’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 24. März 2019

(Okuli)

Grußwort des Pfarrers

Als ich noch in der Schule war, kamen gerade die ersten Computer auf den Markt. Nicht zu vergleichen mit den ausgefeilten Gerätschaften, die man sich heutzutage kaufen kann.
Nein, diese ersten Computer musste man noch selbst programmieren. Die entsprechende Programmiersprache habe ich auf freiwilliger Basis in der Schule gelernt, sie hieß BASIC. Es machte
ziemlich Spaß, seine ersten Gehversuche zu machen und beispielsweise simple Computerspiele zu entwerfen, bei der man als König über eine Stadt herrschte. Noch ohne Grafik, es war nur je eine Textzeile zu sehen.
In dieser Programmiersprache gab es einen wichtigen und häufigen Befehl: „If… then…“, zu Deutsch: „Wenn… dann…“. Als Beispiel: Wenn eine Zahl größer als 30 eingegeben wird, dann springe auf Zeile 80 im Programm und mache mit den dort beschriebenen Schritten weiter.
Man konnte sich damals sicher sein, dass ein solcher Befehl (falls er korrekt programmiert wurde) immer vom Computer ausgeführt wurde. In den Fällen, in denen das „wenn“ erfüllt war, folgte mit Sicherheit das „dann“.
Das kann man leider nicht bei allen derjenigen Menschen sagen, die ich manchmal als die „Wenn-dann-Leute“ bezeichne.
Ein einfaches Beispiel, welches ich schon mehrmals erlebt habe: In einer größeren Gruppe läuft ein Gespräch, warum manche fleißig den Gottesdienst besuchen und man andere kaum einmal zu
Gesicht bekommt.
Das ist dann die Stunde für die „Wenn-dann-Leute“. Sie sagen: „Es liegt nur an den ungünstigen Gottesdienstzeiten. Die Gottesdienste beginnen einfach für mich zu früh, weil ich nur  sonntags ausschlafen kann. Ja, wenn der Gottesdienst später wäre, dann würde ich öfter kommen!“ Und falls eine Gemeinde einen solchen Versuchsballon startet und die Gottesdienste zeitlich nach hinten verlegt, wer kommt dann nicht? Die meisten „Wenn-dann-Leute“. Man hört dann von ihnen Kommentare wie: „Das ist mir dann zu spät! Da gibt es bald Mittagessen! Und wir machen sonntags gerne Ausflüge. Aber wenn es nicht immer am Sonntag wäre, dann könnte ich kommen.“
Ich habe schon Fälle erlebt, bei denen wegen solcher Stimmen öfter ein Gottesdienst am Samstagabend angeboten wurde. Wer fehlte? Die meisten „Wenn-dann-Leute“.
Auch in anderen Bereichen tauchen die „Wenn-dann-Leute“ auf. Es geschieht in unterschiedlichen
Zusammenhängen, aber nach dem gleichen Strickmuster: „Wenn es erst einmal so oder so sein wird, dann werde ich kommen / mitarbeiten / einen Beitrag leisten …“
Es ist gut und richtig, immer wieder einmal zu versuchen, auf diese „Wenn’s“ einzugehen. Aber wir sollten als Gemeinde auch nicht zu viel davon erwarten. Dafür fehlt einfach zu oft das „dann“.
Besser ist es, dass wir als Gemeinde versuchen unsere Arbeit mit Gottes Hilfe gut und gewissenhaft zu machen und so attraktiv wie möglich – dann werden sich über kurz oder lang auch mehr Leute „ohne wenn und aber“ daran beteiligen.

Der Wochenspruch

„Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.“
(Lukas 9,62)

 

 

Termine

Sonntag, 24. März:

9.30 Uhr Gottesdienst in Unterschefflenz (Pfr. Albert)

10.30 Uhr „Offener Gottesdienst“ in Oberschefflenz (Moderation Beatrix Hunger, Predigt Pfr. Albert, Musik Posaunenchor)

10.30 Uhr Kindergottesdienst „Kirchenmäuse“ im Rathaus Unterschefflenz. Thema an dem Sonntag: „Die Befreiung des Petrus aus dem Gefängnis“

18 Uhr Bezirks-Jugendgottesdienst „YouGo“ in der Stadtmission Mosbach (Schillerstraße 3) zum Thema: „Sommer, Sonne, Sonnenschein“.

19.30 Uhr Bibelgesprächskreis im Saal der AB-Gemeinschaft in Unterschefflenz mit Wolfgang Hoppstädter

Montag, 25. März:

10 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim „Luise von Baden“

Dienstag, 26. März:

19.30 Uhr Bibelgesprächskreis im Saal der AB-Gemeinschaft mit Wolfgang Hoppstädter

Mittwoch, 27. März:

17.15 Uhr Konfirmandenunterricht

19 Uhr „EIS-Kreis“ im Gemeindehaus

Donnerstag, 28. März:

6.30 Uhr Frühschicht im Christkönigsheim Oberschefflenz, Thema: „den Anrufen im Alltag gehorchen“

9.30 Uhr Krabbelgruppe „Krabbelkäfer“ im Gemeindehaus

Samstag, 30. März:

9.30 Uhr Gemeinsamer „Luthertag“ für die Konfirmanden von Großeicholzheim und Schefflenz in Großeicholzheim

Sonntag, 31. März:

9.15 Uhr Gottesdienst in Oberschefflenz (Pfr. Albert)

10.30 Uhr Familiengottesdienst in Mittelschefflenz (Pfr. Albert und Team) unter Mitwirkung des evangelischen Kindergartens für Schefflenz „Guter Hirte“. Thema: „Die Geschichte vom kleinen Zöllner Zachäus – Jesus gibt jedem eine Chance“

 

 

Aktuelle Meldungen

Am Mittwoch kam der „Runde Tisch“ zusammen, bestehend aus unseren Prädikantinnen und Prädikanten, Organistinnen und Organisten, Vertreterinnen und Vertreter unserer Chöre sowie aus der Reihe der Kirchendienerteams, und hat unsere Gottesdienste vom Ende der Sommerferien bis einschließlich Februar 2020 geplant (alles natürlich unter der Einschränkung: „So Gott will“!). Eine Entscheidung dürfte manche freuen: Letztes Jahr war der späte Gottesdienst an Heiligabend weggefallen, da die Besucherzahlen zuletzt stark zurück gegangen waren. Nun gab es einige Bitten, doch wieder einen solchen Gottesdienst anzubieten. Darum hat der Runde Tisch beschlossen, dass es in diesem Jahr wieder diesen Gottesdienst an Heiligabend um 22 Uhr geben wird, in der Kirche Unterschefflenz. Vom Zuspruch an diesem Abend wird abhängen, ob es mit den Spätgottesdiensten danach weitergehen wird.

Im Kercheblättle am vergangenen Sonntag stand versehentlich eine falsche Angabe, worauf uns eine aufmerksame Leserin hingewiesen hat: Zum Konfirmandenunterricht anmelden können sich Kinder, die bis spätestens 30. September 2019 13 Jahre alt sein werden (und nicht, wie wir geschrieben haben, 31. August). Wer sich dafür anmelden möchte, kontaktiere bitte telefonisch (267) persönlich, per E-Mail (pfarramt@ev-kirche-schefflenz.de) oder per WhatsApp (0173-3804916) das Pfarramt, um mit Pfr. Albert einen Termin für die Anmeldung zu vereinbaren.

Auch unsere Konfiteamer haben sich zu einer großen Besprechung getroffen, der letzten vor den diesjährigen Konfirmationen. Dabei gab es unter anderem eine große anonyme Feedbackunde, bei der die Teamer viel Lob für unsere Arbeit spendeten, aber auch einige konstruktive Verbesserungsvorschläge machten, die in die künftige Arbeit einfließen werden.

In Oberschefflenz mussten neue Staubsauger für Gemeindehaus und Kirche angeschafft werden. Die Kosten für das Gerät im Gemeindehaus wird dabei wieder unser Frauentreff aus Erlösen der Adventsbasare übernehmen. Herzlichen Dank an die engagierten Damen!

Die AB-Gemeinschaft lädt zu einer „Kleinen Auszeit für Frauen“ (Frauenstunde) mit Karin Spitzer ein am Montag, den 8. April in Adelsheim (Saal der AB-Gemeinschaft in der Tanzbergstraße 1). Das Thema lautet: „Konfliktmanagement im Sinne Gottes.“

Die Kirchengemeinderäte haben Beschlüsse wegen der Wahlen zum Kirchengemeinderat in diesem Jahr getroffen. Erstmals soll es keine getrennten Kandidatenlisten und getrennte Wahlen in den einzelnen Ortsteilen geben, sondern eine gemeinsame Kandidatenliste für ganz Schefflenz. So wollen wir auch in diesem Bereich umsetzen, dass wir ein Schefflenz sind. Der andere Beschluss betraf die Zahl der zu wählenden Kirchengemeinderäte. Von der offiziellen Bestimmung her würden uns bei unserer Gemeindegröße nur sechs Kirchengemeinderäte zustehen. Der Kirchengemeinderat nutzt aber die neue Möglichkeit, beim Bezirkskirchenrat eine Erhöhung dieser Zahlen zu beantragen: Wie bei der letzten Wahl sollen wieder 15 Kirchengemeinderäte gewählt werden. Wir werden abwarten müssen, ob der Bezirk uns dies genehmigen wird.

Ein paar Statistiksplitter: Derzeit hat Unterschefflenz 524 evangelische Gemeindeglieder, Mittelschefflenz 485, Oberschefflenz 521 und Kleineicholzheim 84, zusammen 1614  Gemeindeglieder. Im zurückliegenden Jahr hatten wir 14 Taufen, 24 kirchliche Bestattungen, drei Trauungen, und 15 junge Leute wurden konfirmiert. 248 Personen sind als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter registriert.

Eine Einladung unserer katholischen Geschwister, die wir gerne weitergeben: „Wir gestalten in der kommenden Fastenzeit wieder Frühschichten mit dem Titel: ‚Der kleine Weg im Alltag‘, mit Impulsen von Madeleine Delbrêl. Wir versuchen damit unser Glaubensleben im Alltag einzuüben oder zu vertiefen. Der ganze Tag mit all seinen Begegnungen, Beschäftigungen und Ereignissen ist Ort und Möglichkeit der Begegnung mit Gott. Darauf kann ich mich besinnen: die letzten Minuten des Tages vor dem Einschlafen; die ersten Augenblicke nach dem Aufwachen, am Anfang von freier Zeit, auch wenn sie nur kurz ist; die Momente unmittelbar vor und nach einer Tätigkeit, einer  Begegnung, einer Mail, einem Telefongespräch. Auch Träume können wertvolle Wegweiser sein. Wir treffen uns diesmal zu den Frühschichten um 6.30 Uhr im Christkönigsheim in Oberschefflenz. Nach jeder Frühschicht kann man am gemeinsamen Frühstück im Christkönigsheim teilnehmen.“ Die „Frühschichten“ finden zwischen dem 7. März und dem 11. April immer donnerstags statt.

* Unsere Konfirmanden werden normalerwiese in dem Schefflenzer Teilort konfirmiert, in dem sie wohnen. Das ist die Regel, aber Ausnahmen sind jederzeit möglich. Beispielsweise, wenn am Tag der Konfirmation in diesem Teilort vielleicht eine Cousin oder Cousine des Konfirmanden anderswo Konfirmation hat und sich darum die Verwandtschaft inklusive Großeltern aufteilen müsste. Auch bei unserer jetzigen Gruppe werden Konfirmandenfamilien diese Möglichkeit nutzen.

Pater Bernard hat bei uns angefragt, ob künftig auch Katholiken die Trauergottesdienste vor einer Urnenbeisetzung in Unterschefflenz in unserer evangelischen Kirche feiern können. Dem hat der Kirchengemeinderat zugestimmt. Allerdings bleibt es auf Urnenbeisetzungen beschränkt; Särge können wir nicht in die Kirche bringen wegen unseres sehr empfindlichen Fußbodens.

* Vor drei Jahren hatten wir in unserer Kirchengemeinde die so genannte Visitation. Ein Besuch von Dekan und Mitgliedern der Bezirksleitung, die sich einen Eindruck von unserem Gemeindeleben verschafft haben, um uns zu stärken und geschwisterlich zu beraten. Weil Visitationen  normalerweise alle sechs Jahre stattfinden sollten, steht nun der so genannte „Zwischenbesuch“ auf dem Programm, bei dem diese Kommission noch einmal kommt, und sich mit dem  Kirchengemeinderat austauscht: Wie ist es uns ergangen, und gibt es Dinge, in denen der Bezirk uns unterstützen kann? – Der Besuch ist für den April geplant.

Der Kirchenchor Oberschefflenz bietet, organisiert durch Frau Gudrun Strauss, auch in diesem Jahr einen Ausflug zu einer Aufführung der Freilichtbühne Ötigheim an. Aufgeführt wird dort am 29. Juni „Münchhausen“. Die Fahrt inklusive Eintrittskarte kostet 39 Euro (zu zahlen bei der Anmeldung). Wieder bekommen alle Logenplätze! Es werden zwei Busse fahren, die in den Vorjahren beide gut gefüllt waren. Wer mitfahren möchte, möge sich bis spätestens 10. April bei Gudrun Strauss melden, Telefon 8312.

Unserer jungen Konfiteamer sind Woche für Woche für die Konfirmanden da und geben ihr Bestes, ihnen die christliche Botschaft nahezubringen – aber es ist auch wichtig, dass sie selbst  „zugerüstet“ werden, wie man es früher genannt hat. Deshalb werden sie im Juli diesen Jahres, am ersten Wochenende der Sommerferien, zu einer eigenen Teamer-Freizeit ins Haus Lebensquell gehen, wo neben gemeinsamer Freizeit auch Glaubensthemen intensiver vertieft werden soll.

Das Team des Seniorencafés hat nun die Termine für 2019 festgelegt. Im ersten Halbjahr sehen sie wie folgt aus: 28. Januar, 4. März, 1. April, 29. April, 17. Juni. Danke an das Team und an die Gemeinde Schefflenz, die uns den Rathaussaal dafür zur Verfügung stellt!

* Der Kirchenbezirk bietet auch in diesem Jahr eine Bezirksfahrt an. Sie führt nach Südtirol/Italien (Bozen, Dolomiten, Meran…), findet vom 30. Mai bis zum 6. Juni statt und kostet mit Halbpension 590 Euro im Doppelzimmer und 670 Euro im Einzelzimmer. Im Preis sind auch die Ausflüge, Eintrittskarten und die Kosten der Reiseführerin enthalten. In der Ausschreibung heißt es: „Als kirchliche Reisegruppe wollen wir bei unseren Ausflügen und bei den Besinnungen den Blick auf die biblische und spirituelle Bedeutung der Berge richten.“ Anmeldeschluss ist der 18. April. Ein Anmeldeformular mit näheren Informationen ist im Pfarramt erhältlich oder kann auch Wunsch auch zugemailt werden. Sonstige Auskünfte erteilt der Reiseleiter: Diakon Rudi Kößler, Telefon  06274/302 und 0151/ 52518487.