Pfarrer Albert verschickt von Montag bis Samstag als Rund-E-Mail einen „Morgenimpuls“ mit einer kleinen Besinnung zur Tageslosung.
Diese Mail können alle Leute bekommen, die sie haben möchten. Dafür schickt man eine Mail an die Adresse stefan.albert@ev-kirche-schefflenz.de und schreibt hinein: „Ich möchte bis auf Widerruf den Morgenimpuls von Pfarrer Albert an diese E-Mail-Adresse bekommen“, mit dem Namen darunter.
Diese Morgenimpulse darf man gerne auch ausdrucken und an andere verteilen. Den Wunsch, die Mail zu bekommen, kann man jederzeit widerrufen!
————————————————————————————————
Die Tageslosung aus dem Neuen Testament steht in Johannes 16,27.
Er selbst, der Vater, hat euch lieb.
Ich habe den Eindruck, dass der Ausdruck „Ich habe dich lieb“ heutzutage sehr inflationär benutzt wird.
Mir fällt dabei, angesichts des aktuellen Wettkampfs ESC vor ein paar Tagen, der Sänger Guildo Horn ein, der vor vielen Jahren dort für Deutschland angetreten ist, über die Bühne gehüpft ist und dabei gesungen hat: „Guildo hat euch lieb!“ Was dazu führte, dass am Tag darauf ein Kirchengemeinderat empört zu mir sagte: „Der vera***t uns doch nur!“
Oder eine Szene aus dem Konfirmandenunterricht vor vielen Jahren, an einem meiner früheren Dienstorte. Eine Konfirmandin war an dem Tag nicht mit dabei, weil sie wegen gesundheitlicher Probleme auf Kur gegangen war. Während der Stunde habe ich im Auftrag der Gruppe eine SMS an sie geschickt mit guten Erholungswünschen. Allerdings hatte einer der Jungs grinsend gesagt, dass er sich diesen guten Wünschen nicht anschließen wolle. Nennen wir ihn hier anonymisiert Franz. Also schrieb ich ihr: „Alle außer Franz wünschen dir…“ Kurze Zeit darauf kam ihre Antwort. Sie hat sich herzlich dafür bedankt, und dann am Ende dazu geschrieben: „Ja, Franz, ich hab‘ dich auch lieb!“
Wie viel sind diese Worte also wert? Und nun sagt Jesus: „Er selbst, der Vater, hat euch lieb!“
Ist das auch nur so dahingesagt, ein Allerweltspruch halt, der nicht viel besagt und inhaltlich keinerlei Belastungen standhält?
Nein. Die Liebe des himmlischen Vaters zu seinen Kindern ist um einiges größer als ein unverbindliches „liebhaben“. Es ist eine Liebe, die sich selbst bewiesen hat durch die größte Tat überhaupt: Dass sich sein Sohn Jesus für uns geopfert hat, damit wir wieder Gemeinschaft mit dem himmlischen Vater haben können.
Darum sagt Jesus selbst in Johannes 3,16: „Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“
Idee von mir: Wenn wir wieder einmal sagen, dass wir einen anderen Menschen lieb haben – wie wäre es, wenn wir uns dann an dem orientieren würden, was es für unseren himmlischen Vater bedeutet?