’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 1. April 2018

(Ostern)

Grußwort des Pfarrers

Grußwort des Pfarrers

Es gibt manche Symbole für Ostern, wie beispiels­weise das Osterei oder der Hase. Doch in meinen Augen wäre die Schildkröte ein viel besseres Sinn­bild, auch wenn das merkwürdig klingen mag.

Schildkröten sind mir bestens vertraut, weil meine Frau etliche dieser „Panzerkumpels“ (wie ich sie manchmal nenne) hält, natürlich offiziell angemel­det und registriert, wie es bei diesen geschützten Tie­ren vorgeschrieben ist.

Die griechischen Landschildkröten brauchen jedes Jahr eine Zeit der Winterstarre, sonst nimmt auf lange Sicht ihr Körper Schaden. Sie sind von ihren Ge­nen her so programmiert. Sobald bei den „Schil­dis“ die Temperatur unter einen bestimmten Punkt fällt, erstarren die Tiere, atmen kaum mehr, haben kaum mehr Stoffwechsel, bis sie bei stei­genden Temperaturen wieder aktiv werden.

Meine Frau folgt dem Beispiel vieler Schildkrö­tenzüchter und lässt die Tiere in zwei speziellen Kühlschränken überwintern. Dort drin kann man die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit kon­stant halten, also die idealen Voraussetzungen.

Es ist für mich ein kleines Wunder. Wenn man wäh­rend dieser Wintermonate einmal in die Kühl­schränke hinein­schaut, dann wirken die Schild­krö­ten wie tot. So ver­bleiben sie in dieser kalten Dun­kelheit monate­lang. Doch dann, wenn sie wieder „ausgewintert“ werden, wenn sie wie­der schritt­weise ins Warme kommen, dann kehrt Le­ben in diese leblosen kalten Körper zurück, dann sieht sie fit wie eh und je. „Ostern live“!

Allerdings ist klar, wo der Unterschied liegt zwi­schen der Auferstehung der Toten, die wir an Os­tern feiern, und der Auswinterung der Schil­dis.

In der Zeit zwischen Tod und Auferstehung sind die Menschen wirklich tot, und nicht nur in einem Zustand der Starre – auch wenn wir bisweilen sagen, jemand sei „friedlich eingeschlafen“.

Während die Schildkröten nach der Auswinterung den gleichen Körper haben wie zuvor, werden die gläubigen Christen am Tag der Auferstehung neu werden an Körper, Seele und Geist. Wir werden ihn völlig erneuerter, unvergänglicher Form in die Ewigkeit starten.

Ein dritter Unterschied: Während die Schildis dieses „Spiel“ jedes Jahr wiederholen, gibt es für uns Menschen (allen Behauptungen eines „Kreis­lauf der Wiedergeburt“ zum Trotz) nur ein einzi­ges Leben hier in dieser Welt, nur eine einzige Zeit des Todes, nur eine einzige Auferstehung ins ewi­ge Leben – und die dann für alle Zeit.

Und schließlich: Während dieser Wechsel für Schildkröten einer biologischen Logik folgt, ist es für uns Menschen keineswegs selbstverständlich, den Tod überwinden zu können, auferstehen zu können in ein neues und ewiges Leben in Gottes Paradies. Die Chance dazu hat uns einzig und allein Jesus Christus gegeben, der Sohn Gottes, durch sein Kreuzestod für uns und durch seine Auferstehung. Nur wer auf ihn vertraut im Leben und im Sterben, wird die Ewigkeit in Gottes Paradies verbringen können.

Trotz der Unterschiede halte ich die Schildkröte für ein gutes Ostersymbol – besser als den Hasen.

 

Der Wochenspruch

„Christus spricht: Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ (Offen­ba­rung 1,18)

Termine

Ostermontag, 2. April:
9.15 Uhr Gottesdienst in Unterschefflenz
10.30 Uhr Gottesdienst in Mittelschefflenz  (beide Gottesdienste mit Pfr. Stromberger) unter Mitwirkung des Gesangvereins Eintracht Mittelschefflenz

Samstag, 7. April:
18 Uhr Spieleabend im Gemeindehaus. Alle sind herzlich willkommen!

Sonntag, 8. April:
9.15 Uhr Gottesdienst in Oberschefflenz (Prädikantin Kircher)
10.30 Uhr Gottesdienst in Unterschefflenz  (Prädikantin Kircher)
10.30 Uhr Kindergottesdienst im Rathaussaal Unterschefflenz

Montag, 9. April:
10 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim

Dienstag, 10. April:
16.45 Uhr Kinderstunde im Saal der AB-Gemeinschaft in Unterschefflenz
19.30 Uhr: Bibelstunde im Saal der AB-Gemeinschaft mit Manfred Ernst

Mittwoch, 11. April:
9.30 Uhr Brezelandacht „Königstöchter“ für angemeldete Frauen im Gemeindehaus. Wir bitten um telefonische Voranmeldung beim Pfarramt bis 9. April!
17.15 Uhr Konfirmandenunterricht
19.00 Uhr EIS-Kreis im Gemeindehaus
20.00 Uhr Sitzung des Kirchengemeinderats

Sonntag, 15. April:
9.15 Uhr Gottesdienst in Mittelschefflenz (Pfr. Albert). In der Predigtreihe „Wendepunkte des Lebens“ geht es diesmal um das Thema: „Ein graues Haar“ (Midlife Crisis)
10.30 Uhr Gottesdienst in Oberschefflenz  (Pfr. Albert) zum gleichen Thema


 

Aktuelle Meldungen

Aktuelle Meldungen

  • Die finanziellen Beiträge der Eltern zu un­seren Kindergärten sind wichtig, aber ent­gegen anderslautenden Gerüchten rei­chen sie bei weitem nicht aus, um deren Kosten zu decken. Ein Beispiel hat uns jetzt wieder die Betriebskostenabrechnung des „Guten Hirten“ gezeigt, unseres ev. Kinder­gar­tens für Schefflenz: Im Jahr 2017 kamen knapp 30.000 Euro an Elternbeiträgen he­rein; aber die die Gesamtkosten für den Be­trieb des „Guten Hirten“ beliefen sich im sel­ben Zeitraum auf 257.000 Euro.

  • Das Pfarrehepaar ist von Dienstag bis ein­schließlich Sonntag, 8. April in Urlaub. Die Vertretung bei Beerdigungen hat freund­licherweise Pfarrer Oliver Schüle aus Sulz­bach übernommen, Telefon 06265-8098. Das Pfarr­büro mit Sekretärin Damaris Haaß ist wie ge­wohnt geöffnet (Mittwoch und Freitag von 8.30 bis 11.30 Uhr).

  • Wegen des Urlaubs wird das nächste „Ker­cheblättle“ erst zum 15. April erscheinen.

  • Am heutigen Sonntag endet die reguläre Frist, bis zu der sich Kinder bzw. deren Fa­milien melden konnten wegen der An­mel­dung zum Konfirmandenunterricht (Kon­­fir­mation 2019). Es wird aber eine Nach­frist geben bis Mitte April. Angemel­det wer­­den können alle Kinder mit Haupt­wohn­sitz in Schefflenz, die bis spätestens 30. September 2018 13 Jahre alt werden. Auch noch ungetaufte Kinder können sich anmelden, sie werden dann während der Konfirmandenzeit getauft. Wer daran In­teresse hat, melde sich bitte beim ev. Pfarr­amt, Telefon 267.

  • Es sei an den Informationsabend mit dem Leiterehepaar des christlichen Tamar-Cen­ters in Thailand erinnert, und zwar am Freitag, den 13. April, ab 19 Uhr in der Deet­ken-Mühle in Mosbach. Wer mitgehen möch­te, melde sich bitte in unserem Pfarramt.