christliche Gott gemeint ist, der muslimische Allah, oder eine andere Gottheit; es geht generell um die Notwendigkeit der Verantwortung vor etwas, was dem Staat noch übergeordnet ist.
Es ist in meinen Augen bemerkenswert, angesichts der heutigen immer weiter um sich greifenden Desinteresse bis Verachtung für Religion in unserem Land, dass der Landtag des Saarlandes diesen Schritt gewagt hat. Übrigens mit den Stimmen von Union und SPD; einzig und allein die AfD stimmte gegen diese Präambel mit dem Gottesbezug.
Ich hoffe, dass diese Entscheidung vielleicht generell den Blick wieder etwas mehr schärft angesichts von manchem, was heute in der Politik los ist und was da bisweilen diskutiert wird.
Der Wochenspruch
„Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.“
(Psalm 98,1)
Termine
Mittwoch, 6. Mai:
17:15 Uhr Großes Planungstreffen des neuen Konfiteams im Christkönigheim
19:00 Uhr Jugendkreis „E.I.S.-Kreis“ im Christkönigheim
Freitag, 8. Mai:
18:00 Uhr Gemeinsamer Abschluss für die Konfis, Teamer und die Familien der Konfis an der Waldspitze
Samstag, 9. Mai:
09:30 Uhr Beginn der konstituierenden Sitzung der Bezirkssynode des neuen Evangelischen Kirchenbezirks Odenwald-Tauber in Buchen
Sonntag, 10. Mai:
10:00 Uhr Konfirmationsgottesdienst in Mittelschefflenz (Pfr. Albert und Team). Konfirmiert werden an diesem Sonntag: Leni Bischoff aus Mittelschefflenz sowie Norman Schweikert und Noah Seifert aus Großeicholzheim.
10:00 Uhr Ökumenischer Gottesdienst „80 Jahre Heimatvertriebene in Schefflenz“ in der katholischen Kirche Oberschefflenz (Pater Adam und Dekan i.R. Dirk Keller), begleitet vom Posaunenchor
10:30 Uhr Ökumenischer Kindergottesdienst „Kirchenspatzen“ im Christkönigheim.
Thema an diesem Sonntag: „Aus der Starre in die Bewegung –‚Was steht ihr da und seht zum Himmel?‘“
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Aktuelle Meldungen
* Jedes Ende ist ein neuer Anfang: Zeitgleich mit der ersten unserer diesjährigen Konfirmationen wurde die Anmeldung der künftigen Konfirmanden, also Konfirmation 2027, abgeschlossen. Es wird wieder eine kombinierte Gruppe aus Großeicholzheim-Rittersbach und Schefflenz sein, weil die dortige Pfarrstelle wieterhin unbesetzt ist. Dadurch wird es dieses Mal eine für unsere Verhältnisse große Gruppe sein, mit 24 Konfirmanden, 13 aus Schefflenz, elf aus Großeicholzheim-Rittersbach. Rund 20 Teamer/innen wollen sich mit um ihre Betreuung kümmern (wobei auch welche darunter sind, die nur bei großen Ereignissen wie der Freizeit dabei sein können); das neue Team, zu dem auch acht neukonfirmierte Mädchen gehören, wird sich am Mittwoch treffen, um das neue Konfirmandenjahr zu planen. Erste Treffen und die Vorstellung vor der Gemeinde sind für den Juli vorgesehen, der eigentliche Unterricht wird nach den Sommerferien beginnen.
* Alle Mitglieder unseres Kirchengemeinderat nehmen an ganztägigen Fortbildungen unserer Landeskirche teil, in denen es insbesondere um die Prävention von sexueller Gewalt geht. Das erste dieser Seminare hat bereits stattgefunden, und die Teilnehmerinnen zeigen sich angetan von der sehr guten Gestaltung.
* Am kommenden Sonntag haben wir zwei sehr unterschiedliche Gottesdienste. Zum einen wird in Mittelschefflenz die zweite unserer diesjährigen Konfirmationen stattfinden. Und zeitgleich in der katholischen Kirche in Oberschefflenz ein ökumenischer Gottesdienst zum Anlass „80 Jahre Heimatvertriebene in Schefflenz“, der von unserem Posaunenchor begleitet wird. Es geht darum, dass vor 80 Jahren auch nach Schefflenz etliche Deutsche kamen, die nach den deutschen Verbrechen im 2. Weltkrieg aus ihrer Heimat im Osten Europas vertrieben worden waren, z.B. aus unserer heutigen Partnergemeinde Agendorf in Ungarn.
* Auch in unserer Kirche wird mittlerweile Datenschutz sehr groß geschrieben. Deshalb haben wir jetzt für das Pfarramt einen neuen Aktenvernichter (einen sogenannten Reißwolf) angeschafft, der alle Dokumente so zerlegt und unlesbar macht, dass es den Datenschutzvorgaben genügt. Wobei natürlich mittlerweile auch in der Kirche die Zahl der Dokumente aus Papier immer weiter zurückgeht und stattdessen immer mehr rein digital erfolgt und abgelegt wird.
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Ältere, aber noch aktuelle Meldungen
* Der Kirchengemeinderat hat nun den Haushaltsplan der Kirchengemeinde für die Jahre 2026 und 2027 beschlossen, der nach Absprache mit dem Leiter des Verwaltungs- und Serviceamtes Buchen konzipiert worden war. Für beide Jahre konnte er in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen werden, was aber wohl für zukünftige Haushaltspläne deutlich schwieriger werden wird. Im Jahr 2026 belaufen sich die angesetzten Einnahmen und Ausgaben auf 596.106 Euro und für 2027 auf 604.795 Euro. Ein Teil des Geldes wird auch dafür verwendet, Rücklagen zu bilden, z.B. für künftig notwendige Sanierungsmaßnahmen an unseren Gebäuden.
* Letzte Woche fanden in unserer Kirchengemeinde die Wahlen zur MAV statt (dies steht für „Mitarbeitervertretung“ und ist das Äquivalent zum Betriebsrat im kirchlichen Bereich). Diese örtliche MAV wird alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertreten, die in unserer Kirchengemeinde (inklusive Kindergarten „Guter Hirte“) fest angestellt sind. Gewählt wurde Frau Miriam Grollmuss, ihre „Ersatzperson“ ist Nina Neureuther. Danke für die Bereitschaft, sich hier zu engagieren!
* Die Kunstscheune „Werkwinkel“ hat ihre Ausstellung dieses Jahr unter das Thema gestellt: „Psalm 139 – gesehen, erkannt, verstanden“. Nach der Eröffnung am 14. Juni ist sie immer sonntags von 15 – 17 Uhr geöffnet, im Zeitraum von 14. Juni – 27. September, und nach Vereinbarung. Adresse: Ringelgasse 8, Oberschefflenz.
* Die Arbeit in unserem Kooperationsraum Elztal-Schefflenztal soll im Lauf der Zeit immer stärker miteinander vernetzt werden. Zu diesem Zweck haben alle Kirchengemeinden zugestimmt, dass die vier Pfarrämter unseres Kooperationsraums (Sulzbach, Dallau, Großeicholzheim und Schefflenz) künftig bei Bedarf auch in die Gemeindekarteien der anderen drei Pfarrämter Einblick nehmen können, damit manche Aktionen besser koordiniert werden können. Der Datenschutz bleibt dabei natürlich im vollen Umfang gewahrt.
* Der Krieg im Nahen Osten entwickelt sich zu einer weltweiten Ernährungskrise, unter der die Ärmsten am meisten leiden. Steigende Rohstoffpreise bedeuten auch steigende Lebensmittelpreise und mangelnde Versorgung notleidender Menschen. Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet daher um Spenden unter:
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden (Stichwort Nahost).
* Das für den 11. Mai geplante Seniorencafé muss wegen Belegung des Raums leider entfallen.
* Am 26.Februar haben in Billigheim die versammelten Kirchenältesten unseres Kooperationsraums Elztal-Schefflenztal die Delegierten für das „Parlament“ unseres Kirchenbezirks, die Bezirkssynode, gewählt. Aus unserer Gemeinde wurde Beatrix Hunger gewählt, als ihre Stellvertreterin Karin Bierweiler
* Zwei unserer Prädikant/innen wurden mittlerweile durch die Landeskirche für weitere sechs Jahre in diesen Dienst berufen: Beatrix Hunger und Simon Schreiweis. Herzlichen Glückwunsch, und danke für die Bereitschaft, diesen so wertvollen Dienst weiterhin zu verrichten!
* Das Gremium des Kirchengemeinderats hat zwei weitere Aufgaben besetzt: Eva Reimold ist Ansprechpartnerin für den Besuchsdienst, Carolin Henn wird sich mit um die Finanzen unserer Kirchengemeinde kümmern. Allen, die solche Aufgaben übernehmen, ein herzliches Dankeschön!
* Am 14. Januar hat sich der neugewählte Kirchengemeinderat zu seiner ersten Sitzung getroffen, der sogenannten „konstituierenden Sitzung“. Dabei wurden Pfarrer Albert als Vorsitzender des Kirchengemeinderats und auch Karin Bierweiler in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt. Ferner hat das Gremium bereits einige Beauftragungen festgelegt, also Leute aus dem Gremium, die für bestimmte Bereiche zuständig und Ansprechpartnerinnen sind.
Zur Protokollantin wurde Rosi Zöller gewählt.
Zu Beauftragten für den Kindergarten wurden Sandra Kaufman und Karin Bierweiler gewählt.
Zur Beauftragten für die Arbeit mit Kindern (Kindergottesdienst usw.) Rosi Zöller.
Zu Beauftragten für die Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit Tabea Siebert und Eva Reimold.
Zur Beauftragten für Bauangelegenheiten Tabea Siebert; mit der Perspektive, dass dafür ein Bauausschuss
mit zuständig sein wird.
Zu Beauftragten für den Bereich Diakonie Sandra Kaufman und Karen Bierweiler.
Zur Beauftragten für Kirchenmusik Beatrix Hunger.
Noch nicht besetzt ist der Posten einer Beauftragten für den Besuchsdienst.
* Nachdem keine Einsprüche gegen die Kirchenwahl erhoben wurden, ist die Wahl der Kirchengemeinderäte vom 1. Advent rechtskräftig. Damit konnten Karin Bierweiler, Carolin Henn, Beatrix Hunger, Sandra Kaufmann, Eva Reimold, Tabea Siebert und Rosi Zöller am 11. Januar 2026 in ihr Amt eingeführt werden.
* Der „Diakonieladen – nah dran!“ in der Mosbacher Fußgängerzone (Hauptstraße 12) braucht Ihre Unterstützung! Haben Sie etwas übrig, das Sie weitergeben können? – Zudem freuen wir uns über weitere helfende Hände, die gerne mit anpacken und ehrenamtlich mithelfen wollen. Das Team des Diakonieladens freut sich über Ihre Unterstützung. – Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11 bis 17 Uhr und samstags 10 bis 14 Uhr. Kontaktdaten: Telefon 06261-9299500, oder auch E-Mail: kontakt@diakonie-nok.de
* 2028/29 soll ein neues Evangelisches Gesangbuch herauskommen. Es wird wieder aus einem Stammteil bestehen, der überall in Deutschland und Österreich gleich ist, und einem Regionalteil. Den Regionalteil im neuen Gesangbuch wird unsere badische Landeskirche gemeinsam mit der in Württemberg und in Österreich haben. Ab dem 1. Advent und das ganze Jahr 2025 hindurch werden online Vorschläge für diesen Regionalteil gesammelt – und alle können mitmachen! Man kann angeben, welche Lieder aus den bisherigen Regionalteilen und den Ergänzungsbänden (wie z.B. unserem „blauen Anhang“) in den neuen Regionalteil übernommen werden sollen – es können aber auch ganz neue Lieder vorgeschlagen werden. Die Abstimmung läuft ab sofort unter der Adresse www.gesangbuch-bwö.info.
* In vielen Gemeinden ist es eine gute Tradition, dass die Schriftlesung im Gottesdienst nicht von Pfarrer bzw. Pfarrerin oder Prädikant bzw. Prädikantin übernommen wird, sondern von jemandem aus der Gemeinde. Das geschieht auch bei uns in Schefflenz manchmal, ist aber bislang keine feste Gewohnheit. Wir möchten nun alle, die sich so etwas vorstellen könnten, dazu einladen, sich an diesen Schriftlesungen zu beteiligen. Dafür muss man nur jeweils rechtzeitig eine Nachricht an das Pfarramt schicken, an welchem der kommenden Sonntage man es übernehmen könnte, und bekommt dann rechtzeitig den Text zugeschickt, um ihn einüben zu können. Wer dazu Rückfragen hat, melde sich bitte einfach bei Pfarrer Albert, Tel. 267.
* Auf der Seite www.nichtsvergessen.de bieten einige Landeskirchen und ihre diakonischen Werke unter anderem kostenlose Online–Seminare an, dort kann man sich auch für die Teilnahme daran
anmelden. Dazu heißt es: „Das Thema Vorsorge ist komplex und kann schnell überfordern. In unserer kostenlosen Seminarreihe erhalten Sie wichtige Informationen und hilfreiche Tipps, um alles Wichtige gut zu regeln. Im Anschluss an die Seminare besteht die Möglichkeit, Fragen einzubringen.“ Themen sind zum Beispiel: „Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung – Vertrauen übertragen, Kontrolle behalten“; „Patientenverfügung – Wertschätzung & Ruhe für gesundheitliche Grenzsituationen“; „Gutes vererben – die letzten Dinge richtig regeln…“
* Wer sich generell über das informieren möchte, was im Kirchenbezirk so läuft, kann dafür die Homepage nutzen, die so zu finden ist: www.kirchenbezirk–mosbach.de.
* Jedes Wochenende entstehen in unserer badischen Landeskirche viele geistliche Videoangebote. Ab sofort finden Sie unter https://www.youtube.com/hashtag/ekibageistlich eine stetig wachsende Auswahl an geistlichen Videoangeboten. So können Sie ab sofort jede Woche eigenständig das für Sie passende Angebot auswählen.
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