Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im Johannesevangelium, Kapitel 19, Verse 26–27.
Jesus spricht zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
Im Film „Das Leben des Brian“ gibt es einige wirklich lustige Passagen, aber auch eine, die ich für zutiefst menschenverachtend halte.
Als Jesus dort neben anderen am Kreuz hängt, singt und pfeift er mit ihnen ein fröhliches Lied: „Always look at the bright side of life“.
Menschenverachtend ist das, wenn man bedenkt, was Gekreuzigte wirklich durchmachen mussten, wie sie stundenlang unter unvorstellbaren Schmerzen und Atemnot zu Tode gefoltert wurden. Darüber macht man keine Witze.
Umso bedeutsamer ist es, wofür Jesus den wenigen Atem genutzt hat, der ihm noch blieb. Sieben Aussagen Jesu sind von seinem rund dreistündigen Todeskampf überliefert. Unter anderem nutzte er seine letzte Kraft für seine Mutter und seinen „Lieblingsjünger“, die beide es wagen, zum Kreuz zu kommen, obwohl Jesus jetzt als Staatsfeind gilt.
Maria verliert ihren Sohn. Der Jünger verliert seinen Herrn. Beide stehen vor einem tiefen Schmerz und einer ungewissen Zukunft. Jesus verbindet sie miteinander: „Siehe, das ist dein Sohn! … Siehe, das ist deine Mutter!“
Hier schafft Jesus eine neue Familie. Nicht gegründet auf Blutsverwandtschaft, sondern darauf, dass beide zu Jesus gehören.
Das ist auch für uns heute wichtig. Schon oft habe ich Konfis erklärt, wie durch Jesus aus „einsam“ ein „gem-einsam“ wird.
Viele Menschen leiden unter Einsamkeit, Verlust oder zerbrochene Beziehungen. Jesus ruft uns als seine Nachfolger dazu, füreinander einzustehen, einander anzunehmen und eine Gemeinschaft des Glaubens zu bilden. Gemeinde ist mehr als eine Versammlung von Einzelnen; sie ist eine Familie, die aus der Liebe Jesu lebt.
Bemerkenswert ist auch die Reaktion des Jüngers: „Von der Stunde an nahm er sie zu sich.“ Er verschiebt die Fürsorge nicht auf später, sondern handelt sofort. Damit wird er zu einem Vorbild für uns.