´s Kercheblättle
Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz
Ausgabe vom 25. Januar 2026
(3. Sonntag nach Epiphanias)
Grußwort des Pfarrers
Die obige Karikatur spielt auf eine Frage an, die früher eine sehr große Rolle gespielt hat: Wer darf oder soll wo in der Kirche sitzen?
Vor meiner ersten Konfirmation als Gemeindepfarrer kam die alte Kirchendienerin zu mir und sagte: „Herr Pfarrer, Sie müssen den Konfirmanden eine Bank zuweisen!“ Was sie damit meinte: Früher folgte auf die Konfirmation die verpflichtende zweijährige „Christenlehre“, während der die Jugendlichen ebenfalls die Gottesdienste besuchen mussten; um das überblicken zu können, wies ihnen der Pfarrer eine gesonderte Bank zu.
Die alte Dame war bitter enttäuscht, als ich ihr sagte: „Ich bin froh, wenn sie nach der Konfirmation überhaupt noch gelegentlich in die Kirche kommen; also dürfen sie sitzen, wo sie wollen!“
Doch es gab weitere Festlegungen in alter Zeit. So gibt es in manchen Gemeinden immer noch die Tradition, dass die Empore für Männer bestimmt ist, Frauen und Kinder sitzen unten. Das hatte einen sehr patriarchalen Grund: Während der Predigt, wenn der Pfarrer auf der Kanzel stand, waren die Männer auf Augenhöhe mit dem Pfarrer; Frauen und Kinder aber wurden von oben herunter belehrt.
In vielen evangelischen Kirchen gab es auch (und gibt es teilweise bis heute) das sogenannte Patronatsgestühl. Dort durfte nur diejenige adlige Familie sitzen, die in früheren Zeiten die Schutzherrschaft über die Kirche hatte und auch für die Finanzierung des Pfarrers sorgen musste.
Ebenfalls habe ich es schon als Konfirmand kennengelernt, dass die Kirchengemeinderäte in vielen Kirchen auf besonderen Bänken ganz vorne gesessen haben, von denen aus sie sowohl die Gemeinde als auch den Pfarrer im Blick behalten konnten. An meinem vorigen Dienstort Ravenstein wurde das erst abgeschafft, als vor einer Wahl einige Kandidaten nur unter der Bedingung angetreten sind, nach der Wahl nicht dort vorne
auf dem Präsentierteller sitzen zu müssen.
Gut vertraut ist mir aus meinen Anfangsjahren auch noch die Tradition der Familienbänke. Dass die alteingesessenen Familien jeweils eine besondere Bank in der Kirche hatten, wo sie immer saßen – und wehe, jemand anders hat sich dorthin gehockt. Im Probedienst war ich öfters in einer Kirche, wo die Männer sogar ihre Sitzkissen und Gesangbücher an ihrem Platz liegen ließen, eine ähnliche Funktion wie die Handtücher über Liegestühlen in Schwimmbädern.
Eine der letzten Traditionen bei uns war, dass die Konfirmanden ganz vorne sitzen mussten, was aber während Corona aufgegeben werden musste (Abstandsgebot), und danach nicht wieder begonnen wurde. Sie haben nur die Auflage, im Normalfall unten zu sitzen.
Ansonsten haben wir nur noch bei besonderen Anlässen wie beispielsweise Konfirmationen reservierte Bänke, sonst sind wir da ein „einig Volk von Schwestern und Brüdern“.
Also: Komme zuhauf, ihr seid überall willkommen!
Der Wochenspruch
„Über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“
(Jesaja 60,2)
Termine
Montag, 26. Januar:
10:00 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim Oberschefflenz
Mittwoch, 28. Januar:
17:15 Uhr Konfirmandenunterricht
19:00 Uhr Jugendkreis E.I.S.-Kreis
Sonntag, 1. Februar:
10:00 Uhr Familiengottesdienst in Mittelschefflenz (Pfr. Albert und Team) unter Mitwirkung des ev. Kindergartens „Guter Hirte“. Thema an diesem Sonntag: „Masken tragen“
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Aktuelle Meldungen
* Am Dienstag waren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinde (bezahlte Kräfte ebenso wie Ehrenamtliche) zu unserer Neujahrsfeier im Christkönigheim eingeladen. Neben viel gutem Essen und Trinken (zu denen etliche der Teilnehmer/innen leckere Salate und Süßspeisen beigesteuert haben) gab es
einen geistlichen Impuls für Mitarbeiterschaft, einen Jahresrückblick auf 2025 – und viele gute Unterhaltungen an den Tischen. Wir sind dankbar für die vielen Leute, die sich in unserer Gemeinde enga-
gieren.
* Die Termine für das Sonntagscafé 2026 sind mittlerweile bekanntgegeben worden und finden sich unten in dem Plakat.

* Gestern haben sich unsere Konfis mit einigen ihrer Teamer am Diakonietag für Konfirmanden unseres Kirchenbezirks beteiligt, der in der Johannes-Diakonie in Mosbach sowie an mehreren Stationen in der Stadt
stattgefunden hat. Aufgeteilt in zwei Gruppen bekamen sie an je vier Stationen einen kleinen Einblick in die Bandbreite dieser sozialen Arbeit. Sie ist – neben Verkündigung und Gemeinschaft – eine weitere Säule der Arbeit unserer evangelischen Kirche.
* Wir wollen auch 2026 die segensreiche neue Tradition der ökumenischen Gemeindegottesdienste an „normalen Sonntagen“ fortsetzen. Der erste wurde für den 15. März verabredet, in der katholischen Kirche in Oberschefflenz, weitere werden sicher folgen.
* Unsere katholischen Geschwister bieten wieder sogenannte „Frühschichten in der Passionszeit“ an. Die Frühschichtenreihe dieser Fastenzeit trägt den Titel: „Achtung Baustelle“. Folgende Treffen und Themen
sind geplant, jeweils an einem Samstag ab 7 Uhr im Christkönigheim, mit dem Angebot, hinterher gemeinsam zu frühstücken:
21. Februar „Nicht nur Augen auf“;
28. Februar „Ich mein Leben & Gott“;
7. März „Heraus aus der Komfortzone“;
14. März „Veränderungen wagen“;
21. März „Ich und die Welt“;
28. März „Tod und Leben“.
* Wegen des Familiengottesdienstes am kommenden Sonntag findet an dem Tag kein ökumenischer Kindergottesdienst „Kirchenspatzen“ statt.
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Ältere, aber noch aktuelle Meldungen
* Am 14. Januar hat sich der neugewählte Kirchengemeinderat zu seiner ersten Sitzung getroffen, der sogenannten „konstituierenden Sitzung“. Dabei wurden Pfarrer Albert als Vorsitzender des Kirchengemeinderats und auch Karin Bierweiler in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt. Ferner hat das Gremium bereits einige Beauftragungen festgelegt, also Leute aus dem Gremium, die für bestimmte Bereiche zuständig und Ansprechpartnerinnen sind.
Zur Protokollantin wurde Rosi Zöller gewählt.
Zu Beauftragten für den Kindergarten wurden Sandra Kaufman und Karin Bierweiler gewählt.
Zur Beauftragten für die Arbeit mit Kindern (Kindergottesdienst usw.) Rosi Zöller.
Zu Beauftragten für die Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit Tabea Siebert und Eva Reimold.
Zur Beauftragten für Bauangelegenheiten Tabea Siebert; mit der Perspektive, dass dafür ein Bauausschuss
mit zuständig sein wird.
Zu Beauftragten für den Bereich Diakonie Sandra Kaufman und Karen Bierweiler.
Zur Beauftragten für Kirchenmusik Beatrix Hunger.
Noch nicht besetzt ist der Posten einer Beauftragten für den Besuchsdienst.
* Unser Posaunenchor bietet eine Ausbildung zum Bläser bzw. zur Bläserin an! Das Angebot richtet sich an alle Leute im Alter zwischen 18 und 40 Jahren. Der Kurs beginnt jetzt im Februar, immer montags um 18 Uhr, und zwar im evangelischen Gemeindehaus in Auerbach (dort hat unser Posaunenchor seinen Proberaum). Mehr Infos & Anmeldung bei unserem Dirigenten Andreas Bosch, Tel. (auch für WhatsApp) 0152-02096745, E-Mail anneres@gmx.de.
* Nachdem keine Einsprüche gegen die Kirchenwahl erhoben wurden, ist die Wahl der Kirchengemeinderäte vom 1. Advent rechtskräftig. Damit konnten Karin Bierweiler, Carolin Henn, Beatrix Hunger, Sandra Kaufmann, Eva Reimold, Tabea Siebert und Rosi Zöller am 11. Januar 2026 in ihr Amt eingeführt werden.
* Im aktuellen Jahr 2026 feiert unser Posaunenchor sein 100jähriges Jubiläum. Höhepunkt wird ein Festgottesdienst mit Ehrungen sein, der für den 26. April vorgesehen ist.
* Der „Diakonieladen – nah dran!“ in der Mosbacher Fußgängerzone (Hauptstraße 12) braucht Ihre Unterstützung! Haben Sie etwas übrig, das Sie weitergeben können? – Zudem freuen wir uns über weitere helfende Hände, die gerne mit anpacken und ehrenamtlich mithelfen wollen. Das Team des Diakonieladens freut sich über Ihre Unterstützung. – Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11 bis 17 Uhr und samstags 10 bis 14 Uhr. Kontaktdaten: Telefon 06261-9299500, oder auch E-Mail: kontakt@diakonie-nok.de
* 2028/29 soll ein neues Evangelisches Gesangbuch herauskommen. Es wird wieder aus einem Stammteil bestehen, der überall in Deutschland und Österreich gleich ist, und einem Regionalteil. Den Regionalteil im neuen Gesangbuch wird unsere badische Landeskirche gemeinsam mit der in Württemberg und in Österreich haben. Ab dem 1. Advent und das ganze Jahr 2025 hindurch werden online Vorschläge für diesen Regionalteil gesammelt – und alle können mitmachen! Man kann angeben, welche Lieder aus den bisherigen Regionalteilen und den Ergänzungsbänden (wie z.B. unserem „blauen Anhang“) in den neuen Regionalteil übernommen werden sollen – es können aber auch ganz neue Lieder vorgeschlagen werden. Die Abstimmung läuft ab sofort unter der Adresse www.gesangbuch-bwö.info.
* In vielen Gemeinden ist es eine gute Tradition, dass die Schriftlesung im Gottesdienst nicht von Pfarrer bzw. Pfarrerin oder Prädikant bzw. Prädikantin übernommen wird, sondern von jemandem aus der Gemeinde. Das geschieht auch bei uns in Schefflenz manchmal, ist aber bislang keine feste Gewohnheit. Wir möchten nun alle, die sich so etwas vorstellen könnten, dazu einladen, sich an diesen Schriftlesungen zu beteiligen. Dafür muss man nur jeweils rechtzeitig eine Nachricht an das Pfarramt schicken, an welchem der kommenden Sonntage man es übernehmen könnte, und bekommt dann rechtzeitig den Text zugeschickt, um ihn einüben zu können. Wer dazu Rückfragen hat, melde sich bitte einfach bei Pfarrer Albert, Tel. 267.
* Auf der Seite www.nichtsvergessen.de bieten einige Landeskirchen und ihre diakonischen Werke unter anderem kostenlose Online–Seminare an, dort kann man sich auch für die Teilnahme daran
anmelden. Dazu heißt es: „Das Thema Vorsorge ist komplex und kann schnell überfordern. In unserer kostenlosen Seminarreihe erhalten Sie wichtige Informationen und hilfreiche Tipps, um alles Wichtige gut zu regeln. Im Anschluss an die Seminare besteht die Möglichkeit, Fragen einzubringen.“ Themen sind zum Beispiel: „Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung – Vertrauen übertragen, Kontrolle behalten“; „Patientenverfügung – Wertschätzung & Ruhe für gesundheitliche Grenzsituationen“; „Gutes vererben – die letzten Dinge richtig regeln…“
* Wer sich generell über das informieren möchte, was im Kirchenbezirk so läuft, kann dafür die Homepage nutzen, die so zu finden ist: www.kirchenbezirk–mosbach.de.
* Jedes Wochenende entstehen in unserer badischen Landeskirche viele geistliche Videoangebote. Ab sofort finden Sie unter https://www.youtube.com/hashtag/ekibageistlich eine stetig wachsende Auswahl an geistlichen Videoangeboten. So können Sie ab sofort jede Woche eigenständig das für Sie passende Angebot auswählen.
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