’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 22. November 2020

(Ewigkeitssonntag)

Grußwort des Pfarrers

Unsere derzeitige Situation ist manchmal traurig genug. Deshalb kann es sinnvoll sein, manche Dinge mit Humor zu nehmen und nicht alles von der ernsten Seite zu betrachten.
Ein Beispiel habe ich in den vergangenen Tagen gelesen: Worauf man in diesem Jahr beim Aufstellen  seiner Weihnachtskrippe und der Figuren achten sollte.
Maria, Josef und das Jesuskind werden zwar gerne als die „Heilige Familie“ bezeichnet. Aber wenn man in der Bibel genauer hinschaut, wird man herausfinden, dass Maria zu diesem Zeitpunkt nur verlobt mit Josef war – und damals lebten verlobte Mädchen bis zur Heirat im Elternhaus. Man kann also nicht von einer gemeinsamen Haushaltung sprechen, darum muss die Figur des Josef in anderthalb Meter Abstand zu Maria und Jesus aufgestellt werden (auf die Größenordnung der Krippe bitte entsprechend umrechnen).
Nun kommen die Besucher in den Stall. Auch dies muss zuvor geregelt werden. Auf dem Boden müssen Markierungen angebracht werden, damit die Leute mit genügend Abstand zueinander warten können. Laufpfeile zeigen an, wie sie ohne direkten Kontakt an der Krippe vorbei defilieren  können. Ordner stehen dabei und leiten alles in die richtige Bahn, und natürlich darf auch ein Gerät zur Handdesinfektion nicht fehlen.
Die Hirten leben die ganze Zeit auf dem Feld zusammen, deshalb darf man sie als eine gemeinsame Haushaltung betrachten. Sie müssen also keinen Abstand zueinander halten. Wohl aber sind mindestens zwei Meter Abstand zum Jesuskind und zu Maria und Josef nötig.
Unhaltbar wird es natürlich werden, wenn dann am 6. Januar auch die Weisen aus dem Morgenland  eintreffen. Um das Ansammlungsverbot zu beachten, müssen am Tag zuvor die Figuren der Hirten  entfernt werden. Bitte nicht vergessen, ihre Namen und ihre Anschriften zu notieren.
Die Weisen aus dem Morgenland leben natürlich nicht in einer Haushaltung zusammen, weshalb auch hier wieder der Mindestabstand zueinander eingehalten werden muss. Da sie aus dem Ausland kommen, ist eine negative Corona-Testbescheinigung (nicht älter als 48 Stunden) vorzulegen. Ihre Reittiere sollten ebenso draußen bleiben wie Ochse und Esel, weil heutzutage unklar ist, ob nicht auch Tiere das Virus übertragen können.
Und natürlich darf man nicht vergessen, allen erwachsenen Figuren einen Mund-Nase-Schutz umzubinden, FFP 2-Maske wird empfohlen.
Was ist mit den Engeln, die das Lob Gottes singen? Chorproben sind derzeit verboten, kleine Ensembles dürfen aber auftreten. Sie brauchen nach den geltenden Vorschriften keine Maske zu tragen, müssen aber zwei Meter Abstand zueinander einhalten und mindestens vier Meter Abstand zu allen Zuhörenden.
Und es wäre gut möglich, dass sich Maria und Josef in der aktuellen Situation weniger über Gold, Weihrauch und Myrrhe freuen würden, als wenn die Weisen aus dem Morgenland Toilettenpapier, Nudeln und Hefe als Geschenke bringen würden.

 

 

Der Wochenspruch

„Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen.“
(Lukas 12,35)
 

Termine

Mittwoch, 25. November:

17:15 Uhr Konfirmandenunterricht

19:00 Uhr Jugendkreis „E.I.S.-Kreis“

Sonntag, 29. November:

09:45 Uhr Gottesdienst zum 1. Advent in Mittelschefflenz (Pfarrer Albert)

10:30 Uhr Gottesdienst zum 1. Advent in Oberschefflenz (Pfarrer Albert)

10:30 Uhr Kindergottesdienst „Kirchenmäuse“ im Gemeindehaus. Thema wird an diesem Sonntag sein: „Das 9. + 10. Gebot: Mit Neid schaden wir uns selbst“

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Aktuelle Meldungen

Unsere Kirchengemeinde trauert um Frau Friedegard Neuhold, die am Freitag verstorben ist. Sie  hat über viele Jahre in unterschiedlichen Funktionen unserer Kirchengemeinde gedient. 23 Jahre lang leitete sie als Sekretärin das Pfarrbüro. Seit Zeiten von Pfarrer Monninger war sie für die Finanzen des Krankenpflegevereins und späteren Ökumenischen Sozialförderverein zuständig. Sie war die Kontaktperson in Mittelschefflenz für den Beerdigungschor und sang auch im Kirchenchor  Unterschefflenz mit. Beim Weltgebetstag der Frauen war sie ebenso engagiert wie beim Ökumenischen Frauenfrühstück, im Kirchendienerteam Mittelschefflenz und bei den Bastelaktionen  für biblische Erzählfiguren („Eglifiguren“). Dies nur als unvollständige Aufzählung. Wir sind Gott sehr dankbar für die vielfältigen Dienste von Friedegard Neuhold und werden sie diese Woche unter Gottes Wort zu Grabe tragen; der genaue Termin steht noch nicht fest.

* Bei der Bezirkssynode des Kirchenbezirks Mosbach am vergangenen Wochenende wurden etliche  Posten neu besetzt. Prädikant Norbert Bienek, auch bei uns gut bekannt, wird als Nachfolger von Herrn Otto künftig die Sitzungen der Bezirkssynode leiten. Pfarrer Ingolf Stromberger aus Großeicholzheim und Freifrau von Gemmingen aus Neckarzimmern werden unseren Bezirk im Parlament der Landeskirche, der Landessynode vertreten. Stellvertreter von Dekan Krall wird künftig Pfarrer Michael Roth-Landzettel aus Fahrenbach sein. Und auch die „Regierung des Kirchenbezirks“,  der Bezirkskirchenrat, wurde neu besetzt. Ihm wird weiterhin unsere Kirchengemeinderätin Beatrix Hunger angehören. Als Bezirksdiakoniepfarrer wurde Oliver Schüle (Sulzbach) im Amt bestätigt. Wir wünschen allen Gewählten Gottes reichen Segen und Weisheit für die Ausübung ihrer Dienste!

Besucherinnen und Besucher des Pfarramts sein darauf hingewiesen, dass wir wegen der Enge des Pfarrbüros kaum Abstand halten können und darum leider alle Leute, die während der jetzigen Pandemiestufe 3 ins Büro kommen möchten, um das Tragen einer Maske bitten müssen.

Momentan ist nicht absehbar, wann es wieder erlaubt werden wird, dass die Gemeinde im Gottesdienst singt. Der Auftritt von Solisten oder kleinen Ensembles ist aber zulässig. Darum haben wir uns gefreut, dass Dorothee Hansberg angeboten hat, in der Adventszeit Gottesdienste mit Gesang zu begleiten. Solche kreativen Ideen können uns helfen, diese schwierige Zeit besser zu gestalten.

* Vermutlich dürften es sich viele bereits gedacht haben, dennoch soll es der Vollständigkeit halber auch offiziell verkündet werden: Dem Virus fällt in diesem Jahr auch unser traditioneller Adventsbasar mit Verkauf der Gestecke zum Opfer, der eigentlich jetzt am Samstag (Vortag des 1.
Advents) auf dem Programm gestanden hätte.

Als kleinen Ersatz für den sonst üblichen Nachmittag für Trauernde im Gemeindehaus „Aus dem Dunkel ins Licht“ hat das Seelsorgeteam nicht nur „Trosttüten“ für die Trauerfamilien vorbereitet, sondern wir haben auch einen „Podcast für Trauernde“ gestaltet mit Liedern, biblischen Texten und Gedankenimpulsen. Er ist ab heute auf der Homepage der Kirchengemeinde
www.ev-kirche-schefflenz.de zu finden.

Der Haushaltsplan unserer Kirchengemeinde für den Haushaltszeitraum 2020 und 2021 und die Feststellung des Jahresabschlusses 2018 liegen noch bis Freitag, 27. November zu den üblichen Öffnungszeiten im Pfarrbüro zur Einsicht aus (Mittwoch und Freitag von 8.30 bis 11.30 Uhr).

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Ältere, aber noch aktuelle Meldungen

* Nach Absprache mit der Landesregierung und dem Landesgesundheitsamt hat uns die Kirchenleitung mitgeteilt, was der derzeitige teilweise Lockdown für unsere Gemeindearbeit bedeutet. Gottesdienste aller Art, also auch beispielsweise die Silberne Konfirmation und unsere Kindergottesdienste, können ungehindert weitergehen. Auch bei Beerdigungen wird es keine zusätzlichen Einschränkungen geben. Der Konfirmandenunterricht kann weiterhin stattfinden. Die Kirchenmusik ist beschränkt auf musikalische Begleitung der Gottesdienste und Auftritte einzelner Sängerinnen oder kleiner Bläsergruppen im Gottesdienst, für die am Vortag auch geprobt werden darf; ansonsten sind Chorproben untersagt. Alle weiteren Aktivitäten wie Bibelgesprächskreise, Hauskreise der Kirchengemeinde oder sonstige Veranstaltungen sollen höchstens online stattfinden.  Dies wird auch bei Gremiensitzungen mit dem Kirchengemeinderat dringend empfohlen. Dagegen ist  die seelsorgerliche Arbeit inklusive Dingen wie Krankenabendmahl nicht eingeschränkt. Auch die Kirchenleitung hofft, dass Anfang Dezember die Zügel wieder gelockert werden können.

* Die diesjährige Sammlung von Geschenken und Spenden für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ hat begonnen. Flyer liegen in den Kirchen aus. Nähere Informationen auch im Internet  unter der Adresse https://www.die-samariter.org oder bei der Sammelstelle hier in Schefflenz: Esther Kunzmann, Heimental-Siedlung 6, Tel. 349.

* Unser Jugendkreis „E.I.S.-Kreis“ trifft sich derzeit rein online als Konferenz über die Plattform Zoom, zum Zweck der Verringerung persönlicher Kontakte. Die Zeit ist wie auch sonst mittwochs von 19-21 Uhr. Wer daran teilnehmen will, frage beim Pfarramt wegen der Zugangsdaten nach.

Der Kirchengemeinderat hat sich auch damit beschäftigt, wie es jetzt im Pandemiewinter mit dem Heizen und Lüften in den Kirchen steht. Problematisch sind die Kirchen in Mittelschefflenz und Oberschefflenz – sie arbeiten mit Luftgebläse, und das würde Aerosol mit eventuellen Corona-Viren kräftig im ganzen Raum verteilen. Darum haben wir uns auf folgendes Konzept geeinigt: Nach jedem Gottesdienst wird kräftig durchgelüftet, die Heizungen laufen in der Kirche, werden aber vor Gottesdienstbeginn rechtzeitig ausgeschaltet, so dass es im Gottesdienst nicht zu kalt ist, ohne dass  Luft herumgewirbelt wird.

Vor kurzem wurden die Gemeindeglieder auch hier über das Kercheblättle darum gebeten, Vorschläge zu machen, wie wir in diesem Jahr Heiligabend gestalten können, falls die Pandemie nicht vorher deutlich abflauen wird. Nun gibt es folgenden vorläufigen Plan, der freilich noch einmal verändert werden kann: Da es sehr unsicher ist, ob wir öffentliche Plätze oder eine unserer Hallen dafür nutzen können, soll es in jedem unserer drei Kirchen jeweils zwei Gottesdienste an Heiligabend geben (mit einem entsprechenden zeitlichen Abstand dazwischen für die Durchlüftung), zu dem man sich zwecks Planung vorher anmeldet. Details werden noch rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Wegen der angekündigten Ausrufung der Pandemiestufe 3 in Baden-Württemberg werden auch die  Regeln für unsre Gottesdienste verschärft. Die Vorgaben der Landeskirche sehen vor, dass wir während dieser Stufe 3 auf den Gemeindegesang im Gottesdienst verzichten, alle Gottesdienstbesucher eine Maske tragen und wir von allen Gottesdienstbesuchern die Kontaktdaten erheben. Dies gilt auch für Trauergottesdienste und für Gottesdienste im Freien.

* Noch wissen wir nicht genau, wie wir an Heiligabend Gottesdienste feiern werden und wie viele Menschen in den Kirchen Platz finden. Viele werden zudem aus gesundheitlichen Gründen den Gang in die Kirche scheuen. Deshalb haben evangelische und katholische Kirche gemeinsam eine kleine Broschüre entwickelt für eine „Heiligabendfeier zu Hause“. Vertraute Elemente wie die Weihnachtsgeschichte und die Lieder „O du fröhliche“ und „Stille Nacht“ haben darin ebenso ihren Platz wie eine kleine Handlung mit Teelichtern und Gedanken an die Menschen, die momentan nicht da sein können. Eine kleine Einführung hilft bei der Einbettung in den Heiligen Abend. Diese kleine Broschüre kann man im Dezember in unseren Kirchen für sich und andere Leute mitnehmen oder im  Pfarramt abholen, sie wird auch einem der „Sonntagspäckchen“ in der Adventszeit beiliegen. Man kann sie aber ab Mitte Dezember auch von unserer Gemeinde-Homepage www.ev-kirche- schefflenz.de als PDF-Datei herunterladen.

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