Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
————————————————————————————————
Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht im ersten Brief des Apostel Paulus an die Christen in der Stadt Korinth, achtes Kapitel, die Verse 5 und 6.
Obwohl es solche gibt, die Götter genannt werden, es sei im Himmel oder auf Erden, wie es ja viele Götter und viele Herren gibt, so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.
Vor einiger Zeit habe ich im Internet eine Bekannte aus Jugendtagen getroffen, von der ich über 40 Jahre lang nichts mehr gehört hatte.
Wir haben uns damals auf einem christlichen Schülertreffen kennengelernt. Darum staunte ich doch etwas, als sie mir erklärte, sie habe mit dem christlichen Glauben nichts mehr am Hut. Stattdessen würde sie nun die alten germanischen Gottheiten verehren. Also Odin, Thor und die anderen, vielleicht auch (alter Witz) den nordischen Gott der Ungeduld: Hammersbald.
Ja, heutzutage gibt es in Deutschland die unterschiedlichsten religiösen Vorstellungen und Strömungen, die „aus aller Herren Länder“ stammen. Dabei verehren viele aber nicht irgendeine Gottheit „in Reimformat“, sondern mischen fröhlich Elemente aus verschiedenen Religionen zusammen, und diese Mischung kann sich im Lauf der Zeit immer wieder verändern. Man spricht dann von einer „Patchwork-Religion“.
Damit nähern wir uns wieder der religiösen Landschaft der griechischen und römischen Welt zur Zeit des Neuen Testaments an, mit der es die frühen Christen zu tun hatten. Dort standen auch in vielen Städten Tempel für die unterschiedlichsten Gottheiten. Keineswegs nur für die römischen und griechischen „Götter“, sondern auch zB für den aus dem Osten stammenden „Lichtgott“ Mithras oder die ägyptischen „Götter“ Isis und Osiris.
So lief es auch in der griechischen Hafenstadt Korinth, und darauf geht der Apostel Paulus in der neutestamentlichen Losung ein. Er spricht die Tatsache von vielen angeblichen Göttern an, denen sich Menschen unterordnen.
Aber, so Paulus: Für uns gilt etwas anderes. Mit den vielen scheinbaren Gottheiten haben wir nichts zu tun. Wir haben nur einen himmlischen Vater, von dem wir sind und alles haben, und nur einen Herrn, zu dem wir gehören: Jesus Christus.
Und damit gut. Die anderen scheinbaren Gottheiten brauchen uns nicht zu interessieren. Es sollte bei uns nicht so laufen wie in dem Witz: „Papa, woher weißt du eigentlich, dass Mama die beste Frau für dich ist? Hast du alle anderen Frauen durchprobiert?“