Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
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Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im Markusevangelium, Kapitel 13, Vers 10. Dort sagt Jesus:
Das Evangelium muss zuvor gepredigt werden unter allen Völkern.
Als ich in Heidelberg studiert habe, hat jedes Semester eine Gruppe von engagierten Studenten ein sogenanntes „Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis“ als Heft herausgebracht. Damit war folgendes gemeint: Im offiziellen Vorlesungsverzeichnis der Universität wurde recht nüchtern aufgeführt, welche Vorlesungen, Seminare usw. für das neue Semester geplant waren. In dem Heft aber wurden diese Veranstaltungen genauer inhaltlich erklärt nach Rücksprache mit den Dozenten, was also dort genau gemacht und behandelt werden sollte, welche Voraussetzungen es für die Teilnahme gab und so weiter. Das hat uns Studenten sehr dabei geholfen, auszuwählen, was wir in dem betreffenden Semester alles belegen würden.
Das Salz in der Suppe in diesen Heften war aber, dass ergänzend zu diesen nüchternen Beschreibungen auch eine Reihe von humorvollen Beiträgen abgedruckt worden. Unter anderem gab es mal eine Seite, auf der fiktive Veranstaltungen angekündigt wurden, und zwar jeweils mit dem Titel eines der Bücher von Karl May (der damals noch viel mehr gelesen wurde als heute und fast allen Studenten gut bekannt war).
Und eine der erdachten Lehrveranstaltungen im Bereich Neues Testament trug den Titel: „‘Von Bagdad nach Stambul‘ – die Reisen des Apostels Paulus“.
Ja, diesen Auftrag hat Paulus von unserem Herrn bekommen – die bis dahin noch weitgehend auf das Heilige Land und auf die Juden beschränkte Verkündigung der guten Nachricht Gottes in der ganzen damals bekannten Welt auszubreiten, auch unter den Heiden, also den Leuten, die bis dahin fremde Götter wie beispielsweise Zeus angebetet hatten.
Einer unserer Professoren wies uns darauf hin, dass man sich das nicht so vorstellen dürfe, als sei Paulus durch jedes Dorf gehetzt, habe auf dem Marktplatz kurz gebrüllt: „Der Herr ist auferstanden!“, um dann sofort weiterzuziehen. Sondern er hat in den jeweiligen Zentren längere Zeit verkündigt, Gemeinden gegründet, und die haben dann diese Aufgabe weiter übernommen, auch im Umfeld der Städte, wenn Paulus weiterzog.
In der neutestamentlichen Losung macht Jesus deutlich: Es ist von den Plänen Gottes her unbedingt notwendig, dass die gute Nachricht, das Evangelium von Jesus, weltweit ausgebreitet wird, noch bevor die Zeit unserer Welt zu Ende gehen wird.
Und dabei ist wie damals zur Zeit von Paulus beides wichtig: Dass es Leute gibt, die gewissermaßen in Vollzeit die Botschaft ausbreiten, auch in Ländern und unter Völkern, wo die Menschen bisher nur sehr wenig über Jesus gehört haben; und dass wir einfachen Christenmenschen dann die Aufgabe übernehmen, die Botschaft weiterzuverbreiten, in unserem eigenen Umfeld. Damit die Menschen die Chance haben, Christus kennenzulernen und zu ihm zu finden. Das Evangelium darf keine exklusive Botschaft für einen kleinen Kreis bleiben.