Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
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Morgenimpuls für Donnerstag, 5. März 2026
Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im Buch der Offenbarung, viertes Kapitel, Vers elf.
Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.
Es gibt manche Werbung, die wohl bewusst dämlich und nervig gestaltet wird, damit sie sich besser einprägt. Ein Beispiel ist sicherlich die Serie von Radiospots, die auf Facebook zu folgendem Spruch geführt haben: „Ich bin gerade tanken. An der Zapfsäule neben mir steht ein Vertreter von Seitenbacher. Soll ich ihm was von euch ausrichten? Paar aufs Maul oder so?“
Ich möchte aber auf einen anderen Spot zu sprechen kommen, der vor einigen Jahren ständig im Fernsehen lief. Dabei haben unterschiedliche Leute, beispielsweise Finnen in einer Sauna, die Kräuterbonbons von Ricola gegessen und so getan, als kämen die aus ihrem Land. Doch sofort raste mit Blaulicht ein Schneemobil heran, ein Mann sprang herunter und fragte energisch mit Schweizer Akzent: „Wer hat’s erfunden?“ Und dann mussten die „Übeltäter“ kleinlaut eingestehen: „Die Schweizer“. Und dass sie so der Schweiz doch noch „die verdiente Ehre gaben“, führte dazu, dass der strenge Schweizer die Bonbons mit ihnen aß und mit ihnen zusammen sang.
Und ich habe den Eindruck: Wenn unser Gott auch nur annähernd so ehrenkäsig wäre wie der Schweizer in diesem Werbespot, dann hätte er den ganzen lieben langen Tag nichts anderes zu tun, als permanent mit Blaulicht herumzufahren und sich solche Übeltäter vorzuknüpfen.
Da geht es aber nicht nur darum, ob er irgendwelche Kräuterbonbons geschaffen hat – sondern vielmehr darum, ob er überhaupt alles geschaffen hat, was existiert, unsere Welt und alles, was darin ist.
Die neutestamentliche Losung des heutigen Tages erinnert daran, wem wir alles zu verdanken haben, was existiert, inklusive unserer eigenen Existenz.
Doch auch da gilt: Häufig wird nicht er dafür geehrt, sondern es wird beispielsweise so getan, als habe die Entstehung unserer Welt überhaupt nichts mit unserem Gott zu tun (was keine wissenschaftliche Aussage ist, sondern eine ideologische). Oder man spricht von „Mutter Natur“, so als ob sie eine selbstständig handelnde Göttin wäre, und was es noch so alles an Sprüchen gibt.
Die Losung aber beantwortet die Frage richtig. „Wer hat’s erfunden? Wer hat’s geschaffen?“ Antwort natürlich: Allein unser Gott. Darum wird er in dem Vers gelobt und gepriesen, und es wird im Buch der Offenbarung auch deutlich werden, dass eines Tages alle in der Welt dies werden anerkennen müssen, dass er allein der allmächtige Herr ist.
Also: Auch wenn wir nicht damit rechnen müssen, dass gleich ein Blaulicht vor uns bremst, möchte ich heute aus eigenem Antrieb unseren Gott loben und ihn preisen für seine Schöpfung.