’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 22. September 2019

(14. Sonntag nach Trinitatis)

Grußwort des Pfarrers

Im heutigen Predigttext geht es darum, wie Jakob Gott selbst begegnete und den Ort der Begegnung „Bethel“ nannte, hebräisch für „Haus Gottes“.
Der Name wurde für eine Siedlung in einem Tal des Teutoburger Waldes übernommen, wo maßgeblich durch Friedrich von Bodelschwingh die größte Einrichtung für behinderte und epilepsiekranke Menschen in Deutschland errichtet wurde. 1971 wurde Bethel ein Stadtteil von Bielefeld.
In Bethel gründete „Vater Bodelschwingh“ auch eine Kirchliche Hochschule. Dort habe ich die ersten fünf Semester meines Theologiestudiums absolviert und u.a. Griechisch und Hebräisch gelernt, um die Bibel im Original lesen zu können.
Meine knapp bemessene Freizeit nutzte ich unter anderem dafür, Heimspiele von Arminia Bielefeld im dortigen Fußballstadion zu besuchen, das den merkwürdigen Namen „Bielefelder Alm“ trägt.
Ich denke gerne an die Zeit dort zurück. Umso verblüffter war ich, als sich ab 1994 insbesondere  im Internet die (selten ernst gemeinte) Nachricht verbreitete, Bielefeld würde es gar nicht geben.
Diese Idee war auf einer feuchtfröhlichen Studentenparty entstanden, weil einer der Studenten auf
der Autobahn an Bielefeld vorbeigekommen war und die Ausfahrt Bielefeld wegen Bauarbeiten gesperrt war. Daraus entstand die „Bielefeld-Verschwörung“: An dem Ort würden in Wirklichkeit geheime Versuchslabors von Außerirdischen oder der CIA stehen, und um das zu vertuschen, habe man eine Stadt namens „Bielefeld“ erfunden.
Zu diesem Zweck habe man z.B. vielen Autos aus anderen Orten das Kennzeichen „BI“ gegeben, um vorzutäuschen, die Autos kämen aus „Bielefeld“.
Und wer behaupte, in „Bielefeld“ zu wohnen oder gewohnt zu haben, sei durch Gehirnwäsche und Drogen zu dieser Überzeugung gebracht worden.  Jetzt wisst ihr wenigstens, warum euer Pfarrer manchmal so komisch drauf ist…
Die Bielefelder nervt es, oft zu hören zu bekommen: „Du kommst aus Bielefeld? Das gibt es doch gar nicht!“ Daher hat die Stadt demjenigen eine Million Euro versprochen, der beweisen könne, dass es Bielefeld nicht gibt. Die Frist dafür ist jetzt abgelaufen, und es wurde verkündet: „Niemand konnte es beweisen, also gibt es uns wirklich!“
Dasselbe Resultat würde es geben, wenn man demjenigen eine Million versprechen würde, der beweisen könnte, dass es Gott nicht gibt.
Denn obwohl das manche Leute immer wieder behaupten, steht doch fest: Die Wissenschaft kann  mit ihren Methoden die Existenz Gottes weder beweisen noch widerlegen.
Einfaches Beispiel: Die Mehrheit der Wissenschaftler geht davon aus, dass das Leben im Lauf einer langen „Evolution“ entstanden sei. Doch ob diese zufällig ablief oder die ordnende Hand eines Gottes dahintersteht, darüber kann sie nichts sagen. Das wäre dann eine reine Glaubensaussage.
Ein solcher ausgesetzter Preis würde also ebenso wenig dazu führen, dass Atheisten von ihrer Behauptung abrücken, wie jetzt wohl auch die „Bielefeld-Verschwörung“ nicht verstummen wird.

Der Wochenspruch

„Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“
(Psalm 103,2)

 

Termine

Sonntag, 22. September:

09:30 Uhr Gottesdienst in Kleineicholzheim (Pfarrer Albert)

10:30 Uhr Gottesdienst in Mittelschefflenz (Pfarrer Albert)

10:30 Uhr Wiederbeginn des Kindergottesdienstes „Kirchenmäuse“ im Rathaussaal
Unterschefflenz mit dem Einstieg in das neue Thema „Jona“

19:30 Uhr Bibelgesprächskreis im Saal der AB-Gemeinschaft in Unterschefflenz mit
Wolfgang Hoppstädter

Montag, 23. September:

10:00 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim „Luise von Baden“

Dienstag, 24. September:

19:30 Uhr Bibelgesprächskreis im Saal der AB-Gemeinschaft in Unterschefflenz mit
Wolfgang Hoppstädte

Mittwoch, 25. September:

17:15 Uhr Besprechung des Konfi-Mitarbeiterteams im Gemeindehaus

19:00 Uhr Jugendkreis „EIS-Kreis“

19:00 Uhr Treffen der „Blockflötengruppe“ im Gemeindehaus (siehe Aktuelle Meldungen)

20:00 Uhr Konfirmanden-Elternabend im Gemeindehaus

Donnerstag, 26. September:

09:45 Uhr Krabbelgruppe „Krabbelkäfer“ im Gemeindehaus

Samstag, 28. September:

15:00 Uhr Probe für das Weihnachtsmusical im Gemeindehaus

Sonntag, 29. September:

09:15 Uhr Gottesdienst in Oberschefflenz (Pfarrer Albert)

10:30 Uhr Silberne Jubiläumskonfirmation in Unterschefflenz (Pfarrer Albert) mit Hl. Abendmahl

10:30 Uhr Kindergottesdienst „Kirchenmäuse“ im Rathaussaal Unterschefflenz, Thema an diesem Sonntag: „Gottes Auftrag an Jona: geh nach Ninive und predige dort!“

 

Aktuelle Meldungen

„Heiliges Bimbam“: Bei der Glocke 2 in Unterschefflenz wurde am Freitag ein neuer Klöppel eingebaut, sie ist daher wieder in Betrieb. Allerdings wurde bei diesen Arbeiten ein weiteres Problem festgestellt, dieses Mal an Glocke 1; die Glocke darf aber weiterläuten und muss nicht bis zur Reparatur schweigen.

Die Konfiteamer haben bei ihrer Teambesprechung am Mittwoch festgelegt, was das Thema für den Gesprächsgottesdienst der Konfirmanden im kommenden Mai sein wird: „Traue ich mich, vor anderen zu Jesus zu stehen? – Die Frage nach dem Bekenntnis.“ Die Vorbereitung darauf wird voraussichtlich bei der Konfirmandenfreizeit im Dezember beginnen.

* Bei der Gemeindeversammlung am Mittwoch wurde der derzeitige Planungsstand wegen der künftigen Räume neben der Kirche Mittelschefflenz dargelegt und diskutiert, zum Beispiel, welche Räume in welcher Größe für diesen Neubau benötigt werden bzw. machbar sind. In einer groben ersten Schätzung müssen wir gemäß der Faustformel des Oberkirchenrats (so und so viel Euro pro Quadratmeter Gemeindehausbau) mit Kosten von rund 1,6 Millionen Euro rechnen, von denen die Kirchengemeinde rund 500.000 Euro selbst aufbringen muss, die übrige Summe schießt die Landeskirche aus dem zentralen Budget zu. 500.000 Euro sind allerdings ein Wort; wir werden also neben dem Verkauf des Gemeindehauses auch auf viele großzügige Spenden angewiesen sein, um dieses Projekt finanzieren zu können.

* Am Samstag, 28.9., werden die Proben für das diesjährige „Weihnachtsmusical der Kinder“ beginnen. Interessierte Kinder, die bei der gestrigen Vorbesprechung nicht dabei waren, können gerne noch einsteigen!

 * Am 28. September endet die Frist, in der Gemeindeglieder Wahlvorschläge für die Wahl zum Kirchengemeinderat am 1. Dezember einreichen können. Formulare für Wahlvorschläge gibt es beim Pfarramt; sie müssen vom vorgeschlagenen Kandidaten gegenzeichnet sein, dass er/sie die Wahl annehmen wird, wenn er/sie gewählt wird, und von 10 stimmberechtigten Gemeindegliedern unterschrieben werden. Die Formulare werden dann bitte beim Pfarramt oder dem Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses Simon Schreiweis eingereicht.

 * Auch in diesem Jahr gibt es wieder die bereits zur Tradition gewordene Erntedankaktion zugunsten der „Tafel“ in Mosbach, wo sich einkommensschwache Mitbürger und Mitbürgerinnen eindecken können. Gerne nehmen wir wieder haltbare und frische Lebensmittel entgegen und
schmücken am Erntedankfest hiermit den Kirchenraum. Ebenso sind Pflege- und Hygieneartikel willkommen. Die haltbaren Spenden werden hinterher an die „Tafel“ weitergegeben. Die Spenden können am Samstag, 5. Oktober, in allen unseren Kirchen von 14:00 – 14:30 Uhr (Kleineicholzheim: im Gottesdienstraum) abgegeben werden.
 

 

Ältere, aber noch aktuelle Meldungen

* Die nächste „Königstöchter – Brezelandacht nur für Frauen“ findet am Mittwoch, 9. Oktober, 9.30 Uhr im Gemeindehaus statt. Der Termin steht nicht im bald erscheinenden Gemeindebrief, daher bitte notieren.

 * Einsame Tenorblockflöte sucht andere Blockflöten, egal welche Stimmlage (Sopran, Alt, Tenor, Bass) zum gemeinsamen Musizieren. Mit dem Ziel: Beim Gottesdienst am 24. Dezember um 22 Uhr in der evangelischen Kirche in Unterschefflenz zu spielen. Melde dich unter dem Kennwort: „einsame Blockflöte“ bei Karin Kennel Telefon 06293/1642. Erstes Treffen am Mittwoch, dem 25. September um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Oberschefflenz, Lücke 3. Frau Kennel freut sich auf viele Mitspieler/innen.

Am 22.7. war, wie im Kercheblättle angekündigt, eine Abordnung der Denkmalschutzbehörde bei uns zu Besuch, um sich vor Ort darüber zu informieren, was wir uns wegen eines möglichen Anbaus von Gemeinderäumen an die Kirche Mittelschefflenz überlegt haben. Es war ein gutes, konstruktives Gespräch. Die Behörde hat keine grundsätzlichen Einwände gegen unsere Pläne, hat aber auf einiges hingewiesen, was es dabei zu bedenken gilt. Zum Beispiel müssen wir ergründen lassen, ob im Untergrund archäologisch wichtige Dinge verborgen liegen. Nun werden wir uns in enger Absprache mit Kirchenbauamt und Behörden an die nächsten Schritte machen; unter anderem steht ein so genannter  „Architektenwettbewerb“ an, bei dem verschiedene Architekten aufgefordert werden, uns einen Entwurf vorzulegen, wie sie das Projekt umsetzen würden.

* Mit dem 9. Juni hat die Zeit begonnen, in der die Schefflenzer Gemeindeglieder gebeten werden, Wahlvorschläge für die Wahlen zum Ältestenkreis (Kirchengemeinderat) zu machen. Die Wahl findet als allgemeine Briefwahl am 1. Dezember statt, nähere Informationen dazu finden sich in den aktuellen Gemeindebriefen. Zu wählen sind in Schefflenz 12 Kirchenälteste für eine Amtsdauer von sechs Jahren.
Vordrucke für die Wahlvorschläge sind beim Pfarramt erhältlich. Die Wahlvorschläge sind bis spätestens 28. September 2019 über das Pfarramt beim Gemeindewahlausschuss einzureichen. Ein Wahlvorschlag muss von mindestens zehn wahlberechtigten Gemeindegliedern unterzeichnet sein und die bzw. der Vorgeschlagene muss die Einwilligung zur Kandidatur abgegeben haben. Die bzw. der Kandidierende muss für den Fall der Wahl schriftlich erklären, dass er die Verpflichtung auf das Ältestenamt unterzeichnen wird. Als Kandidierende(r) kann vorgeschlagen werden, wer

a) wahlberechtigt ist,
b) spätestens am Tag der Wahl das 16. Lebensjahr vollendet hat,
c) bereit ist, sich regelmäßig am gottesdienstlichen Leben der Gemeinde zu beteiligen, verantwortlich in der Gemeinde mitzuarbeiten und die kirchlichen Ordnungen anzuerkennen, und
d) nicht in einem Dienst- oder Arbeitsverhältnis von mehr als 5 Stunden zu unserer Kirchengemeinde steht.

Wer weitere Informationen benötigt, wende sich an das Pfarramt oder an den Vorsitzenden des Gemeindewahlausschusses Simon Schreiweis.

Dieses Jahr gibt es in unserer Kirchengemeinde wieder ein Jubiläum: Der Kirchenchor Unterschefflenz wird 90 Jahre alt. Große Feierlichkeiten sind nicht geplant, aber am Erntedankfest wird sich der Kirchenchor an der Gestaltung des Gottesdienstes in Unner beteiligen, und der Gottesdienst soll dazu genutzt werden, auch auf diesen Anlass einzugehen – denn dass wir in unserer Kirchengemeinde so viel Musik haben (zwei Kirchenchöre, ein Gospelchor, ein  Posaunenchor, ein Beerdigungschor, die Band KFB, vier Organisten bzw. Organistinnen, das alljährliche Weihnachtsmusical der Kinder, um nur Beispiele zu nennen), ist auch ein Grund dafür, Gott von Herzen zu danken.

* Schon seit etlichen Jahren betreut uns das Verwaltungs- und Serviceamt Mosbach sehr gut in allen Dingen rund um Finanzen und Arbeitsrecht. Nun wurde beschlossen, dass die Dienststellen Mosbach und Tauberbischofsheim 2020 geschlossen und eine neue gemeinsame Dienststelle in Buchen eingerichtet werden soll.

* Der Kirchengemeinderat hat einen „Gemeindewahlausschuss“ berufen, der die Wahl zum Ältestenkreis organisieren, ihren Ablauf überwachen und am Ende die Stimmen auszählen wird. Er besteht aus folgenden Mitgliedern: Andreas Fellmann (Kleineicholzheim), Simon Schreiweis und Dagmar Muthny (Oberschefflenz), Damaris Haaß und Claudia Egolf (Mittelschefflenz), Gerhard Frey und Isolde Ernst (Unterschefflenz), ferner wurde Pfr. Albert in das Gremium berufen.

* Am Mittwoch (8.5.) hat uns die für unser Gebiet zuständige Fachfrau im Kirchenbauamt, Frau Malsam, besucht. Sie wollte sich vor Ort ein Bild vom Vorhaben machen, das der Kirchengemeinderat (auf Wunsch der Gemeindeversammlung und der Mitarbeiterschaft hin) in den Masterplan für die kirchlichen Gebäude hineinschreiben ließ: Den Bau neuer Gemeinderäumlichkeiten neben der Kirche Mittelschefflenz unter gleichzeitiger Einbeziehung des Kirchenraums, als Ersatz für das Gemeindehaus, dessen Sanierung uns viel zu teuer kommen würde und das wir deshalb mittelfristig verkaufen wollen. Frau Malsam hat den anvisierten Bauplatz und die Kirche Mittelschefflenz gründlich besichtigt und mit Kirchengemeinderäten und Pfarrer über mögliche Bauvarianten, die Finanzierung und das weitere Vorgehen gesprochen. Als nächsten Schritt wird sie sich an das Denkmalamt wenden, da diese Behörde den Plänen zustimmen muss, weil die Kirche Mittelschefflenz unter Denkmalschutz steht.

In unserem Kirchenbezirk wird es personelle Veränderungen geben. Der Pfarrer von Neckarburken, Martin Sommer, verlässt uns im Sommer und wird den Dienst in einer Auslandsgemeinde antreten – und zwar in Hongkong. Birgit Lallathin, die Pfarrerin der Johannes Diakonie in Mosbach, wird im Sommer in den Ruhestand treten; ihr Ehemann, Pfr. Richard Lallathin, wird die Stelle weiterführen, unterstützt von einer neuen Kollegin mit halbem Deputat. Zeitgleich wird auch Pfarrer Michael Göbelbecker pensioniert, der in den vergangenen Jahren als „Springer“ bei vakanten Gemeinden ausgeholfen hat.

Eine große Änderung kommt ab 2021 auf die Kirchengemeinden zu: Obwohl sie rein gemeinnützig arbeiten, werden sie ab dem Zeitpunkt steuerlich wie ein Unternehmen behandelt und müssen Umsatzsteuer zahlen. Dies betrifft aber nicht alle Arten von Einnahmen. Wir werden also gut planen und manches neu organisieren müssen.

Ein paar Statistiksplitter: Derzeit hat Unterschefflenz 524 evangelische Gemeindeglieder, Mittelschefflenz 485, Oberschefflenz 521 und Kleineicholzheim 84, zusammen 1614  Gemeindeglieder. Im zurückliegenden Jahr hatten wir 14 Taufen, 24 kirchliche Bestattungen, drei Trauungen, und 15 junge Leute wurden konfirmiert. 248 Personen sind als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter registriert.

Noch ein Statistiksplitter: Für die Sammlung „Brot für die Welt“ wurden im vergangenen Jahr in Schefflenz 2545 Euro gespendet. Auch im Namen aller Menschen, denen damit geholfen werden kann, ein Dankeschön an die Spenderinnen und Spender!

* Unsere Konfirmanden werden normalerwiese in dem Schefflenzer Teilort konfirmiert, in dem sie wohnen. Das ist die Regel, aber Ausnahmen sind jederzeit möglich. Beispielsweise, wenn am Tag der Konfirmation in diesem Teilort vielleicht eine Cousin oder Cousine des Konfirmanden anderswo Konfirmation hat und sich darum die Verwandtschaft inklusive Großeltern aufteilen müsste. Auch bei unserer jetzigen Gruppe werden Konfirmandenfamilien diese Möglichkeit nutzen.

Pater Bernard hat bei uns angefragt, ob künftig auch Katholiken die Trauergottesdienste vor einer Urnenbeisetzung in Unterschefflenz in unserer evangelischen Kirche feiern können. Dem hat der Kirchengemeinderat zugestimmt. Allerdings bleibt es auf Urnenbeisetzungen beschränkt; Särge können wir nicht in die Kirche bringen wegen unseres sehr empfindlichen Fußbodens.