Morgenimpuls zur Tageslosung

Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.

Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man  eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.

Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!


Morgenimpuls für Samstag, 20. Juni 2026

Die Tageslosung aus dem Neuen Testament im Lukasevangelium, erstes Kapitel, die Verse 63 und 64

Zacharias forderte eine kleine Tafel und schrieb: Er heißt Johannes. Und sie wunderten sich alle. Und sogleich wurde sein Mund und seine Zunge aufgetan, und er redete und lobte Gott.

Die Leute wunderten sich über den Namen, den der Priester Zacharias und seine Frau ihrem Sohnemann geben wollten. Das kann ich offen gestanden recht gut nachvollziehen. Das ist mir als Pfarrer auch nicht fremd. Es gab im Lauf meiner vielen Dienstjahre schon Momente, wo ich mich z.B. bei Taufanmeldungen auch ziemlich über Namen gewundert habe, welche Eltern ihren Kindern gegeben haben. Namen, bei denen ich mehrmals nachhaken musste, um sie richtig zu schreiben, oder bei denen ich mir im Stillen dachte: „Hoffentlich wird das Kind wegen diesem Namen nicht später gehänselt in Kindergarten und Schule!“

In diesem Fall aber wundern sich die Leute nicht darüber, weil der Namen so ausgefallen wäre. Vielmehr geht es ihnen darum, dass niemand in der Familie des Kindes so heißt.

Auch das ist mir vertraut – dass man den Namen von Verwandten bekommt. Mein Großvater väterlicherseits hieß Karl, dem Namen haben sie auch meinem Vater gegeben, und als ich zur Welt kam, erwartete die Familie selbstverständlich, dass ich der dritte Karl sein würde. Meine Eltern aber haben sich dagegen gewehrt und durchgesetzt.

Doch warum wählt der Priester Zacharias diesen Namen für sein Kind? Nicht etwa, weil er selbst den Namen so gut finden würde. Sondern Gott selbst hatte ihm den Auftrag gegeben, das Kind so zu nennen. Denn der Name hat eine Bedeutung, er bedeutet: „Gott ist gnädig“.

Als Zacharias von Gott erfahren hatte, dass er trotz seines hohen Alters Vater eines Sohnes werden würde, hat er das zu Beginn nicht geglaubt. Darum hat ihn Gott eine Weile sprachlos gemacht, er konnte nicht mehr reden. Und hatte dadurch viel Zeit, nachzudenken. Und so beschließt er, auf Gott und dessen Weisheit zu vertrauen

Ja, Namen sind wichtig, Namen sind Kennzeichen eine Person, Namen erheben uns aus der anonymen Masse. Doch für uns alle gilt, egal wie wir heißen: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“