Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
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Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im Lukasevangelium, Kapitel 7, die Verse 14 und 15.
Jesus sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden, und Jesus gab ihn seiner Mutter.
Die Stadt Ludwigshafen am Rhein spielt in der Geschichte meiner Familie eine nicht unbedeutende Rolle. Ansonsten aber muss ich zugeben, dass dort nicht allzu viel los ist. Allerdings – von einem Ereignis dort habe ich gehört, welches schon vor etlichen Jahren stattgefunden hat und das bei einigen Leuten noch für einige Zeit für Gesprächsstoff gesorgt hat.
Es geschah in der Fußgängerzone, und zwar während der Haupteinkaufszeit. Durch die dichten Menschenmassen drängte sich plötzlich eine ungewöhnliche Prozession. Vier Sargträger, auch ordnungsgemäß gekleidet als solche, trugen einen geschlossenen Sarg.
Natürlich sorgte das für sehr viel Aufregung. Immer mehr Leute kamen dazu und wollten schauen, wo um Himmels willen diese Sargträger hin wollten.
Doch plötzlich, als sich eine Unmenge Schaulustige versammelt hatten, setzten die Sargträger den Sarg unsanft ab. Der Deckel klappte auf, und die darin liegende „Leiche“, ein mit einem klassischen Totenkleid angezogener Mann, sprang auf und rief laut: „Ich bin wieder lebendig! Jesus hat mich auferweckt!“
Die Menge außenrum erstarrte zunächst und wusste nicht, was sie davon halten sollte. Doch dann begannen einige Passanten lautstark zu schimpfen über dieses Schauspiel, ob man sie denn verschaukeln wolle, tot sei schließlich tot. Unmittelbar darauf tauchten einige junge Leute auf und verwickelten die Passanten, die alles beobachtet hatten, in Gespräche über die Frage, ob es eine Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod gibt.
Es stellte sich heraus, dass eine Freikirche junger Christen die ganze Sache organisiert hatte. Auch die schimpfenden Leute in der Menge und dann die diskussionsfreudigen jungen Menschen kamen von ihnen. Es war eine ungewöhnliche Art und Weise, mit den Leuten über diese Frage ins Gespräch zu kommen. Wie viele sie überzeugen konnten, weiß ich natürlich nicht.
Doch etwas Vergleichbares wird in der Geschichte erzählt, aus der unsere heutige Tageslosung ist. Auch da gibt es einen Leichenzug, wenn auch nicht durch eine Fußgängerzone; und auch da richtet sich die Leiche wieder auf, ist lebendig, und beginnt zu reden.
Der große Unterschied aber ist: Dort war es kein Schauspiel. Sondern Jesus hatte den jungen Mann wirklich wieder zum Leben erweckt.
Und das wird sich millionenfach wiederholen, wenn unser Herr Jesus wiederkommen wird am Ende der Zeit. Dann werden alle ihre Gräber verlassen können, die hier im Leben auf ihn vertraut haben. Aber dann nicht nur vorübergehend wie der junge Mann in der Geschichte aus dem Lukasevangelium (der im Lauf der Zeit natürlich auch alt wurde und starb), sondern für ewig, im paradiesischen Reich Gottes.
Wie können wir diese Botschaft gut unter die Menschen bringen? Durch eine Aktion wie damals in Ludwigshafen – oder haben wir andere kreative Ideen?