Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
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Die Tageslosung aus dem Alten Testament steht in Psalm 150, Vers 2.
Mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.
Zum Glauben gekommen bin ich im damaligen Jugendkreis der Stadtmission Mosbach, der sich in deren alten Vereinshaus in der Entengasse getroffen hat, geleitet von einer hervorragenden Mitarbeiterin, Schwester Ingeborg Schwöbel.
Unsere Gruppe wuchs ständig an, selbst der große Raum in dem Vereinshaus war bei jedem Jugendkreis sehr gut gefüllt. Meine Rückerinnerungen an diese Zeit sind fast durchweg positiv.
Und zu den Dingen, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind, gehörten die Lieder, die wir dort gesungen haben. Es war überhaupt nicht die Sorte von Musik, die ich sonst sehr gemocht habe, ich war damals Fan von Gruppen wie ABBA oder Supertramp; doch was wir da gesungen haben, hat sich mir tief eingeprägt. Manche Lieder gehen mir heute noch durch und durch, wenn ich sie irgendwo höre, zum Beispiel das Abendlied: „Der Tag vergeht und kommt nie mehr zurück.“
Zu unseren häufigen Liedern, die wir richtig enthusiastisch geschmettert haben, gehörte aber auch eine Vertonung von Psalm 150, aus dem die heutige neutestamentliche Losung ist. Ich könnte weite Stücke des Liedes auch jetzt nach über 40 Jahren noch auswendig singen: „Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum! Lobet ihn in der Feste seiner Macht! Lobet Ihn für seine Taten, lobet Ihn! Lobet Ihn in seiner großen Herrlichkeit! Alles was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja!“ Wenn ich mich recht erinnere, haben wir es sogar mehrstimmig gesungen.
Es ist ein gutes Beispiel dafür, welch wichtige Bedeutung die Musik für die Verbreitung von Glaubensbotschaften hat. Das macht gerade der Psalm 150 deutlich, der uns einen Einblick darin bietet, welche Instrumente bei den Gottesdiensten im Tempel von Jerusalem eingesetzt wurden: „Lobet ihn mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfen! Lobet ihn mit Pauken und Reigen, lobet ihn mit Saiten und Pfeifen! Lobet ihn mit hellen Zimbeln, lobet ihn mit klingenden Zimbeln!“
Selbstredend, dass wir diesen Psalm auch im Wechsel gebetet haben, als wir vor wenigen Wochen das 100jährige Jubiläum des Posaunenchors Schefflenz mit einem Dankgottesdienst feiern durften. Da doch der Psalm deutlich macht, eine wie lange Tradition die Posaunen im Gottesdienst haben.
Aber ob nun instrumental oder mit Gesang: Alles trägt dazu bei, das Lob Gottes tiefer in die Seelen der Menschen zu tragen.