Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
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Die Tageslosung aus dem Alten Testament steht im 4. Buch Mose, Kapitel 6, Vers 26.
Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Auch wenn viele Leute mit dem Glauben nicht mehr viel anfangen können – der Segen, der Wunsch nach Segen ist nach wie vor groß. Man merkt es beispielsweise am Boom der „Irischen Segenswünsche“. Einen davon singen wir gerne auch als Schlusslied in Gottesdiensten: „Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken sein; sanft falle Regen auf deine Felder, warm auf dein Gesicht der Sonnenschein. Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.“
Dass Segen so beliebt ist, mag auch damit zusammenhängen, dass er so völlig anders ist als das, was wir sonst oft erleben. Viele gute Dinge in unserem Leben müssen wir uns hart erarbeiten. Aber der Segen wird uns ganz und gar geschenkt, allein Gott handelt, aus Gnade, ohne dass wir uns den Segen verdienen könnten oder müssten.
Unsere heutige Tageslosung stammt aus einem Bibelabschnitt, in dem gesagt wird, wie Aaron und seine Söhne segnen sollen. Sie waren damals die Priester unseres Gottes. Nur Priester dürfen also segnen. Und wer ist heutzutage ein Priester? Alle Menschen, die auf Jesus Christus vertrauen und zu ihm gehören. So schreibt der Apostel Petrus in einem Brief über alle Christenmenschen: „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk.“ (1. Petrus 2,9)
Wenn du auf Jesus vertraust, bist du also berufen und berechtigt, andere Menschen im Namen unseres Gottes zu segnen. Das sollen wir auch tun – freilich nur so, wie unser Gott es für richtig hält. Wir dürfen nur das segnen, was er auch segnet.
Und eine der Segensformulierungen in diesem Bibelabschnitt ist eben unsere Tageslosung: „Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“
Bei Babys in ihren Bettchen kennt man es: Wenn sie unruhig werden, reicht es manchmal schon aus, wenn Mama oder Papa sich über das Kind hinunterbeugt. Dann sehen sie das vertraute Gesicht und spüren: Mama oder Papa ist da, alles ist in Ordnung, ich kann friedlich schlafen.
Wenn wir auf Jesus Christus schauen, sehen wir Gottes freundliches Angesicht. Wenn wir uns auf Jesus fokussieren, dürfen wir wie kleine Kinder spüren: Der himmlische Papa ist für mich da, alles ist in Ordnung.
Je mehr wir uns auf Jesus fokussieren, auf seine Worte und Taten für uns, desto mehr können wir von dem spüren, was Jesus zu uns sagt (Joh 14,27): „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.