Morgenimpuls zur Tageslosung

Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.

Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man  eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.

Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!


Morgenimpuls für Donnerstag, 25. Juni 2025

Die Tageslosung aus dem Alten Testament steht im zweiten Buch der Chronik, Kapitel 15, Vers 7.

Seid getrost und lasst eure Hände nicht sinken; denn euer Werk hat seinen Lohn.

Ein alter Verwandter von mir hatte irgendwann offenbar eine filmreife Szene bei der Arbeit: Er war Teil einer Arbeitskolonne, aber dann legte er plötzlich seine Werkzeuge beiseite. Er hob die Hände empor und rief: „Ich gelobe meinen Händen die ewige Ruhe!“ Ein Vorarbeiter kam und fragte, ob er nichts mehr arbeiten wolle. Und als er das bestätigte, wurde er nach Hause geschickt.

Dieses mit der ewigen Ruhe für die Hände hat er natürlich nicht ganz durchgehalten, immerhin musste etwas zu essen auf den Tisch; aber er machte nur noch das Nötigste, und als er in den Ruhestand trat, ging er nach dem erklärten Motto vor: Wenn ich gar nichts mehr mache und mich schone, dann werde ich alt. – Eine krasse Fehleinschätzung. Er baute rasch ab und starb früh.

Vor einer solchen Fehleinschätzung warnt uns auch die heutige Tageslosung. Wir sollen unsere Hände nicht sinken lassen, sondern aktiv bleiben. Dies ist allerdings im übertragenen Sinne gemeint.

Es geht im Zusammenhang um den Einsatz für die Sache Gottes, für die Einhaltung seiner Gebote. Nach einer langen Zeit, in der Gottes Gebote wenig beachtet worden waren, gab es nun eine Rückbesinnung auf den Gott Israels. Und dabei soll man eben nicht die Hände sinken lassen, sondern weitermachen, was auch Lohn von Gott bedeuten wird.

Und hier gilt im übertragenen Sinne das gleiche, was damals meinem Verwandten passiert ist: Wenn wir die Hände sinken lassen, uns kaum mehr mit dem Glauben beschäftigen oder dafür einsetzen, dann werden unsere „geistlichen Muskeln“ rasch abbauen, dann wird sehr viel Glaubenssubstanz in uns kaputtgehen. Unser Glaube kann nur eine sehr begrenzte Zeit „aus der Konserve leben“.

Deshalb kann es zwar Zeiten geben, in denen wir uns ein Stück weit zurücklehnen, vielleicht auch sehr bewusst eine Zeit der Stille haben, in der wir vor allen Dingen empfangen und auftanken; aber dann wird es immer wieder gut und wichtig sein, die Hände zu erheben für das Werk unseres Gottes.