Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im Matthäusevangelium, erstes Kapitel, Vers 21.
Maria wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.
Auch wenn insgesamt die mediale Aufmerksamkeit für die christlichen Kirchen deutlich gesunken ist, außer wenn über wirkliche oder vermeintliche Skandale berichtet werden kann – ein Ereignis gibt es, welches die Weltöffentlichkeit jedes Mal tagelang in ihren Bann zieht. Ich meine damit die Wahl eines neuen Papstes. Mit dem Konklave, den Spekulationen über Kandidaten, das bange Warten auf weißen Rauch aus der Kapelle, und – Höhepunkt – wenn der hochrangige Kardinal auf den Balkon tritt und verkündet, wer diesen Chefposten in der katholischen Kirche übertragen bekommen hat.
Wobei es eine weitere Sache gibt, die ich immer spannend finde. Nämlich: Welchen Papstnamen dieses neue Oberhaupt wählen wird. Denn die Namen sind schon ein Stück weit Programm und machen deutlich, worauf es diesem neuen Papst ankommt.
Der erste Papst, dessen Wahl ich bewusst mitbekommen habe, war die von Albino Luciani, der dann leider schon nach 33 Tagen im Amt verstorben ist. Er wählte, was bis dahin sehr ungewöhnlich war, einen Doppelnamen und nannte sich Johannes Paul I. Er sagte auch offen, was diese Namen bedeuten sollten: Er wolle die Kirchenpolitik seiner beiden direkten Vorgänger Johannes XXIII und Paul VI fortsetzen. Ähnlich programmatisch war der Papstname Franziskus, den der Mann bewusst gewählt hat, um deutlich zu machen, dass er sich gerade um die Armen und Schwachen kümmern wollte, wie es einst Franz von Assisi gemacht hat.
Damit sind die Päpste aber in einer guten Tradition. Denn schon Jesus hat einen programmatischen Namen bekommen.
Der uns geläufige Namen des Sohnes Gottes, also Jesus, ist nur die griechische Form seines eigentlichen hebräischen Namens Jehoschua, und der bedeutet: „JHWH rettet“ oder „Gott ist Rettung“. JHWH ist der Gottesname im Alten Testament.
Daher: „dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.“
Zur Zeit Jesu verkürzte man den Namen Jehoschua aber meist zu Jeschua oder Joschi. Das war vermutlich die Form, mit der Jesus im Alltag angesprochen wurde.
Jehoschua, der Retter – Namen sind also auch hier nicht nur Schall und Rauch.