Morgenimpuls zur Tageslosung

Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.

Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man  eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.

Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!


Morgenimpuls für Mittwoch, 24. Juni 2026

Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im Matthäusevangelium, Kapitel drei, Vers 8. Dort sagt Johannes der Täufer:

Bringt also Frucht, die der Umkehr entspricht!

Vom früheren Bundeskanzler Helmut Kohl stammt der unfreiwillig zweideutige Ausspruch, der für viel Erheiterung gesorgt hat: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt!“

Es war natürlich klar, was er eigentlich sagen wollte. Bei allem, was man plant, was man vorhat, was man in Angriff nimmt, muss vorrangig danach geschaut werden, welche Ergebnisse erzielt werden. Ob es nur ein gut gemeinter Plan oder eine gut gemeinte Absichtserklärung war, ohne greifbare Erfolge – oder ob wirklich ein Ergebnis am Ende steht, das zählt.

In die gleiche Richtung geht das, was Johannes der Täufer in der neutestamentlichen Losung sagt.

Johannes trat am Jordan auf, um zu taufen; die Stelle am Jordan ist übrigens bis heute bekannt. Seine Taufe war eine reine „Bußtaufe“, dass die Menschen sich taufen ließen als Zeichen dafür, dass sie ihre Sünden bereuen und es künftig besser machen wollen. Die Bußtaufe als Symbol des neuen Anfangs.

Das kam gut an. Massenhaft pilgerten die Leute zu Johannes, um sich taufen zu lassen.

Aber was sie dort hören, ist keine Wohltat für ihre Ohren. Johannes redet nämlich Klartext. Sein Ziel ist, im Auftrag Gottes die Leute zum Nachdenken zu bringen, dass diese Taufe nicht einfach eine äußerliche Geschichte ist, sondern sehr ernsthaft, und die Leute wirklich neu anfangen sollen.

Die Botschaft von Johannes könnte man so wiedergeben: Zeigt Gott, dass das heute kein reines Lippenbekenntnis ist, dass ihr nicht nur eine fromme Show abzieht. Zeigt Gott, dass es euch ernst damit ist, euer Leben zu ändern, künftig so zu leben, wie es Gott mit Fug und Recht von euch erwarten kann

Und wie sollen wir das Gott zeigen? Durch Früchte der Umkehr, wie es Johannes nennt. Also: konkrete Taten statt nur Worte. Ein Verhalten, wie es vor Gottes Augen bestehen kann.

Die Bibel berichtet von großen Früchten der Umkehr. Beispielsweise bei der Geschichte, wie Jesus zu Gast war bei dem kleinen Zöllner Zachäus, diesem Obergauner und Oberhalunken, der dann einen großen Teil seines Besitzes den Armen schenkt und alle Leute, die er betrogen hat, vierfach entschädigt.

So große Früchte müssen es gar nicht unbedingt immer sein, Johannes nennt einfache Dinge. Zum Beispiel: Wer zwei Hemden besitzt, soll eines dem abgeben, der keines hat. Oder den Soldaten sagt er: Begeht keine Verbrechen, raubt und erpresst nicht, sondern begnügt euch mit eurem Sold! – Auch das sind Früchte der Umkehr.

Im Buch über die christliche Gemeinschaft der Hutterer habe ich den schönen Satz gefunden: „Es nicht mehr zu tun, ist die größte Buße!“