´s Kercheblättle
Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz
Ausgabe vom 1. Februar 2026

Grußwort des Pfarrers
Zur Vorbereitung einer weiteren Knieoperation musste ich kürzlich erneut zur Untersuchung in die berühmte Röhre, das MRT. Hinterher bekam ich diese Röntgenbilder auf einer CD mit – und bald darauf folgte auch der Arztbrief, in welchem der Röntgenarzt das Ergebnis der Untersuchung bekannt gegeben hat.
Ich habe auch eine Kopie des Briefes bekommen.
Doch ich muss zugeben: Als ich den Brief gelesen habe, wurde mein Gesicht immer länger. Zwar habe ich Latein und Altgriechisch gelernt und bin deshalb durchaus in der Lage, manche der medizinischen Fachausdrücke zu verstehen – aber was da drinstand, hätte genauso gut auf Althochchinesisch verfasst sein können.
Nun gut, das ist natürlich in Ordnung, solange es nur ein Schreiben von Arzt zu Arzt ist, bei dem man voraussetzen kann, dass der Empfänger die ganzen Fachausdrücke versteht. Der Moment der Wahrheit kommt aber, wenn dann ein Arzt dem Patienten den Inhalt erklären soll. Ist der Arzt in der Lage, es so zu erläutern, dass es auch ein Normalsterblicher versteht?
Vor der gleichen Herausforderung stehen wir auch als Christenmenschen, speziell die Geistlichen.
Auch bei letzteren gibt es natürlich eine hochkomplexe interne Fachsprache. Doch es ist elementar wichtig, dass Botschaft und Inhalt unseres Glaubens für alle Menschen gut verständlich sind. Dass sie verstehen, was Gott ihnen schenkt, insbesondere durch Jesus, und was er umgekehrt von ihnen erwartet.
Schaffen wir das? Oder brauchen wir mittlerweile, wie auf der Karikatur, Dolmetscher in der Kirche? Welche die Darlegungen in heute verständlichem Deutsch wiedergeben?
Es war bekanntlich ein großes Anliegen Martin Luthers, die Bibel so ins Deutsche zu übersetzen, dass die Leute es verstehen. Man müsse „dem Volk aufs Maul schauen“ und dann deren Sprache verwenden, damit sie alles verstehen.
Das ist ihm auch hervorragend gelungen. Wobei die Sprache der Lutherbibel mittlerweile trotz mancher Aktualisierungen gerade an komplizierten Stellen vielen Menschen unverständlich ist.
Darum ist es wohl im Sinne Luthers, im Gottesdienst auch moderne Übersetzungen zu verwenden. Abgesehen von manchen traditionellen Texten, die so bekannt sind, dass die Leute keine Veränderung des Wortlautes akzeptieren würden – Beispiele können der Psalm 23 sein oder die Weihnachtsgeschichte.
Doch auch bei den modernen Übersetzungen dürfen wir nicht stehenbleiben, sondern müssen immer wieder neu danach fragen, wie wir es verständlich machen können. Auch beispielsweise Kindern gegenüber. Damit alle Menschen die Botschaft Gottes hören und verstehen können – und sich entscheiden können, ob sie dem Ruf Gottes folgen werden oder nicht.
Deshalb meine dringende Bitte: Wenn ich zu hochgestochen und unverständlich reden sollte, dann weist mich darauf hin und tretet mir notfalls moralisch vors Schienbein.
Der Wochenspruch
„Über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“
(Jesaja 60,2)
Termine
Montag, 2. Februar:
10:00 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim Oberschefflenz
Mittwoch, 4. Februar:
17:15 Uhr Konfirmandenunterricht
19:00 Uhr Jugendkreis E.I.S.-Kreis
Donnerstag, 5. Februar:
14:00 Uhr Beerdigung von Matthias Feil auf dem Friedhof Mittelschefflenz
Freitag, 6. Februar:
16:00 Uhr Treffen der Konfis im Christkönigheim für die Abfahrt zur Konfirmandenfreizeit
Sonntag, 8. Februar:
10:00 Uhr Gottesdienst in Mittelschefflenz (Prädikantin Sybille Kircher)
10:00 Uhr Jugendgottesdienst mit Abendmahlsfeier im Rahmen der Konfirmandenfreizeit im Hollerhaus (Pfr. Albert)
10:30 Uhr Ökumenischer Kindergottesdienst „Kirchenspatzen“ im Christkönigheim. Thema an diesem Sonntag: „Jesu Berührung macht lebendig: Die Heilung der Tochter des Jairus und der blutflüssigen Frau“
Montag, 9. Februar:
10:00 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim Oberschefflenz
Mittwoch, 11. Februar:
17:15 Uhr Konfirmandenunterricht
19:00 Uhr Jugendkreis E.I.S.-Kreis
Samstag, 14. Februar:
18:00 Uhr „Spieleabend“ im Christkönigheim für alle, die Freude an Gesellschaftsspielen haben. Infos unter: 06293-79209

Sonntag, 15. Februar:
10:00 Uhr Gottesdienst in Mittelschefflenz (Pfr. Albert)
10:30 Uhr Ökumenischer Kindergottesdienst „Kirchenspatzen“ im Christkönigheim. Thema an diesem Sonntag: „Jesu Berührung macht lebendig: Die Heilung eines Gehörlosen“
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Aktuelle Meldungen
* Am kommenden Wochenende haben unsere Konfirmanden einen traditionellen Höhepunkt der Konfirmandenzeit: Die sogenannte Konfirmandenfreizeit, für die wir wieder einmal in das sogenannte
Hollerhaus zwischen Oberneudorf und Hollerbach fahren werden. Anders als es der Name Konfirmandenfreizeit vielleicht vermuten lassen würde, geht es dort nicht nur um Freizeitgestaltung, sondern es wird auch etwas erarbeitet, nämlich das Thema Abendmahl; in einem Jugendgottesdienst
werden sie dann (manche erstmals) am Abendmahl teilnehmen.
* Wegen dieser Abwesenheit von Pfarrer Albert am kommenden Wochenende wird es dann ausnahmsweise kein Kercheblättle geben; die jetzige Ausgabe „gilt also für zwei Wochen“.
* Die neuen Gemeindebriefe (Ausgabe Passionszeit) sind mittlerweile verteilt worden. Wer versehentlich kein Exemplar bekommen hat oder er gerne ein weiteres haben möchte, um es zu verschenken, kann sich dafür gerne an das Pfarramt wenden.
* Die Öffnungszeit unseres Pfarrbüros jetzt am Mittwoch, 4. Februar, entfällt; es wird wieder am Freitag, 6. Februar, von 8:30 Uhr bis 11:30 Uhr geöffnet sein.
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Ältere, aber noch aktuelle Meldungen
* Die Termine für das Sonntagscafé 2026 sind mittlerweile bekanntgegeben worden und finden sich unten in dem Plakat.

* Wir wollen auch 2026 die segensreiche neue Tradition der ökumenischen Gemeindegottesdienste an „normalen Sonntagen“ fortsetzen. Der erste wurde für den 15. März verabredet, in der katholischen Kirche in Oberschefflenz, weitere werden sicher folgen.
* Unsere katholischen Geschwister bieten wieder sogenannte „Frühschichten in der Passionszeit“ an. Die Frühschichtenreihe dieser Fastenzeit trägt den Titel: „Achtung Baustelle“. Folgende Treffen und Themen
sind geplant, jeweils an einem Samstag ab 7 Uhr im Christkönigheim, mit dem Angebot, hinterher gemeinsam zu frühstücken:
21. Februar „Nicht nur Augen auf“;
28. Februar „Ich mein Leben & Gott“;
7. März „Heraus aus der Komfortzone“;
14. März „Veränderungen wagen“;
21. März „Ich und die Welt“;
28. März „Tod und Leben“.
* Am 14. Januar hat sich der neugewählte Kirchengemeinderat zu seiner ersten Sitzung getroffen, der sogenannten „konstituierenden Sitzung“. Dabei wurden Pfarrer Albert als Vorsitzender des Kirchengemeinderats und auch Karin Bierweiler in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt. Ferner hat das Gremium bereits einige Beauftragungen festgelegt, also Leute aus dem Gremium, die für bestimmte Bereiche zuständig und Ansprechpartnerinnen sind.
Zur Protokollantin wurde Rosi Zöller gewählt.
Zu Beauftragten für den Kindergarten wurden Sandra Kaufman und Karin Bierweiler gewählt.
Zur Beauftragten für die Arbeit mit Kindern (Kindergottesdienst usw.) Rosi Zöller.
Zu Beauftragten für die Konfirmandenarbeit und Jugendarbeit Tabea Siebert und Eva Reimold.
Zur Beauftragten für Bauangelegenheiten Tabea Siebert; mit der Perspektive, dass dafür ein Bauausschuss
mit zuständig sein wird.
Zu Beauftragten für den Bereich Diakonie Sandra Kaufman und Karen Bierweiler.
Zur Beauftragten für Kirchenmusik Beatrix Hunger.
Noch nicht besetzt ist der Posten einer Beauftragten für den Besuchsdienst.
* Unser Posaunenchor bietet eine Ausbildung zum Bläser bzw. zur Bläserin an! Das Angebot richtet sich an alle Leute im Alter zwischen 18 und 40 Jahren. Der Kurs beginnt jetzt im Februar, immer montags um 18 Uhr, und zwar im evangelischen Gemeindehaus in Auerbach (dort hat unser Posaunenchor seinen Proberaum). Mehr Infos & Anmeldung bei unserem Dirigenten Andreas Bosch, Tel. (auch für WhatsApp) 0152-02096745, E-Mail anneres@gmx.de.
* Nachdem keine Einsprüche gegen die Kirchenwahl erhoben wurden, ist die Wahl der Kirchengemeinderäte vom 1. Advent rechtskräftig. Damit konnten Karin Bierweiler, Carolin Henn, Beatrix Hunger, Sandra Kaufmann, Eva Reimold, Tabea Siebert und Rosi Zöller am 11. Januar 2026 in ihr Amt eingeführt werden.
* Im aktuellen Jahr 2026 feiert unser Posaunenchor sein 100jähriges Jubiläum. Höhepunkt wird ein Festgottesdienst mit Ehrungen sein, der für den 26. April vorgesehen ist.
* Der „Diakonieladen – nah dran!“ in der Mosbacher Fußgängerzone (Hauptstraße 12) braucht Ihre Unterstützung! Haben Sie etwas übrig, das Sie weitergeben können? – Zudem freuen wir uns über weitere helfende Hände, die gerne mit anpacken und ehrenamtlich mithelfen wollen. Das Team des Diakonieladens freut sich über Ihre Unterstützung. – Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11 bis 17 Uhr und samstags 10 bis 14 Uhr. Kontaktdaten: Telefon 06261-9299500, oder auch E-Mail: kontakt@diakonie-nok.de
* 2028/29 soll ein neues Evangelisches Gesangbuch herauskommen. Es wird wieder aus einem Stammteil bestehen, der überall in Deutschland und Österreich gleich ist, und einem Regionalteil. Den Regionalteil im neuen Gesangbuch wird unsere badische Landeskirche gemeinsam mit der in Württemberg und in Österreich haben. Ab dem 1. Advent und das ganze Jahr 2025 hindurch werden online Vorschläge für diesen Regionalteil gesammelt – und alle können mitmachen! Man kann angeben, welche Lieder aus den bisherigen Regionalteilen und den Ergänzungsbänden (wie z.B. unserem „blauen Anhang“) in den neuen Regionalteil übernommen werden sollen – es können aber auch ganz neue Lieder vorgeschlagen werden. Die Abstimmung läuft ab sofort unter der Adresse www.gesangbuch-bwö.info.
* In vielen Gemeinden ist es eine gute Tradition, dass die Schriftlesung im Gottesdienst nicht von Pfarrer bzw. Pfarrerin oder Prädikant bzw. Prädikantin übernommen wird, sondern von jemandem aus der Gemeinde. Das geschieht auch bei uns in Schefflenz manchmal, ist aber bislang keine feste Gewohnheit. Wir möchten nun alle, die sich so etwas vorstellen könnten, dazu einladen, sich an diesen Schriftlesungen zu beteiligen. Dafür muss man nur jeweils rechtzeitig eine Nachricht an das Pfarramt schicken, an welchem der kommenden Sonntage man es übernehmen könnte, und bekommt dann rechtzeitig den Text zugeschickt, um ihn einüben zu können. Wer dazu Rückfragen hat, melde sich bitte einfach bei Pfarrer Albert, Tel. 267.
* Auf der Seite www.nichtsvergessen.de bieten einige Landeskirchen und ihre diakonischen Werke unter anderem kostenlose Online–Seminare an, dort kann man sich auch für die Teilnahme daran
anmelden. Dazu heißt es: „Das Thema Vorsorge ist komplex und kann schnell überfordern. In unserer kostenlosen Seminarreihe erhalten Sie wichtige Informationen und hilfreiche Tipps, um alles Wichtige gut zu regeln. Im Anschluss an die Seminare besteht die Möglichkeit, Fragen einzubringen.“ Themen sind zum Beispiel: „Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung – Vertrauen übertragen, Kontrolle behalten“; „Patientenverfügung – Wertschätzung & Ruhe für gesundheitliche Grenzsituationen“; „Gutes vererben – die letzten Dinge richtig regeln…“
* Wer sich generell über das informieren möchte, was im Kirchenbezirk so läuft, kann dafür die Homepage nutzen, die so zu finden ist: www.kirchenbezirk–mosbach.de.
* Jedes Wochenende entstehen in unserer badischen Landeskirche viele geistliche Videoangebote. Ab sofort finden Sie unter https://www.youtube.com/hashtag/ekibageistlich eine stetig wachsende Auswahl an geistlichen Videoangeboten. So können Sie ab sofort jede Woche eigenständig das für Sie passende Angebot auswählen.
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