’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 27. 11. 2016 (1. Advent)

Grußwort des Pfarrers

Bei den so genannten Gesprächsgottesdiensten der Konfirmanden sollen die Konfirmanden der „er­­wach­­se­nen Gemeinde“ an einem beispiel­haf­ten Thema zeigen, dass sie genügend über den  Glauben gelernt und von ihm ver­standen haben, um konfirmiert werden zu können.

Immer wieder einmal haben Konfirmandengrup­pen aber auch Freude daran, den Spieß ein wenig umzudrehen. Also zu fragen: Haben die Erwach­senen denn selbst die nötige Ahnung? Zum Beispiel, indem sie in ihren Gesprächsgottesdienst spielerisch ein Quiz einbauen. Die Ergebnisse sind manchmal sehr interessant.

Daran musste ich denken, als ich dieser Tage von einem Skandal gelesen habe: Trotz aller gegen­teiliger Behauptungen führen manche Mit­arbeiter des „Bundesamtes für Migration und Flücht­linge“ in Asylverfahren „Glaubentests“ durch.

Was steckt dahinter? Flüchtlinge aus streng isl­a­mi­schen Ländern kommen häufig hier in Deutsch­land bzw. anderen europäischen Gast­län­dern erst­mals in Kontakt mit dem christlichen Glau­ben. Einige von ihnen finden Gefallen an unserem Glau­ben, besuchen Gottes­dienste (auch hier in Schefflenz), und manche gehen auch den großen Schritt und lassen sich taufen.

Damit ist aber klar, dass sie kaum mehr in ihre Hei­matländer zurückkehren können. Denn dort gilt der Übertritt eines Moslems zum christlichen Glauben als ein todeswürdiges Verbrechen. Teil­weise droht der Staat selbst die Todesstrafe an, teilweise müssen sie befürchten, von Familien­angehörigen umgebracht zu werden, um die „Ehre der Familie wiederherzustellen“.

Deshalb ist es kaum möglich, solche Flüchtlinge in ihre Heimat zurückzuschicken. Aus diesem Grund besteht bei etlichen Mitarbeitern dieser Behörde ein „Generalverdacht“ gegen Flüchtlinge, die sich taufen lassen. Sie unterstellen ihnen, dass es ihnen nicht ernst sei mit dem Religion­swechsel, son­dern dass sie sich nur taufen ließen, um nicht in die Heimat abgeschoben werden zu können.

Deshalb also kommt es zu „Glaubentests“, um herauszufinden, ob diese Leute nur scheinbar über­getreten seien. Das ist an sich rechtlich nicht zulässig; aber was daraus gemacht wird, ist noch um einiges verquerer. Teilweise werden so schwie­rige Fragen gestellt, dass auch die meisten deutschen Kirchenmitglieder sie nicht beantwor­ten könnten; teilweise haben aber die Mitarbeiter selbst, welche die Fragen stellen und die Ant­wor­ten bewerten, keine Ahnung davon. So wurden Flüchtlinge aufgefordert, die „fünf Säulen des christlichen Glaubens“ zu benennen – diese „Säulen“ gibt es aber nur im Islam, nicht im christlichen Glauben. Wenn man nur noch dazu­rechnet, dass die meisten Übersetzer Muslime sind und daher unseren Glauben und seine Fach­aus­drücke auch nicht kennen, kann man sich aus­malen, wie perfekt dieses Chaos ist.

Teilweise wurde Flüchtlingen auch von Mit­ar­bei­tern geraten, in ihrer Heimat nichts von ihrer Tau­fe zu erzählen und einfach wieder als Mus­lime zu leben – dazu erübrigt sich wohl jeder Kommentar.     

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof Bedford-Strohm, hat sich fas­sungslos über diese Praxis geäußert und sie scharf verurteilt. Hoffen wir, dass das Bundesamt zur Besinnung kommt und die schwarzen Schafe in seiner Mitte zur Vernunft bringt.

Der Wochenspruch

„Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.“ (Sacharja 9,9)

Termine

Montag, 28. November

  • 10 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim

Dienstag, 29.  November:

  • 16.30 Uhr Kinderstunde im Saal der AB-Ge­meinschaft in Unterschefflenz
  • 19.30 Uhr Bibelgesprächskreis im Saal der AB-Ge­meinschaft mit Man­fred Ernst

Mittwoch, 30. November:

  • 17.15 Uhr Konfirmandenunterricht 
  • 19 Uhr „EIS-Kreis“ im Gemeindehaus

Samstag, 3. Dezember:

  • 15 Uhr Probe für das Weihnachtsmusical der Kin­der im Gemeindehaus

Sonntag, 4. Dezember:

  • 9.15 Uhr Gottesdienst in Oberschefflenz (Pfr. Albert)
  • 10.30 Uhr Ökumenischer „Offener Gottes­dienst“ in Unterschefflenz (Moderation Aga­the Laaber und Pfr. Albert, Predigt Pfr. Al­bert, Musik Svenja Eberle und Gospelchor) zum Thema: „‚Wenn die Frau das andere Ge­sangbuch hat’ - oder: ‚Konfessionsver­schie­­dene Ehen’ und ihre Herausforde­run­gen“.
  • 10.30 Uhr Kindergottesdienst im Rathaussaal Unterschefflenz
  • 18 Uhr Bezirks-Jugendgottesdienst „YouGo“ in der Kirche Oberschefflenz zum Thema „Send me an angel!“, unter Mit­wirkung unserer Kon­fir­­manden, -teamer und der Konfiband.

Aktuelle Meldungen

  • Auch diesem Jahr wird es wieder eine „alpen­ländische Krippenandacht“ in der Kirche in Mittelschefflenz geben, gestaltet von Hildegard Grön-Reichert und ihrem Team und musikalisch begleitet von der Gruppe „Dudelquetsch“. Sie findet statt am Don­nerstag, 8. Dezember, der Beginn ist um 19 Uhr.
  • Alle Jugendliche und alle, die im Herzen jung geblieben sind, sind herzlich ein­geladen zum Bezirksjugendgottesdienst YouGo am kommenden Sonntag in Ober­schefflenz! Diesmal sind also wir die Gast­geber, der Gottesdienst wird von Kon­fir­manden, Konfiteamern und unserer Konfi­band gestaltet. Es wird es um Engel gehen, Titel: „Send me an angel“ zu Deutsch: „Schickt mir einen Engel!“ Im Anschluss gibt es ein gemütliches Beisam­mensein in der Kirche mit einer kleinen Bewirtung.
  • Auch im Advent werden sich die „Königs­töchter“ treffen, die gemütliche Brezel­andacht nur für Frauen in unserem Ge­mein­dehaus! Die Veranstaltung wird am Mittwoch, 7. Dezember, um 9:30 Uhr be­gin­nen. Zur Planung bitten wir wieder um eine telefonische oder persönliche Anmel­dung beim Pfarramt oder bei der Leiterin Sylvia Kepler-Albert, Tel. 267.
  • Am kommenden Sonntag wird es einen besonderen „Offenen Gottesdienst“ ge­ben: Im Rahmen des Reformations­jubi­lä­ums wird er ökumenisch gestaltet zum Thema „Wenn die Frau das andere Ge­sang­buch hat – konfessions­verschie­dene Ehen und ihre Herausforderungen“. Alle evangelisch-katholischen Ehepaare in Schefflenz sind ganz besonders dazu einge­laden, aber auch natürlich alle anderen Gemeindeglieder!
  • Das Haus Lebensquell in der Elztalstraße 4.  in Mudau-Langenelz lädt herzlich ein zur adventlichen Besin­nung im ökumenischen Erlebnisgot­tes­dienst  (Oase-Gottesdienst) am Mitt­woch, 14. Dezember, 19.00 Uhr. Der langjährige Leiter Martin Lorch, Prädi­kant der Evangelischen Kirche spricht zum Thema: „Versprochen ist versprochen! - Erfüllt Gott alle  seine Verheißungen?“  Bei der anschließenden Begegnung besteht die Gelegenheit, sich über das Angebot der Seel­sorge und Lebensberatung des Haus Lebensquell zu informieren.
  • In Schaufenstern der Mosbacher Innen­stadt gibt es ab dem 2. Dezember eine Sta­tio­nenaus­stel­lung zum Advent, gestal­tet mit Egli-Figu­ren. Die Geschichte vom Kom­men Jesu in der Welt wird mit Texten aus dem Lukas-Evangelium erzählt. An jedem Adventssonntag gibt es ab 15 Uhr eine Führung (ca. eine Stunde), Treffpunkt ist die Tourist-Info am Marktplatz. Kontakt: Gertrud Wolf, Tel. 06261-5463.