’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 27. September 2020

(16. Sonntag nach Trinitatis)

Grußwort des Pfarrers

Am Mittwoch fand der zweite Konfirmandenunterricht unserer neuen Gruppe statt. Wieder hat es uns das Wetter erlaubt, für das Singen nach draußen auf den Hof des Gemeindehauses zu gehen (und wir verdanken es natürlich der Flexibilität unserer Musiker).
Als wir dann die Lobpreislieder gesungen haben wie beispielsweise das von den 10.000 Gründen für Dankbarkeit, ging mir so durch den Kopf: Auf diese Weise werden auch etliche Leute außen herum die Lieder mithören. Und  mitbekommen, wie wir hier Gott loben und preisen. Es ist keine Sache hinter verschlossenen Türen.
So war es jetzt während der Zeit mit Corona schon mehrfach gewesen. Die vorherigen Konfirmanden haben ihren Jugendgottesdienst im Juni und ihren Gesprächsgottesdienst im Juli ebenfalls mit Band im Freien gefeiert, auf der grünen Wiese neben den Kirchen Unterschefflenz bzw. Mittelschefflenz, und beim Gesprächsgottesdienst durften die fast 100 Besucherinnen und Besucher bereits kräftig mitsingen (und haben es auch gerne gemacht). Wir haben kürzlich eine Taufe im Freien gehabt, an einem Samstagnachmittag, bei der eine Solosängerin mit Mikrofon christliche Lieder sang. Ebenso hat kürzlich bei einer Beerdigung nicht nur der Beerdigungschor gesungen, sondern die Trauerfamilie hat auf dem Friedhof an alle Trauergäste Liedblätter ausgeteilt, und dann wurden Beerdigungslieder aus dem Evangelischen Gesangbuch gemeinsam gesungen.
Und weil wir die Aerosolbelastung der Luft verringern sollen, sind bei vielen Gottesdiensten jetzt
die Türen geöffnet, soweit es vom Straßenlärm her geht – was auch wieder dazu führt, dass gesprochenes Wort wie Gesang auch draußen gut zu hören sind.
All das wird natürlich manchen Leuten nicht gefallen, welche der festen Überzeugung sind, dass Religion Privatsache sei und man die Öffentlichkeit damit zu verschonen habe.
Natürlich ist es klar: Wir legen es nicht darauf an, „Dorfbeschallung“ zu machen. Das Singen im Freien ist Corona geschuldet – die Auflagen dort sind viel weniger streng als in geschlossenen  Räumen.
Doch die Behauptung, Religion müsse aus der Öffentlichkeit herausgehalten werden, hat keinerlei Grundlage in unserer Rechtsordnung. Und was Lieder angeht, die andere unfreiwillig mithören, kann ich nur sagen: Wenn auch manche Partys und Tanzveranstaltungen bis teilweise spät in die Nacht zumindest im näheren Umkreis gut gehört werden können, ob den Anwohnern nun die Musik gefällt oder nicht – warum sollte es uns dann verboten sein, Gott im Freien mit unseren Liedern zu loben und zu preisen, auch wenn es andere mitbekommen?
Wie es damit weitergehen wird, wenn Corona vorüber sein wird, ob wir dann vielleicht z.B. so auf den Geschmack gekommen sein werden mit „Gottesdiensten im Grünen“, dass es weiter welche geben wird – man wird sehen.

 

Der Wochenspruch

„Christus Jesus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium.“
(2. Timotheus 1,10)
 

Termine

Mittwoch, 30. September:

17:15 Uhr Konfirmandenunterricht im Gemeindehaus

19:00 Uhr Jugendkreis E.I.S.-Kreis im Gemeindehaus

Freitag, 2. Oktober:

09:30 Uhr Erntedankandacht im „Guten Hirten“, unserem evangelischen Kindergarten für Schefflenz

Samstag, 3. Oktober:

14 – 14:30 Uhr Abgabemöglichkeit für Erntedankgaben sowie für Spenden für die diesjährige Erntedankaktion in den Kirchen Unterschefflenz und Oberschefflenz

Sonntag, 4. Oktober:

09:45 Uhr Festgottesdienst zu Erntedank in Oberschefflenz (Pfr. Albert) ohne Gemeindegesang und ohne Maskenpflicht

10:30 Uhr Festgottesdienst zu Erntedank in Unterschefflenz (Pfr. Albert) mit Feier des Hl. Abendmahls und mit Gemeindegesang sowie mit Maskenpflicht während der Lieder und der „lauten Gebete“

10:30 Uhr Kindergottesdienst „Kirchenmäuse“ im Gemeindehaus. Thema wird an diesem Sonntag sein: „Das 2. Gebot: Respekt vor Gott haben“

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Aktuelle Meldungen

Am vergangenen Sonntag hat der Kindergottesdienst „Kirchenmäuse“ wieder begonnen. Die Teamerinnen und Teamer durften sich darüber freuen, dass nach der langen Pause und trotz der Einschränkungen rund um Corona 23 Kinder dabei gewesen sind. Der Kindergottesdienst wurde ganz im Freien abgehalten; weiterhin werden wohl einzelne Teile des Kindergottesdienstes aus  Hygienegründen ins Freie gelegt, soweit es jeweils das Wetter und die Temperaturen zulassen.

Unser Kindergottesdienst läuft wieder – aber eine beliebte andere Kinderveranstaltung unserer Kirchengemeinde wird in diesem Jahr nicht stattfinden, da es sehr schwierig wäre, dies unter  Schutzbedingungen umzusetzen: Das Weihnachtsmusical der Kinder. Stattdessen versucht Svenja Eberle, eine musikalische Veranstaltung zur Weihnachtszeit mit erwachsenen Akteuren zu organisieren.

Jetzt nach Start des Konfirmandenunterrichts hat sich ein weiterer junger Mann dafür angemeldet. Damit haben wir momentan zwölf Konfirmandinnen und Konfirmanden, eine heilige Zahl aus der Bibel (zwölf Stämme Israels, zwölf Jünger Jesu usw.). Ohne natürlich in diese Zahl zu viel hineininterpretieren zu wollen.

Wir haben die Jubilare für die Jubiläumskonfirmationen „unter Vorbehalt“ eingeladen, da wir damals noch nicht absehen können, ob die Pandemie sie uns möglich machen würde. Nun hat der Kirchengemeinderat beschlossen, dass wir zumindest die „Altersjubiläen“ (Goldene, Diamantene, Eiserne Konfirmation und Gnadenkonfirmation) am 18. Oktober in Angriff nehmen können, falls sich die Situation und die Auflagen bis dahin nicht sehr verschärfen werden. Wegen der großen Zahl der Anmeldungen und des knappen Platzes in den Kirchen, den wir besetzen dürfen, werden wir sie aber auf zwei aufeinanderfolgende Gottesdienste an diesem Tag aufteilen. Darüber wurden die Angemeldeten brieflich informiert. Im Oktober wird dann die Entscheidung für die im November  geplante Silberne Konfirmation fallen.

Längere Zeit war der „Gute Hirte“ bekanntlich wie alle Kitas ganz geschlossen, und noch immer darf kaum jemand hinein, der kein Kindergartenkind oder Mitglied des Teams ist. Umso mehr freut es uns, dass von der Kirchenleitung grünes Licht dafür kam, dass Pfarrer Albert mit den Kindern und Erzieherinnen dort wie in den Vorjahren wieder eine Erntedankandacht feiern kann –  selbstverständlich mit einem genau zu beachtenden Schutzkonzept.

Manche werden es bemerkt haben: In Unterschefflenz gab es ein Problem mit dem Nachtläuten. Das konnte durch eine Nachjustierung der Programmierung behoben werden.

 

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Ältere, aber noch aktuelle Meldungen

Gelockert wurde die Maskenpflicht bei Gottesdiensten, in denen gesungen wird. Einen entsprechenden Vorschlag der Landeskirche hat der Kirchengemeinderat nun umgesetzt und in das Schutzkonzept für unsere Gottesdienste aufgenommen, es gilt ab dem kommenden Sonntag.  Künftig braucht man in solchen Gottesdiensten nicht mehr die ganze Zeit eine Mund-Nasen-Maske zu tragen, sondern nur während der Phasen, in denen man singt bzw. laut betet; deshalb kann man sie beispielsweise während der Predigt abnehmen. Und: Wer gar nicht mitsingt bzw. laut mitbetet, muss keine Maske aufsetzen.

Eine Nachricht von der Kirchenleitung: Wenn sich im November erstmals das Parlament unseres Kirchenbezirks, die Bezirkssynode, versammeln wird (wegen Corona ein halbes Jahr später als geplant), wird es auch die Aufgabe der Delegierten sein, die beiden Vertreterinnen bzw. Vertreter unseres Kirchenbezirks für das Parlament der ganzen Landeskirche, die Landessynode, zu wählen. Alle wahlberechtigten evangelischen Gemeindeglieder auch von Schefflenz sind dazu aufgerufen, der Bezirkssynode Vorschläge zu unterbreiten, wer in dieses Amt gewählt werden sollte. Vorgeschlagen werden können Evangelische aus unserem Kirchenbezirk, welche auch die Berechtigung hätten, für den Kirchengemeinderat zu kandidieren, sowie Leute, die der Bezirkssynode „kraft Amtes“ angehören (z.B. die Gemeindepfarrerinnen und Gemeindepfarrer). Die Wahlvorschläge müssen von 20 wahlberechtigten Evangelischen unterschrieben sein und bis spätestens 4. Oktober beim Pfarramt eingehen. Die Person, die vorgeschlagen wird, muss ihre Bereitschaft zur Kandidatur erklären. Formulare für Vorschläge gibt es beim Pfarramt.

Unser evangelischer Kindergarten „Guter Hirte“ in Mittelschefflenz sucht für das Kindergartenjahr 2021/2022 wieder eine(n) Erzieher/in im Berufspraktikum. Bewerbungsschluss ist der 14.10.2020. Kontakt: Evangelische Kita Guter Hirte, Zeilweg 8, 74850 Schefflenz, Tel. 3519828.

Eine Erleichterung bei Desinfektion wegen Corona konnte nun die Kirchenleitung melden: „Eine mögliche Schmierinfektion spielt beim Infektionsgeschehen nach derzeitigem Kenntnisstand wohl keine allzu große Rolle, insbesondere je länger der Gegenstand nach einer Berührung dann ungenutzt bleibt. (…) Wird die Kirche nur jeden Sonntag zum Gottesdienst genutzt, müssen bspw. die Kirchenbänke – jedenfalls aus Gründen des Corona-Infektionsschutzes – nicht jedes Mal gereinigt werden. Vergleichbares gilt für Gemeinderäume, die nur einmal in der Woche genutzt werden.“ Das nimmt uns natürlich eine Menge Arbeit ab. Falls aber häufiger Veranstaltungen darin sind, müssen die Gegenstände zwischengereinigt werden.

* Es gibt immer noch ein wenig Unsicherheit darüber, wie viele Leute derzeit an Beerdigungen teilnehmen dürfen. Momentan gibt es laut Verordnung keine zahlenmäßige Höchstgrenze mehr, sondern es dürfen so viele Leute dabei sein, wie unter Beachtung des Abstands von 1,50 Metern zwischen Leuten aus unterschiedlichen Haushaltungen auf den Friedhof passen.

Eine weitere wichtige Lockerung wurde bekanntgegeben: Ab sofort sind wieder Konfirmandenfreizeiten möglich, natürlich unter Beachtung der jeweiligen Regeln für Abstand und Hygiene sowohl der Ev. Jugendarbeit in Baden als auch der einzelnen Häuser.

* Seit Ende Juli hat Pfarrer Albert eine zusätzliche Aufgabe übertragen bekommen: Bei der  Vertretung für die Pfarrstelle Dallau und Auerbach (wo derzeit kein Pfarrer ist) übernimmt er die Leitung der Verwaltung und die Arbeit mit den beiden Kirchengemeinderatsgremien.

Noch eine weitere wichtige Lockerung für uns hat der Juli gebracht: Ab sofort dürfen im Gemeindehaus nicht nur Besprechungen stattfinden, sondern auch wieder andere Gemeindeveranstaltungen. Auch dafür hat der Kirchengemeinderat ein entsprechendes Schutzkonzept verabschiedet. Voraussetzung ist, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern während der Veranstaltungen eingehalten wird und auch sonstige Hygieneregeln (wir verzichten beispielsweise derzeit darauf, Geschirr aus der Küche des Gemeindehauses zu benutzen, und es sind auch keine Essen mit Büffet möglich). Damit wir einen Überblick behalten, müssen solche Veranstaltungen vorab im Pfarramt angemeldet werden. Für die nötige Handdesinfektion am Eingang wird uns Rudolf Reimold einen wieteren „Rudolfomaten“ wie an den Eingängen zu den Kirchen basteln; schon im Voraus herzlichen Dank dafür!

Immer wieder einmal wundern sich Gemeindeglieder: Wenn sie in Schefflenz wohnen und auswärts ihr Kind evangelisch taufen lassen wollen oder auswärts kirchlich getraut werden wollen (oder umgekehrt auswärts wohnen und das in Schefflenz machen wollen), brauchen sie dafür einen „Entlassschein“ des Pfarramts. Wofür soll das gut sein? Es gibt zwei Gründe dafür. Zum einen gehören Evangelische in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen immer automatisch der Kirchengemeinde an, in deren Gebiet sie ihren Erstwohnsitz haben, und werden dort in den Kirchenbüchern geführt; der Entlassschein bewirkt, dass die Taufe usw. an dieses Pfarramt gemeldet wird und ordnungsgemäß in den Büchern eingetragen werden kann. Zum anderen  bestätigt das Wohnortpfarramt, dass ihnen keine Gründe bekannt sind, warum dieses Kind nicht getauft oder das Pärchen nicht getraut werden sollte. Doch man braucht sich keine Sorgen zu machen: Der zuständige Pfarrer muss einen beantragten Entlassschein in fast allen Fällen ausstellen. Verweigern darf er ihn nur, wenn so schwerwiegende Gründe dagegen sprächen, dass er die Taufe bzw. Trauung in der eigenen Gemeinde nicht durchführen würde. Und das ist sehr selten.

Für den 10. Oktober 2020 hatte unser Bezirk wieder eine Mitarbeiter-Uni geplant für alle, die im Bezirk und in den Kirchengemeinde mitarbeiten. Nun hat sich der Bezirkskirchenrat mit der Frage beschäftigen müssen: Ziehen wir das trotz Corona durch? Die Entscheidung ist gefallen: Statt einer Veranstaltung unter sehr eingeschränkten Rahmenbedingungen hat sich der Bezirkskirchenrat dafür ausgesprochen, die ursprüngliche Terminplanung nun aufzugeben und bedauerlicherweise die Mitarbeiter-Uni zu verschieben.

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