Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
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Morgenimpuls für Montag, 30. März 2026
Die Tageslosung aus dem Alten Testament steht im 5. Buch Mose, Kapitel 4, Vers 2.
Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf dass ihr bewahrt die Gebote des HERRN, eures Gottes.
Es gibt einen alten jüdischen Witz, wohlgemerkt: Witz, dass ein Mann zu seinem Rabbi kommt und zu ihm sagt: „Rabbi, die Tora hat ein Loch“. Auf gut Deutsch: In den Geboten Gottes gibt es eine Lücke. – Der Rabbi entgegnet ihm entrüstet: „Red‘ doch keinen Stuss!“ – „Doch“, beharrt der Mann. „Schließlich heißt es in den Geboten: Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib. Aber die Frauen sind dabei vergessen worden. Denn es steht nicht drin: „Du sollst nicht begehren deiner Nächsten Mann!“ – Der Rabbi denkt kurz darüber nach und meint dann nur: „Nu, soll sie begehren – wenn er nicht darf!“
Ja, das gab und gibt es immer wieder. Dass Leute denken, die Gebote Gottes seien unvollständig, dies oder jenes hätte der Herr auf jeden Fall noch regeln sollen. Oder aber, im Gegenteil, dass sie manche Gebote für überflüssig halten und am liebsten weglassen würden.
In einem anderen Witz wird erzählt, wie Mose wieder vom Berg Sinai herabkommt. Er hat gerade eben die 10 Gebote von Gott erhalten. Unten umringen ihn die Leute und fragen: „Na, wie ist es gelaufen?“ Mose erwidert: „Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht.“ „Dann bitte die gute zuerst“, fordern sie ihn auf. „Nun ja“, meint Mose, „ich konnte Gott auf 10 Gebote herunterhandeln.“ „Das ist ja großartig“, freuen sie sich. „Und was ist die schlechte Nachricht?“ „Ehebruch ist leider immer noch dabei!“
Allen solchen Versuchen schiebt Gott in unserer Tageslosung einen Riegel vor. Seine Gebote sind gut durchdacht, es darf weder etwas gestrichen werden noch etwas hinzugefügt werden. An anderer Stelle warnt die Bibel (Offenbarung 22): „Wer auch immer die prophetischen Worte dieses Buches hört, den warne ich nachdrücklich: Wer diesen Worten etwas hinzufügt, dem wird Gott all das Unheil zufügen, das in diesem Buch beschrieben wurde. Und wer etwas von diesen prophetischen Worten wegnimmt, dem wird Gott auch seinen Anteil am Baum des Lebens und an der Heiligen Stadt wegnehmen, die in diesem Buch beschrieben sind.“
Etwas völlig anderes ist es freilich, wenn Jesus in seiner Autorität als Sohn Gottes Gebote neu deutet, oder genauer gesagt: Den ursprünglichen Sinn der Gebote wiederherstellt. Doch auch er betont in der Bergpredigt: „Meint nur nicht, ich sei gekommen, das Gesetz und die Worte der Propheten aufzuheben. Nein, ich will sie nicht aufheben, sondern erfüllen!“
Belassen wir es also allenfalls bei Witzen und lassen die Gebote Gottes ansonsten unangetastet.