Morgenimpuls zur Tageslosung

Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.

Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man  eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.

Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!

Den aktuellen Morgenimpuls können Sie jeweils auch hier lesen!

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Morgenimpuls für Donnerstag, 28. Oktober 2021

Die Tageslosung aus dem Alten Testament steht im Buch des Propheten Jeremia, drittes Kapitel, Vers 23.

Wahrlich, es hat Israel keine andere Hilfe als am HERRN, unserm Gott.

Es ist eine Erfahrung, die das Volk Israel im Lauf seiner langen Geschichte immer wieder gemacht hat: Wenn es nicht auf Gott vertraut, sondern sich auf Menschen verlässt, zum Beispiel auf verbündete Staaten, dann ist es wirklich verlassen, dann geht die Sache schief.

Das war auch zur Zeit des Propheten Jeremia so, von dem unsere Tageslosung stammt. Gegen die ausdrückliche Warnung von Propheten Gottes wie Jeremia machte sein Land Juda einen Aufstand gegen das mächtige Reich der Babylonier. Es setzte dabei nicht auf die Hilfe Gottes, sondern auf militärische Unterstützung durch die Ägypter. Das ging fürchterlich in die Hose, das Land ging unter, Jerusalem wurde zerstört.

Bis in die heutige Zeit hinein macht das Volk Israel immer wieder diese Erfahrung: Kaum jemand ist bereit, diesem so oft geschundenen Volk zu helfen. Bevor beispielsweise die Nazis mit dem Holocaust begannen, haben sie zuerst versucht, die Juden aus dem Land zu jagen, sie zur Auswanderung zu zwingen unter Zurücklassung allen Besitzes. Das Problem war, dass kaum ein Land bereit war, sie aufzunehmen. Und so gingen sie in die Vernichtung.

Die Konsequenz daraus war der heutige Staat Israel: Die Juden wollten nie wieder Schlachtopfer sein, sondern sich selbst verteidigen und einen Zufluchtsort haben für alle Juden in der Welt.

Entscheidend aber ist nach Jeremias Worten etwas anderes. Nicht auf Menschen zu vertrauen, auch nicht auf die eigene Stärke, sondern sein Ergehen in die Hände Gottes zu legen. Darauf zu vertrauen, dass ER helfen wird – was freilich auch bedeutet, auf das zu hören, was Gott uns sagt.

Werden wir aus der Geschichte Israels für uns lernen?