’s Kercheblättle

 ´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 8. März 2026

(Okuli)


Grußwort des Pfarrers

Ich bin nicht nur Krimiautor, sondern auch begeisterter Krimileser. Neben den fiktiven Fällen

beispielsweise eines Sherlock Holmes interessiere ich mich auch sehr für das, was man True Crime

nennt. Also Kriminalfälle, welche sich wirklich zugetragen haben.

Einer eher historischer Fall ist das Rätsel um Kaspar Hauser. Wer von dem Fall noch nichts gehört

hat, dem sei kurz erklärt: Im 19. Jahrhundert tauchte in Nürnberg ein offenbar orientierungsloser und verwirrter junger Mann auf. Er konnte recht schlecht laufen und kaum sprechen, und es stellte sich heraus, dass er von vielen alltäglichen Dingen überhaupt keine Ahnung hatte. Erst nachdem er eine ganze Weile lang bei guter Betreuung gelebt hatte, konnte er seine Geschichte erzählen. Und sie klang wirklich unglaublich.

Denn er berichtete folgendes: Er sei schon seit frühester Kindheit in einer kleinen Zelle festgehalten worden. Sie hatte ein Fenster, aber weit oben, sodass er nicht hinausschauen konnte.

Diese Zelle durfte er niemals verlassen. Er wurde von einem ominösen Mann mit Essen und Trinken

versorgt und gelegentlich – nach Ruhigstellung mit Opiaten – gewaschen.

Erst vor kurzem habe man ihm Briefe in die Hand gedrückt, die seine Herkunft erklären sollten (und die inhaltlich reine Erfindung waren) und ihm eingetrichtert, was er sagen sollte, und ihn dann in Nürnberg ausgesetzt. Diese unglaubliche Story machte sehr schnell die Runde.

Ganz Europa interessierte sich für diesen prominenten Fall. Allerdings wurde Kaspar Hauser

bereits in jungen Jahren ermordet, wobei es auch Selbstmord gewesen sein kann.

Seitdem spekuliert man darüber, ob seine Geschichte stimmen kann. Welchen Grund sollte

es haben, ein Kind so aufwachsen zu lassen? Manche mutmaßten, er sei ein Prinz gewesen, den

man dadurch loswerden wollte, um einem anderen Prinz die Thronfolge zu sichern.

Ich habe einfach mal gedanklich angenommen, die Geschichte würde stimmen, und mir überlegt:

Was kann dieses Kind von der Außenwelt mitbekommen haben?

Vermutlich die Sonne durch das Fenster, von draußen vielleicht auch Geräusche von Vögeln

usw., ohne sie aber einordnen zu können. Die große weite Welt, sie blieb ihm verborgen.

Und mir kam der Gedanke: In Bezug auf Gott sind wir Menschen wie Kaspar Hauser. Wir leben in

einer sehr begrenzten Welt, und bekommen von Gott nur sehr wenig mit.

Doch dann hat Gott gewissermaßen ein Buch in unsere Gefängniszelle geworfen. Die Bibel.

Wenn wir darin lesen, dann können wir alles erfahren über die Welt jenseits unseres kleinen

Horizonts. Wie es wirklich mit „Gott und der Welt“ steht.

Mehr als das, was uns die Schrift verrät, können wir über Gott nicht sagen, mehr als das, was er

uns offenbaren möchte – aber das genügt auch voll und ganz.

 

Der Wochenspruch

„Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Got-

tes.“ (Lukas 9,62)

Termine

Montag, 9. März:

10:00 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim Oberschefflenz

Mittwoch, 11. März:

17:15 Uhr Besprechung des Konfi-Teams im Christkönigheim

20:00 Uhr Sitzung des Kirchengemeinderats im Christkönigheim

Samstag, 14 März:

07:00 Uhr Frühschicht zum Thema „Achtung Baustelle – Veränderungen wagen“  im Christkönigheim mit anschl. Frühstück.

11:00 Uhr Taufe von Clara Elise Kuntschner in der Kirche Unterschefflenz

Sonntag, 15. März:

10:30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst in der katholischen Kirche Oberschefflenz (Johannes Wutsch, Pfr. Albert)

10:30 Uhr Ökumenischer Kindergottesdienst „Kirchenspatzen“ im Christkönigheim. Thema wird an diesem Sonntag sein: „So einen wollen wir nicht! Wie bringen wir ihn um? Judas verrät Jesus, Teil 2“

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Aktuelle Meldungen

* Am Samstag, 18. April 2026, findet ab 9 Uhr in der Roedderhalle Oberschefflenz das diesjährige „Ökumenische Frauenfrühstück Atempause“ statt. Die Referentin Elisabeth Sandel spricht zum Thema: „Warum die Stille heilsam ist“. Die Teilnahme ist kostenlos, über eine freiwillige Spende zur Deckung der Unkosten würden wir uns freuen. Anmeldungen bitte an das ev. Pfarramt, Telefon 267, oder: pfarramt@ev-kirche-schefflenz.de.

* Am Mittwoch, 19. März, findet um 19 Uhr das nächste Männervesper im ev. Gemeindehaus in Großeicholzheim statt. Referent ist Alexander Kirchhoff, Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Odenwald-Tauber. Thema des Abends: „Wie begegne ich demenziell veränderten Menschen?“ Es heißt in der Einladung: Eine Anmeldung ist erbeten, aber auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen. Wer sich anmelden möchte: Bei Herr Klaus Rinklin, Tel. 06293-1008, oder per Mail: klaus.rinklin@gmx.de.

* Zwei unserer Konfirmandinnen haben gestern das Team von Elztal beim badischen Konficup in Linkenheim verstärkt (der Kirchenexpress hatte darüber berichtet, dass den Elztälern Mädchen für das Team gefehlt haben und sie darum bei unseren Mädels angefragt haben). Eine wunderbare Zusammenarbeit im Kooperationsraum! Dieses solchermaßen verstärkte Team hat einen sehr guten dritten Platz belegt. Herzlichen Glückwunsch auch an dieser Stelle!

* Ein kleiner trauriger Jahrestag: Heute vor sechs Jahren (Okuli 2020) mussten erstmals bei uns Gottesdienste wegen Corona abgesagt werden – ein Gemeindegottesdienst und ein Jugendgottesdienst. Ein Anlass, sich wieder daran zu erinnern, dass es keineswegs selbstverständlich ist, was uns vorher so selbstverständlich erschienen ist: Dass wir Gottesdienste in unseren Kirche feiern und ein „präsentes“ Gemeindeleben haben können. Grund für Dankbarkeit und Bitte.

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Ältere, aber noch aktuelle Meldungen

* Am Donnerstag haben in Billigheim die versammelten Kirchenältesten unseres Kooperationsraums Elztal-Schefflenztal die Delegierten für das „Parlament“ unseres Kirchenbezirks, die Bezirkssynode, gewählt. Aus unserer Gemeinde wurde Beatrix Hunger gewählt, als ihre Stellvertreterin Karin Bierweiler

* Zwei unserer Prädikant/innen wurden mittlerweile durch die Landeskirche für weitere sechs Jahre in diesen Dienst berufen: Beatrix Hunger und Simon Schreiweis. Herzlichen Glückwunsch, und danke für die Bereitschaft, diesen so wertvollen Dienst weiterhin zu verrichten!

Das Motto der diesjährigen Fastenzeitaktion lautet: „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“. Nähere Informationen findet man im Internet unter folgender Adresse: https://7wochenohne.evangelisch.de.

Das Gremium des Kirchengemeinderats hat zwei weitere Aufgaben besetzt: Eva Reimold ist Ansprechpartnerin für den Besuchsdienst, Carolin Henn wird sich mit um die Finanzen unserer Kirchengemeinde kümmern. Allen, die solche Aufgaben übernehmen, ein herzliches Dankeschön!

Wir wollen auch 2026 die segensreiche neue Tradition der ökumenischen Gemeindegottesdienste an „normalen Sonntagen“ fortsetzen. Der erste wurde für den 15. März verabredet, in der katholischen Kirche in Oberschefflenz, weitere werden sicher folgen.

* Unsere katholischen Geschwister bieten wieder sogenannte „Frühschichten in der Passionszeit“ an. Die Frühschichtenreihe dieser Fastenzeit trägt den Titel: „Achtung Baustelle“. Folgende Treffen und Themen
sind geplant, jeweils an einem Samstag ab 7 Uhr im Christkönigheim, mit dem Angebot, hinterher gemeinsam zu frühstücken:
14. März „Veränderungen wagen“;
21. März „Ich und die Welt“;
28. März „Tod und Leben“.

* Am 14. Januar hat sich der neugewählte Kirchengemeinderat zu seiner ersten Sitzung getroffen, der sogenannten „konstituierenden Sitzung“. Dabei wurden Pfarrer Albert als Vorsitzender des Kirchengemeinderats und auch Karin Bierweiler in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt. Ferner hat das Gremium bereits einige Beauftragungen festgelegt, also Leute aus dem Gremium, die für bestimmte Bereiche zuständig und Ansprechpartnerinnen sind.
Zur Protokollantin wurde Rosi Zöller gewählt.
Zu Beauftragten für den Kindergarten wurden Sandra Kaufman und Karin Bierweiler gewählt.
Zur Beauftragten für die Arbeit mit Kindern (Kindergottesdienst usw.) Rosi Zöller.
Zu Beauftragten für die Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit Tabea Siebert und Eva Reimold.
Zur Beauftragten für Bauangelegenheiten Tabea Siebert; mit der Perspektive, dass dafür ein Bauausschuss
mit zuständig sein wird.
Zu Beauftragten für den Bereich Diakonie Sandra Kaufman und Karen Bierweiler.
Zur Beauftragten für Kirchenmusik Beatrix Hunger.
Noch nicht besetzt ist der Posten einer Beauftragten für den Besuchsdienst.

Nachdem keine Einsprüche gegen die Kirchenwahl erhoben wurden, ist die Wahl der Kirchengemeinderäte vom 1. Advent rechtskräftig. Damit konnten Karin Bierweiler, Carolin Henn, Beatrix Hunger, Sandra Kaufmann, Eva Reimold, Tabea Siebert und Rosi Zöller am 11. Januar 2026 in ihr Amt eingeführt werden.

Im aktuellen Jahr 2026 feiert unser Posaunenchor sein 100jähriges Jubiläum. Höhepunkt wird ein Festgottesdienst mit Ehrungen sein, der für den 26. April vorgesehen ist.

* Der „Diakonieladen – nah dran!“ in der Mosbacher Fußgängerzone (Hauptstraße 12) braucht Ihre Unterstützung! Haben Sie etwas übrig, das Sie weitergeben können? – Zudem freuen wir uns über weitere helfende Hände, die gerne mit anpacken und ehrenamtlich mithelfen wollen. Das Team des Diakonieladens freut sich über Ihre Unterstützung. – Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11 bis 17 Uhr und samstags 10 bis 14 Uhr. Kontaktdaten: Telefon 06261-9299500, oder auch E-Mail: kontakt@diakonie-nok.de

* 2028/29 soll ein neues Evangelisches Gesangbuch herauskommen. Es wird wieder aus einem Stammteil bestehen, der überall in Deutschland und Österreich gleich ist, und einem Regionalteil. Den Regionalteil im neuen Gesangbuch wird unsere badische Landeskirche gemeinsam mit der in Württemberg und in Österreich haben. Ab dem 1. Advent und das ganze Jahr 2025 hindurch werden online Vorschläge für diesen Regionalteil gesammelt – und alle können mitmachen! Man kann angeben, welche Lieder aus den bisherigen Regionalteilen und den Ergänzungsbänden (wie z.B. unserem „blauen Anhang“) in den neuen Regionalteil übernommen werden sollen – es können aber auch ganz neue Lieder vorgeschlagen werden. Die Abstimmung läuft ab sofort unter der Adresse www.gesangbuch-bwö.info.

In vielen Gemeinden ist es eine gute Tradition, dass die Schriftlesung im Gottesdienst nicht von Pfarrer bzw. Pfarrerin oder Prädikant bzw. Prädikantin übernommen wird, sondern von jemandem aus der Gemeinde. Das geschieht auch bei uns in Schefflenz manchmal, ist aber bislang keine feste Gewohnheit. Wir möchten nun alle, die sich so etwas vorstellen könnten, dazu einladen, sich an diesen Schriftlesungen zu beteiligen. Dafür muss man nur jeweils rechtzeitig eine Nachricht an das Pfarramt schicken, an welchem der kommenden Sonntage man es übernehmen könnte, und bekommt dann rechtzeitig den Text zugeschickt, um ihn einüben zu können. Wer dazu Rückfragen hat, melde sich bitte einfach bei Pfarrer Albert, Tel. 267.

Auf der Seite www.nichtsvergessen.de bieten einige Landeskirchen und ihre diakonischen Werke  unter anderem kostenlose OnlineSeminare an, dort kann man sich auch für die Teilnahme daran
anmelden. Dazu heißt es: Das Thema Vorsorge ist komplex und kann schnell überfordern. In unserer kostenlosen Seminarreihe erhalten Sie wichtige Informationen und hilfreiche Tipps, um alles Wichtige gut zu regeln. Im Anschluss an die Seminare besteht die Möglichkeit, Fragen einzubringen. Themen sind zum Beispiel: Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung Vertrauen übertragen, Kontrolle behalten; Patientenverfügung Wertschätzung & Ruhe für gesundheitliche Grenzsituationen; Gutes vererben die letzten Dinge richtig regeln…

* Wer sich generell über das informieren möchte, was im Kirchenbezirk so uft, kann dafür die Homepage nutzen, die so zu finden ist: www.kirchenbezirkmosbach.de.

* Jedes Wochenende entstehen in unserer badischen Landeskirche viele geistliche Videoangebote. Ab sofort finden Sie unter https://www.youtube.com/hashtag/ekibageistlich eine stetig wachsende Auswahl an geistlichen Videoangeboten. So können Sie ab sofort jede Woche eigenständig das für Sie  passende Angebot auswählen.

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