Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
————————————————————————————————
Morgenimpuls für Samstag, 16. Mai 2026
Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im 1. Brief des Apostels Petrus, Kapitel 5, Vers 5.
Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade.
Dieser Vers stammt aus einem Abschnitt, in dem der Apostel Petrus die Christen eindringlich warnt vor dem „alt bösen Feind“, dem Teufel; er schleiche umher wie ein Löwe und versuche, uns zu verschlingen, sprich: Uns von Gott wegzubringen.
Diesem mörderischen Biest wären wir hilflos ausgeliefert, wenn da nicht jemand bei uns wäre, der auf uns aufpasst, mit starker Hand und mit guten Hinweisen, wie wir uns verhalten müssen.
Wenn ein brüllender Löwe auftaucht, sollte jeder Mensch Respekt vor dem Raubtier haben. Es wäre tödlicher Leichtsinn, sich dem Löwen zu nähern, um vielleicht ein paar gute Fotos zu machen, mit denen man hinterher auf Instagramm oder vor Freunden angeben kann.
So ist das auch mit uns und dem Teufel. Viele Leute unterschätzen das Böse und glauben, es gäbe Satan gar nicht. Sie fühlen sich stark genug, selbst zu bestimmen, was sie machen. Auch wenn sie dadurch Gottes Gebote mit Füßen treten. Was ist schon dabei, ein bisschen mit dem Feuer zu spielen? Was ist schon dabei, das zu tun, was alle tun? Ich nehme mein Leben selbst in die Hand, ich entscheide selbst, was für mich gut und richtig ist! Mit Gottes Geboten nehme ich es nicht so genau, ich bin ja doch grundsätzlich ein verantwortungsvoller Mensch!
Genau das ist Hochmut! Zu denken, wir hätten alles im Griff und würden mit dem Bösen, den Versuchungen aus eigener Kraft fertigwerden. Wer so denkt, der unterschätzt, wie gefährdet er ist. Wer so denkt, nimmt den brüllenden Löwen nicht ernst, der uns umkreist. So viel Respekt sollten wir vor dem Teufel haben, dass wir wissen: Kein Mensch ist ihm gewachsen, nur Gottes starke Hand wird mit ihm fertig, nur Gottes Sohn Jesus Christus kann ihn besiegen.
So wie schon Luther in seinem berühmten Lied geschrieben hat: „Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren; es streit’ für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muss er behalten.“
Darum: „den Demütigen gibt er Gnade.“ Wer sich Gott unterordnet, und Gottes Sohn Jesus als seinen Herrn annimmt und versucht, nach dessen Maßstäben zu leben, also demütig ist – den wird Gott in seiner Gnade vor dem bewahren, der uns von Gott wegreißen kann, von unserem Heil.
Zu denken, man könne es selbst mit ihm aufnehmen, wäre hochmütig – und Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.