Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
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Morgenimpuls für Montag, 23. März 2026
Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im Johannesevangelium, Kapitel 10, Vers 30. Dort spricht Jesus:
Ich und der Vater sind eins.
Manche Zitate von einem meiner Religionslehrer haben sich mir aus irgendeinem Grund ins Gedächtnis eingebrannt. Unter anderem folgendes, mit dem er uns erklärt hat, was Pubertät ist: „Mit sechs Jahren ist Papa der Mann, der alles kann. Mit 12, 13 Jahren beginnt das gewaltig zu wanken, mit 18 ist er ein kompletter Idiot, mit 21 wird es wieder besser, und mit 25 ist er der wunderbarste Mensch der Welt“.
Auch wenn es bei mir längst nicht so krass war, war es doch auch bei meiner Entwicklung eine nicht ganz unzutreffende Beschreibung.
Wie sah es da bei Jesus aus, der ja in allem Mensch war wie wir, wenn auch Sünde?
Falls auch er rebelliert hat, dann wohl nur gegen seinen Ziehvater Josef. Denn zwischen ihn und seinem wirklichen Vater im Himmel hat kein Blatt Papier gepasst.
Das war schon in seiner Pubertät so, wenn man an die Geschichte vom 12jährigen Jesus im Tempel denkt.
Und das blieb auch später so beim erwachsenen Jesus. Die Verbindung zu seinem himmlischen Vater war ihm immer äußerst wichtig. Weshalb er sich beispielsweise gerade vor wichtigen Entscheidungen öfter mal zurückgezogen hat, auch mal eine ganze Nacht, um im Gebet darauf zu hören, was der Vater dazu sagen würde. Beispiel: Wen von seinen Anhängern er in den Kreis seiner 12 Jünger berufen solle.
Das bedeutet nicht, dass Jesus immer mit allem einverstanden war, was der Vater machte. Am Abend vor seinem Tod im Garten Gethsemane hat er heftig mit dem Willen des Vaters gerungen, aber sich schließlich gefügt. Und am Kreuz hat er verzweifelt gerufen: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Aber es bedeutet, wie Jesus an anderer Stelle sagt: „Wer mich sieht, der sieht den Vater.“ Bei allem, was Jesus uns gesagt und vorgelebt hat, können wir uns darauf verlassen, dass es genau das ist, was Gott uns sagen oder mitteilen möchte.
So wie es auch das Johannesevangelium im ersten Kapitel sagt: „Kein Mensch hat jemals Gott gesehen. Doch sein einziger Sohn, der selbst Gott ist und in enger Gemeinschaft mit dem Vater lebt, hat ihn uns gezeigt.“