’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 10. Juni 2018

(2. Sonntag nach Trinitatis)

Grußwort des Pfarrers

Mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump ist es so eine Sache. Mal hat er Ideen, die sich richtig gut anhören, wie der geplante Gipfel mit dem Staatschef von Nordkorea, um die Span­nungen auf der koreanischen Halbinsel abzubauen – und dann kommen wieder solche Klopfer, vor­zugs­weise über Twitter, dass man sich verzweifelt fragen kann: „Wann nehmen die dem Mann end­lich sein Handy weg???“

Am Montag war es wieder soweit. Es ging um die Arbeit des Sonderermittlers Müller, der insbeson­dere herausfinden soll, ob Leute aus Trumps Team krumme Dinger in ihren Kontakten zu Russland ge­dreht haben. Mittlerwei­le ist der Präsident selbst auch ins Visier der Er­mittlungen geraten. Und da verkündigte er über Twitter, dass er als Prä­sident das Begnadigungs­recht habe (wie es auch unser deutscher Bundes­präsident hat) – und darum auch befugt sei, sich selbst zu begnadigen, falls es notwendig sein soll­te. Sprich: Sollte er wegen dieser Aktivitäten vor Gericht kommen, ha­be er die Befugnis, jegliche Strafe für sich selbst außer Kraft zu setzen.

Nun sind schmutzige Begnadigungsdeals nichts Neu­es. Russlands früherer Präsident Boris Jelzin bau­te Putin als seinen Nachfolger auf – und im Gegenzug gewährte Putin seinem Vorgänger Jelzin Immu­nität vor Strafverfol­gung, als eine seiner ersten Amts­handlungen. Als wenig später Ex-Kanzler Helmut Kohl in den Sog der Spendenaffäre geriet, rief in einer Karikatur ein grinsender Jelzin bei Kohl an und sagte: „Chelmut, du chast ver­ges­sen, dir ge­ben zu lassen Immunität?“

Aber auch da gilt natürlich die alte Regel: Wenn wir mit dem Finger auf jemanden zeigen, dann wei­sen vier Finger der eigenen Hand auf uns selbst zurück.

Wir haben zwar nicht die Möglichkeit, uns selbst juristisch zu begnadigen. Die Karte „Du kommst aus dem Gefängnis frei“, die man nach Belieben einsetzen kann, gibt es halt nur in Mono­poly.

Doch ich habe den Eindruck: Grundsätzlich ver­halten wir uns oft ähnlich. Dass wir vor anderen und vor uns selbst unser Fehlverhalten herunter­spielen, entschuldigen, „uns selbst freisprechen“. Die klei­ne Notlüge, die kleine Trickserei, ach, so schlimm ist das doch scheinbar nicht.

Frank Sinatra sang mal das Lied „My way“, „Mein Weg.“ Sinatra blickt darin auf sein Leben zurück. Und er betont: ich bin meinen Weg gegangen, wie ich ihn gehen musste, und habe die nötigen Ent­schei­­dungen getroffen. Eben auf meine Weise.

Aber hat er wirklich alles richtig gemacht? Nun, er räumt ein: „Regrets, I’ve had a few, but then again, too few to mention.” Dinge, die ich bereue? Ein paar wenige hat es gegeben. Aber auf der ande­ren Seite waren sie zu unbedeutend, um sie hier zu erwähnen.

Dieses Lied wurde einer der größten Hits von Sinatra. Denn er hat damit einen Lebensnerv von vielen Menschen getroffen: Was in meinem Leben richtig oder falsch war, entscheide ich selbst. Ich begnadige mich selbst.

Vor Menschen kommt man damit vielleicht durch – nicht aber vor unserem Gott. Das letzte Urteil über unser Leben liegt bei ihm. Und da helfen keine Ausflüchte oder Selbstrechtfertigungen.

 

 

Der Wochenspruch

„Christus spricht: Kommt her zu mir, alle, die ihr müh­selig und beladen seid; ich will euch er­quicken.“ (Matthäus 11,28)

 

 

Termine

Montag, 11. Juni:
10 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim Oberschefflenz

Dienstag, 12. Juni:
16.45 Uhr Kinderstunde im Saal der AB-Gemeinschaft in Unterschefflenz
19.30 Uhr Bibelstunde im Saal der AB-Gemeinschaft mit Manfred Ernst

Mittwoch, 13. Juni:
9.30 Uhr Brezelandacht „Königstöchter“ für Frauen im Gemeindehaus
19 Uhr „EIS-Kreis“ im Gemeindehaus

Sonntag, 17. Juni:
9.30 Uhr Gottesdienst in Kleineicholzheim  (Pfarrer Albert) zum Thema „Un-ruhestand (Übergang ins Rentenalter)“ (s. links)
10.30 Uhr „Offener Gottesdienst“ in Unterschefflenz  (Moderation Sylvia Kepler-Albert,  Predigt Pfarrer Albert, Musik Band KFB) zum Thema „Un-ruhestand (Übergang ins Rentenalter)“ (s. links)

Aktuelle Meldungen

  • Bei der „Kirchenrally“ im Rahmen des Ge­mein­defests gingen die Gewinne (drei Puzzles mit dem Bild der Kirche Unter­scheff­lenz) an Björn Steck, Jannis Deckel­nick sowie das „Quizrateteam Reza, Amin und Gaby“. Herzlichen Glückwunsch!

  • Wir bedanken uns auch herzlich für die finan­zielle Unterstützung beim Ge­mein­de­fest am vergangenen Sonntag: Bei Op­fer, Kollekte und den Spendensäulen für das Essen kam mehr als genug Geld herein, um alle Kosten decken zu können.

  • Die ursprünglich für den 8. Juli vorgesehe­ne Vorstellung unserer neuen Konfirman­den mit Einführung des neuen Konfiteams wurde um eine Woche vorverlegt und wird nun im Familiengottesdienst am 1. Juli um 10.30 Uhr in Unterschefflenz stattfinden. Bei diesem Familiengottesdienst, den auch der „Gute Hirte“ mitgestalten wird, unser evangelischer Kindergarten für Schefflenz, wird es inhaltlich am Beispiel des Abraham (1. Mose 12,1-4) um das Thema gehen: Gott vertrauen und neue Wege mit ihm gehen!

  • Als Abschluss unserer Gottesdienstreihe „Wen­­depunkte des Lebens“ geht es am kom­menden Sonntag um das Thema: „Un-ruhestand (Übergang ins Rentenalter)“. Es ist einer der größten Einschnitte im Leben: Wenn man nach Jahrzehnten der Erwerbs­tätigkeit aus dem Berufsleben ausscheidet, das bisher das Leben so sehr mitgeprägt hat. Es ändert sich oft sehr viel: Finanziell wird es nun enger, man braucht neue Din­ge, um den Tag zu füllen, bisweilen ändert sich auch manches im Gefüge der Ehe, wenn es nicht mehr jeden Morgen hi­naus geht an die Arbeit. Wie kann man das be­wältigen? Wie am besten damit umge­hen? Dafür soll es Gedankenanstöße von der Bibel und vom Glau­ben her geben. Und wir entfalten es „in beiderlei Gestalt“: In Klein­ei­cholzheim im Rahmen eines „tradi­tio­nel­len Gottesdienstes“ und in Unter­scheff­lenz im Rahmen eines „Offenen Got­tes­diens­tes“.

  • Am Mittwoch werden sich um 9.30 Uhr wieder die „Königs­töchter“ treffen, die ge­müt­liche Brezel­an­dacht nur für Frau­en in unserem Ge­mein­dehaus. Zur Planung bitten wir um eine telefonische oder per­sön­liche Anmel­dung beim Pfarr­amt oder bei Sylvia Kepler-Albert, Tel. 267.

  • Im Kirchenbezirk Mosbach findet am Sams­tag, den 16. Juni 2018 der Männertag in Hüffenhardt und Kälbertshausen statt. Die Männer treffen sich um 14 Uhr am Park­platz bei der Grundschule Hüffen­hardt, Haupt­straße 49. Zuerst wird die Stati­on der historischen Krebsbachtalbahn be­sich­tigt. Die Bahn im Nordosten des Kraich­gaus fährt immer noch zwischen Neckarbi­schofs­heim und Hüffenhardt. Danach wan­­­dern die Männer nach Kälbertshausen. In der Kirche wird ein kurzer Gottesdienst gefeiert. Anschließend kehren die Männer in der Besenwirtschaft Vogelmann ein. In­teres­sierte Männer sind herzlich eingela­den und willkommen.