Morgenimpuls zur Tageslosung

Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.

Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man  eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.

Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!

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Morgenimpuls für Mittwoch, 20. Mai 2026

Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im Markusevangelium, Kapitel 16, Vers 20.

Die Jünger zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.

Das Markusevangelium berichtet in aller Ausführlichkeit darüber, was Jesus alles gesagt und getan hat in den rund 33 Jahren seines irdischen Wirkens. 16 Kapitel lang.

Doch dann, am Ende, geht es um das, was danach passiert ist. Und da beschränkt sich das Evangelium auf zwei Verse. „Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mitfolgenden Zeichen.“

Jesus ist nicht mehr in der Mitte seiner Jünger – nun sind sie an der Reihe. Seinen großen Auftrag auszuführen, der Welt die gute Nachricht zu verkünden. Sie machen sich auf den Weg. Und dann dürfen sie erfahren: Jesus ist doch noch in ihrer Mitte! Wenn auch nicht mehr sichtbar wie zuvor. Unsichtbar geht er mit ihnen, gibt ihnen Kraft und Mut, und macht durch Zeichen deutlich, dass ihre Verkündigung nicht bloß Gerede ist, sondern wirklich das kräftige und mächtige Wort Gottes.

Warum so kurz und knapp? Man könnte natürlich sagen: Weil an anderer Stelle in der Bibel, z.b der Apostelgeschichte, viel darüber berichtet wird, wie es den Jüngern dabei ergangen ist, was sie erlebt haben, erreicht haben, wo sie auf Schwierigkeiten gestoßen sind und so weiter.

Aber ich denke, es steckt noch etwas anderes dahinter: Die Sache ist einfach noch nicht abgeschlossen, sondern da ist etwas in Bewegung geraten, was sich bis heute weiter bewegt. Bis heute wird die gute Nachricht in aller Welt verkündigt, bei großen Anlässen wie Gottesdiensten wie auch unter vier Augen, bis heute steht unser Herr dahinter, bis heute kräftigt er dabei durch seinen Geist, was am kommenden Sonntag an Pfingsten im Mittelpunkt stehen wird.

Und was ist mit den Zeichen? Manche denken dabei nur an Wunder, wie sie Jesus gemacht hat, wie es auch teilweise von den Aposteln berichtet wird. Aber das wäre zu eng gedacht. Allein schon die Tatsache, dass aus diesem Aufbruch einiger weniger Jünger eine Bewegung entstanden ist, der heute Milliarden von Menschen angehören, ist ein gewaltiges Zeichen unseres Gottes. Und wer Augen und Ohren offen hält und sich darauf einlässt, wird viele weitere große und kleine Zeichen Gottes erkennen, wenn er oder sie sich erst einmal auch auf den Weg macht, unseren Herrn zu verkündigen.

Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich still und leise, und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise…