Morgenimpuls zur Tageslosung

Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.

Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man  eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.

Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!

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Morgenimpuls für Montag, 26. Januar 2026

Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im ersten Brief des Apostel Paulus an seinen Mitarbeiter Timotheus, zweites Kapitel, Vers eins und zwei.

Insbesondere bitte ich euch nun, vor Gott einzutreten für alle Menschen in Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung, für die Könige und alle Amtsträger.

Immer wieder einmal fällt mir eine äußerst treffende Karikatur ein, die schon einige Jahre alt ist, aber irgendwie zeitlos gültig. Ein Mann steht morgens im Bad und putzt sich die Zähne. Doch dann schaut er völlig verblüfft zum Radio hinüber, aus dem gerade die Nachrichten ertönen. Denn sie sind sehr kurz. „Und hier die Nachrichten: Alle bekloppt geworden. Das Wetter:…“

Ja, man hat wirklich immer wieder das Gefühl, dass man die Geschehnisse unserer Welt so zusammenfassen könnte: Alle bekloppt geworden. Dass uns die Welt als ein Tollhaus erscheint, welches immer schlimmer wird

Aber obwohl ich mit einer Karikatur angefangen habe, ist es doch nichts zu lachen. Denn unter dem, was in unserer Welt abläuft, leiden Menschen. Menschen, die in brutalen Diktaturen leben, wirtschaftlich völlig verarmen, in der Gesundheitspolitik links runterfallen, ihre Existenzgrundlage verlieren, und vieles mehr.

Bisweilen fragt man sich schon: „Was können wir da schon dagegen machen?“ Eine ganze Menge! Zum einen gibt es eine Menge tätige Hilfe. Beispielsweise Sammlungen für arme Länder, oder praktische Unterstützung der alten Frau im Nachbarhaus. Auch politisches Engagement kann helfen. Doch darüber hinaus haben wir Christen noch eine weitere, mindestens ebenso wichtige Waffe: das Gebet.

Dazu sind wir aufgefordert: Dass wir für andere Menschen beten. Nicht nur bei traurigen Anlässen, sondern auch bei fröhlichen, beispielsweise für ein Brautpaar, das an dem Tag heiratet, oder für ein Paar, welche sich gerade über die Geburt eines Kindes freut.

Und weil es nun einmal die irdischen Machthaber sind, in deren Hand es zu einem großen Teil liegt, ob unsere Welt erträglich oder ein Tollhaus ist – darum fordert uns der Apostel auch auf, explizit für die Regierenden und für die Leute im Staatsapparat zu beten. Dass sie erkennen, was gut und richtig und angebracht ist, und es dann auch machen.

Ich habe bereits während meiner Ausbildung einen Satz eines Christen aus der alten Kirche gelesen, der mir seither immer wieder in den Sinn kommt: „Es besteht kein Zweifel daran, dass nur durch das flehentliche Gebet der Christen diese Welt noch fortbesteht.“