Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im ersten Brief des Apostel Paulus an die Christen in der Stadt Thessaloniki, Kapitel vier, Vers sechs:
Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr straft dies alles.
Betrügen verboten – das zieht sich wie eine rote Linie durch die Bibel hindurch. Immer wieder lesen wir von Versuchen, zu betrügen, und wie Gott das missbilligt.
Sei es Jakob, der seinen Zwillingsbruder Esau um den väterlichen Segen für die Erstgeborenen geprellt hatte mit einem schmutzigen Trick, seien es die reichen Leute, gegen die der Prophet Amos vorbringt, dass sie die Gewichte an den Waagen fälschen würden, seien es die Menschen, die laut dem Propheten Maleachi Gott betrügen, indem sie ihm als Opfertiere wertlose lahme oder blinde Tiere unterjubeln würden, bis hin zu solchen Ermahnungen wie in der heutigen Tageslosung.
Betrug als solcher ist schon schlimm, Betrug unter Christen nochmal schlimmer, weil es ein sehr negatives Bild auf unseren Glauben wirft vor anderen. Wenn sich also Christen gegenseitig über den Tisch ziehen und das bekannt wird.
Es ist also keineswegs angebracht, wenn manche Leute beim Begriff Sünde sofort an den Bereich der Sexualität denken – ja, in der Bibel haben solche sozialen Sünden wie Betrug sogar einen deutlich breiteren Raum.
Wie sehr dies als die Sünde par excellence angesehen wird, mag auch daran deutlich werden, dass Satan als der Vater von Lüge und Betrug gilt. Schon seit den Tagen des Paradieses, als die Schlange Adam und Eva manipuliert hat, von der verbotenen Frucht zu essen.
Umgekehrt gibt uns Jesus ein Beispiel für ehrlichen Umgang. So heißt es im ersten Brief des Petrus (2,21+22): „Auch Christus hat ja für euch gelitten, und er hat euch ein Beispiel gegeben, dem ihr folgen sollt. Er hat sein Leben lang keine Sünde getan; nie kam ein betrügerisches Wort über seine Lippen.“
Es gibt also genügend Anlass, dass wir unser Verhalten rund um Geschäfte und Geld immer wieder überprüfen, ob unsere Gedanken und Handlungsweisen dabei wirklich den Maßstäben Gottes genügen können. Beginnend bei scheinbaren Kleinigkeiten wie beispielsweise der, beim Verkauf eines Gebrauchtwagens nicht auf alle Probleme hinzuweisen, die man an dem Wagen bemerkt hat. Denn unsere Tageslosung macht deutlich: Gott nimmt das keineswegs auf die leichte Schulter.