Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
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Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im Jakobusbrief, Kapitel 5, Vers 16.
Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
Es gibt diese alte Geschichte, wo ein Kind vor dem Haus steht und ruft: „Mama, kommst du bitte mal?“ Die Mutter ruft zurück: „Ich kann gerade nicht, komm bitte hoch, wenn du was willst!“ Aber das Kind erwidert: „Ach nein, so wichtig ist es auch wieder nicht!“
Das Gespräch macht klar: Allzu wichtig und ernst kann das Anliegen des Kindes nicht gewesen sein. Sonst hätte es sich die Mühe gemacht, die paar Treppen hochzulaufen.
Das gleiche Problem stellt sich auch immer wieder einmal beim Gebet. Wie wichtig ist uns dieses Anliegen, welches wir vor Gott bringen? Wie sehr zeigen wir das unserem Gott?
Ich denke an das Gleichnis Jesu vom ungerechten Richter und der Witwe. Wo der Richter sich nicht um das berechtigte Anliegen der Witwe kümmern möchte, aber sie ihm keine Ruhe lässt, Tag und Nacht in den Ohren liegt, bis er schließlich doch seine Faulheit überwindet und sich der Sache annimmt. Und Jesus sagt: Wird sich Gott dann nicht noch viel mehr um die Anliegen seiner Gläubigen kümmern, die ihm damit in den Ohren liegen?
Das ist ein Beispiel dafür, was ein ernstes Gebet sein kann. Beispiel, wohlgemerkt, denn es geht Gott nicht darum, dass wir viele Worte machen sollen – aber wohl darum, dass wir zeigen: Herr, die Sache ist mir wichtig!
Das Gegenbeispiel sind solche Gebete, die nach dem Motto laufen: Ach, schaden kann es ja nichts, wenn ich deswegen auch mal kurz bete, aber ansonsten kümmere ich mich selbst darum.
Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Gerecht sind wir, weil Jesus uns gerecht macht vor Gott – nutzen wir das auch, um Gott auf diesem Kanal ans Herz zu legen, was uns auf dem Herzen liegt?