’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 23. September 2018

(17. Sonntag nach Trinitatis)

Grußwort des Pfarrers

Vergangene Woche hatte ich eine Nacht, in der ich sehr unruhig geschlafen habe. Als ich morgens aufwachte,  fühlte ich mich wie benebelt. Und dieses Gefühl von „Watte im Kopf“ wollte auch nach dem Aufstehen nur langsam weichen.
Es hat mich zunächst zwar etwas gestört, aber nicht sonderlich belastet. Doch das nur so lange, bis ich an die Tankstelle gefahren bin, weil meine Tankanzeige schon geleuchtet hat. Ich steckte meine Karte in den  Tankautomaten – und dann lief es mir heiß und kalt über den Rücken. Wie, um Himmels willen, lautete meine Geheimzahl?
Ich hatte verschwommen Zahlen im Kopf, ich probierte sie aus, doch keine war richtig. Schließlich gab ich auf und fuhr nach Hause.
Dort konnte ich die Zahl aber auch nicht nachschauen – denn weil ich sie so oft benutze, hatte ich sie mir nirgendswo notiert. Man weiß sie einfach. So dachte ich jedenfalls...
Die Sache hat mich natürlich beschäftigt. Ohne Geheimzahl kann man weder Bargeld holen noch bargeldlos an der Kasse bezahlen. Doch so sehr ich meinen Kopf auch marterte, ich kam einfach nicht darauf. Erst am  Nachmittag kam nach viel Gebet plötzlich die Zahl wieder in mein Gedächtnis. Das war ein Gefühl wie  Weihnachten und Ostern an einem Tag.
Ich fühlte mich an den einen Mann im Märchen von Ali Baba und den vierzig Räubern erinnert, der zwar den  Zugangscode für die Schatzhöhle der Räuber wusste (man musste laut sagen: „Sesam öffne dich“), diesen  Spruch aber drin in der Höhle angesichts der überwältigenden Schätze vergaß und deshalb die Höhle nicht mehr verlassen konnte. Er probierte alle möglichen Getreidesorten aus, weil er sich dunkel erinnerte, dass es  um ein Samenkorn ging, aber das richtige war nicht darunter.
Ich habe das Gefühl, dass es heutzutage vielen Menschen so ergeht, wenn sie einen Zugang finden möchten zu unserem Gott. Sie haben sich vielleicht lange nicht mit Gott beschäftigt; und wenn sie dann beispielsweise in einer Notlage wieder beten möchten, dann „haben sie den Schlüssel vergessen“, dann wissen sie nicht, wie sie Zugang zu Gott bekommen können.
Dabei ist der „Zugangscode“ zu unserem Gott sehr einfach. Er heißt Jesus Christus.
Wenn wir zu unserem himmlischen Vater bitten und dies „im Namen Jesu Christi“ machen, uns also vor dem  Vater auf Jesus berufen und dabei auch wirklich von Herzen auf Jesus vertrauen – dann dürfen wir sicher sein,  dass sich der Gebetszugang öffnet, dass unser Gebet bei Gott ankommen wird.
Und wenn wir eines Tages aus dieser Welt gehen werden, dann wird Jesus auch der Schlüssel sein für das  Himmelreich. Wer im Leben auf Jesus vertraut hat, für den öffnet sich die Tür zum Himmel. Es ist also auch  unsere Aufgabe, immer wieder an Jesus als den „Zugangscode zum Himmel“ zu erinnern.
Aber wohlgemerkt: Das gilt nur dann, wenn wir Jesus nicht mit einer Zauberformel verwechseln, sondern  wirklich von Herzen an ihn glauben.

Der Wochenspruch

„Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.“
(1. Johannes 5,4)

 

 

 

 

Termine

Sonntag, 23. September:

9.15 Uhr Gottesdienst in Unterschefflenz (Pfr. Albert)
10.30 Uhr Silberne Jubiläumskonfirmation in Oberschefflenz (Pfr. Albert) mit Hl. Abendmahl
10.30 Uhr Start des neuen Kindergottesdiensts „Kirchenmäuse“ im Rathaus Unterschefflenz
19.30 Uhr Bibelgesprächskreis im Saal der AB-Gemeinschaft in Unterschefflenz mit Gemeinschaftspastor Hoppstädter

Montag, 24. September:

10 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim
19.30 Uhr Frauenkreis im Saal der AB-Gemeinschaft mit Hilde Bender

Mittwoch, 26. September:

17.15 Uhr Konfirmandenunterricht
19 Uhr E.I.S.-Kreis im Gemeindehaus

Freitag, 28. September:

14 Uhr Beisetzung von Lieselotte Kautzmann auf dem Friedhof Oberschefflenz

Samstag, 29. September:

11 Uhr Goldenen Hochzeit von Rüdiger und Heide Eberle in Unterschefflenz
15 Uhr Beginn der Proben für das Weihnachtsmusical im Gemeindehaus

Sonntag, 30. September:

9.15 Uhr Gottesdienst in Unterschefflenz (Prädikant Schreiweis)
10.30 Uhr Gottesdienst in Mittelschefflenz (Prädikanten Kircher und Lindenmuth) mit Jubiläum des Gesangvereins Eintracht Mittelschefflenz, unter Mitwirkung des Posaunenchors
10.30 Uhr Kindergottesdienst „Kirchenmäuse“ im Rathaussaal Unterschefflenz. Thema: „Erinnerungen an meine Taufe“

Aktuelle Meldungen

* Die neue Kindergottesdienst-Gruppe „Kirchenmäuse“ startet am 23. September um 10.30 Uhr im Rathaussaal Unterschefflenz! Alle Kinder von vier bis zehn Jahren können mitmachen. Da wir beim ersten Treffen miteinander frühstücken wollen, bitten wir für die Planung des Essens um eine kurze Anmeldung beim Pfarramt, Mail pfarramt@ev-kirche-schefflenz.de, Telefon 267, oder bei jemandem vom Team.

* Zum Kindergottesdienst „Kirchenmäuse“ sind am kommenden Sonntag wieder alle Kinder zwischen vier und zehn Jahren herzlich eingeladen. Wir würden uns freuen, wenn einige der Kinder Erinnerungsstücke an ihre Taufe mitbringen würden (z.B. Taufkerze, Taufkleid, Taufurkunde...), die sie hinterher natürlich wieder mit nach Hause nehmen können.

* Wer in den vergangenen Tagen versucht hat, im Pfarramt anzurufen, konnte damit Pech haben. Das Pfarramt hat momentan gewaltige „Verbindungausfälle“, das DSL-Signal bricht immer wieder ab, und jedes Mal werden Telefon und Internet minutenlang unterbrochen, teilweise auch mitten in Telefongesprächen (es betrifft damit auch den Anrufbeantworter). Bei der Telekom herrscht großes Rätselraten über die Ursache, es gab sich widersprechende Ratschläge der Hotline und der Techniker, derzeit tippt man am ehesten auf eine Störquelle im Haus oder in der Nachbarschaft durch ein defektes elektrisches Gerät. Wir hoffen, dass alles bald wieder reibungslos gehen wird.

* Im Rahmen eines Offenen Gottesdienstes in Unterschefflenz am 4. November um 18 Uhr wird auch das Jubiläum „20 Jahre Weihnachten im Schuhkarton in Schefflenz“ gefeiert werden.

* Die neuen Gemeindebriefe (Ausgabe Erntedank) wurden mittlerweile verteilt. Falls jemand versehentlich  keinen Gemeindebrief bekommen hat oder ein weiteres Exemplar haben möchte, wende er oder sie sich bitte an das Pfarramt, Tel. 267.

* Gelegentlich wird gefragt, wofür eigentlich das „Ausläuten“ bei Sterbefällen gut sein soll. Die Antwort ist  einfach: Durch das Ausläuten wird die Kirchengemeinde darüber informiert, dass eines unserer Gemeindeglieder verstorben ist, und durch das Glockensignal wird darum gebeten, für die Hinterbliebenen zu  beten. Auch wenn man vielleicht nicht weiß, wer gestorben ist – unser Gott weiß es. Deshalb wird in unseren  drei Kirchen für evangelische Gemeindeglieder aus dem jeweiligen Teilort ausgeläutet (in Oberschefflenz auch  für Verstorbene aus Kleineicholzheim), und in Mittelschefflenz zusätzlich für katholische Gemeindeglieder, weil  dort die katholische Kirchengemeinde kein eigenes Kirchengebäude mit Glocken hat.