Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
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Die Tageslosung aus dem Alten Testament steht im Psalm 102, Vers 28.
Gott, du bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.
Klassentreffen sind manchmal eine spannende Sache. Vor allen Dingen, wenn man sich schon lange nicht mehr gesehen hat. Bei einigen Leuten hat man vielleicht im ersten Moment Probleme, sie überhaupt wiederzuerkennen. Klar, man weiß, dass sie zur Klasse gehören müssen, und kommt dann schon darauf, wer es ist. Aber auf der Straße wären einem diese Personen vielleicht gar nicht aufgefallen.
Und es ist auch immer wieder interessant, zu sehen, wie sich diese Leute entwickelt haben. Freilich gibt es einen Satz dabei, der zwar nett gemeint ist, aber nur sehr selten zutrifft: „Du bist ganz der Alte geblieben!“ Das gilt natürlich auch in der weiblichen Form.
Es gibt sicherlich Wesensarten eines Menschen, die sich durch sein ganzes Leben hindurchziehen. Aber wir werden auch geprägt von all dem, was wir im Lauf der Jahre erleben, positiv wie negativ. Von Menschen, mit denen wir zu tun haben, von all den Umständen, von glücklichen Momenten wie auch Schicksalsschlägen, von persönlichen Erfolgen wie auch großen Fehlschlägen. All das und viel mehr formt uns im Lauf der Zeit, verändert uns.
Doch der Psalmbeter sagt: Auf unseren Gott trifft das nicht zu. Zwar ist auch er durchaus emotional, manchmal erfreut, manchmal von uns Menschen bitter enttäuscht, usw. Doch all dies verändert das Wesen unseres Gottes nicht. Er ist und bleibt immer derselbe. Eine Konstante in all dem, was uns das Leben, was uns Mitmenschen alles an Veränderungen und Umbrüchen zumuten. Schlichtweg jemand, bei dem man sagen kann: Er ist wirklich der Alte geblieben. Darauf kann ich mich verlassen, daran kann ich mich festhalten.
Was nicht bedeutet, dass man auch immer wieder neue Erfahrungen mit unserem Gott machen kann. Aber das hat dann nichts damit zu tun, dass er sich verändert hätte, sondern dass wir einfach Seiten an ihm entdeckt haben, die uns bisher vielleicht noch nicht bewusst gewesen sind. Unser Gott ist und bleibt also spannend und konstant gleichzeitig, und das wird auch noch gelten, bis wir eines Tages wieder aus dieser Welt hinausgehen werden.