Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
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Morgenimpuls für Donnerstag, 22. Januar 2026
Die Tageslosung aus dem Alten Testament steht in Psalm 107, Verse 3 und 8.
Die er aus den Ländern zusammengebracht hat von Osten und Westen, von Norden und Süden: Die sollen dem HERRN danken für seine Güte und für seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut.
Ab dem Ende des 1. Weltkriegs gab es eine Parole, welche die Nazis später nur zu gerne aufgegriffen haben: „Heim ins Reich!“ Damit war gemeint, die unzähligen Deutschen, die als Ergebnis der Gebietsveränderungen nach dem 1. Weltkrieg plötzlich in fremden Staaten lebten, wieder zurück in deutsches Herrschaftsgebiet zu bringen. Zum Teil durch Grenzkorrekturen, zum Teil aber auch dadurch, dass man ihnen bewusst die Möglichkeit bot, nach Deutschland umzusiedeln.
Es war eine häufig unselige, nationalistische und rassistische Politik. Aber es gibt auch eine sehr positive Form von „Heim ins Reich“. Und sie wird durch unseren Gott durchgeführt.
Anfangs ist in der Bibel das damit gemeint, was sich im Psalm 107 niederschlägt: Dass Gott Angehörige des Volkes Israel, die heimatlos sind, in anderen Ländern verstreut, oft orientierungslos, die Möglichkeit verschaffen wird, in das Heilige Land zu kommen. Dafür können sie Gott von ganzem Herzen dankbar sein.
Dann aber hat sich das auch gewandelt zu einer Prophetie für die Endzeit. Bereits im Alten Testament! Dass Gott am Ende der Zeit, wenn er sein messianisches Reich errichten wird, die in alle Länder verstreuten Angehörige seines Volkes zusammenführen wird in diesem Reich, aus allen Himmelsrichtungen, wo es ihnen dann für immer gut gehen wird.
Und dieses „Heim ins Reich“ wird dann im Neuen Testament aufgegriffen. Und deutlich ausgeweitet. Es geht dann nicht mehr nur darum, die Angehörigen des jüdischen Volkes am Jüngsten Tag im Reich unseres Gottes zu versammeln, sondern auch die Leute aus allen anderen Völkern der Welt, die auf Jesus Christus vertrauen.
So kündigt Jesus beispielsweise in Markus 13 an: „Und dann werden alle sehen, wie der Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommt. Er wird die Engel aussenden, und sie werden seine Auserwählten aus allen Teilen der Welt zu ihm bringen.“
Und das wird ein Tag sein, der von solcher Dankbarkeit und von solchem Jubel geprägt sein wird bei seinen Auserwählten, dass man es sich kaum vorstellen kann. Dein Reich komme, und lass uns hineinkommen!