’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 24. Mai 2020

(Exaudi)

Grußwort des Pfarrers

Obwohl wir derzeit noch nicht wissen, wann der Konfirmandenunterricht für die künftige Konfirmandengruppe (Konfirmation 2021) beginnen kann, laufen derzeit bereits die Anmeldungen dafür. Damit wir wissen, wie viele Jungs und Mädels daran teilnehmen können, und wir darum besser planen können.
Die Anmeldegespräche finden (das dürfen sich die Familien aussuchen) teils telefonisch und bei einem Hausbesuch statt. Denn Hausbesuche sind derzeit in engem Rahmen wieder möglich, wenn die Personen dabei nicht aus mehr als zwei Haushaltungen sind, der Abstand eingehalten wird, ich eine Schutzmaske trage und keine Angehörigen von Risikogruppen besucht werden.
Dabei habe ich jetzt schon mehrmals gehört, dass die jungen Leute größtenteils darauf hoffen, dass endlich die Schule wieder losgehen wird, dass es nach den Pfingstferien wirklich klappen wird mit dem zumindest zeitweiligen „Präsenzunterricht“.
Über diesen Satz hätte man sich noch vor kurzem mehr als gewundert. Die freuen sich darauf, endlich wieder in die Schule zu können???
Aber einer von ihnen hat es treffend erklärt: Als das damals losgegangen ist mit der Schulschließung, haben sie es als verlängerte Osterferien angesehen. Doch zum einen konnte man nur sehr wenig daraus machen, da es ja untersagt war, sich mit den Freunden zu treffen, die Kinos geschlossen waren usw.; und zum anderen wurde ihnen bald langweilig. Sie haben gemerkt, dass ihnen ohne die Schule doch etwas fehlt.
Das ist etwas, was nach meinem Eindruck derzeit nicht nur Kindern und Jugendlichen aufgeht, sondern auch vielen Erwachsenen, gewissermaßen als eine positive Nebenwirkung der Coronakrise: Dass man Dinge wieder neu entdeckt und schätzen lernt, die zuvor als ganz normal gegolten haben.
Wir sprechen jedes Jahr an Erntedank darüber, aber vielleicht wird es uns erst „an Tagen wie diesen“ wirklich bewusst: Was für ein großes Geschenk viele Dinge sind, die wir in unserem Alltag als selbstverständlich betrachten, die wir gar nicht recht zu schätzen wissen.
Da möchte ich mich selbst nicht ausnehmen. Gestern war ich mit meiner Frau zum ersten Mal, seit das wieder mit Einschränkungen möglich ist, in einer Gastwirtschaft.
Das haben wir auch vor Corona gelegentlich gemacht, insbesondere gingen wir gerne einmal in einem Café frühstücken; aber erst jetzt durch die lange Zeit, in der die ganze Gastronomie geschlossen war, haben wir es noch einmal ganz neu schätzen gelernt und sind uns neu darüber bewusst geworden, wie wenig selbstverständlich das ist.
Auch wenn ich wegen des „Fahrens auf Sicht“ noch nicht weiß, wie wir dieses Jahr das Erntedankfest werden feiern können – vielleicht wird es in Zeiten von Corona noch einmal eine ganz andere Bedeutung bekommen, dass wir uns der vielen kleinen und großen Dinge im Leben bewusst zu werden und unserem Gott für das danken, was wir haben und machen können.

Der Wochenspruch

Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.
(Johannes 12,32)
 

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 17. Mai 2020

(Rogate)

Grußwort des Pfarrers

Bei den ganzen Verordnungen rund um die Coronakrise wurde immer wieder und zu Recht gesagt: Die ganzen Maßnahmen machen nur dann einen Sinn, wenn die Bevölkerung sie versteht und akzeptiert und auch dahintersteht.
Wie recht man damit hatte, kann man an einem Beispiel sehen, das jemand beobachtet hat: In einer Schule begann wieder der Unterricht für die Abschlussklassen. Und da haben sich die jungen Leute vor der Schule begeistert begrüßt. Sie haben sich umarmt, mit Küsschen links und Küsschen rechts, und dann miteinander Zigaretten geteilt, d.h.: Die Glimmstängel wurden weitergereicht und gingen von Mund zu Mund. Und als sie mit diesen Begrüßungsritualen fertig waren, zogen die Schülerinnen und Schüler ihre Schutzmasken auf und gingen in die Schule hinein, natürlich brav auf den Abstand von anderthalb Metern zueinander achtend.
Das macht deutlich: Es ist sinnfrei, Regeln zu erlassen, wenn die Leute zwar rein äußerlich die Vorschriften befolgen, aber trotzdem faktisch das unterlaufen, was damit eigentlich erreicht werden soll. Sie müssen vom Inhalt der Vorschriften überzeugt werden.
Und das kann man auch auf die Gebote unseres Gottes übertragen. Lange Jahrhunderte hindurch wurden sie den Menschen einfach gelehrt, beispielsweise die Zehn Gebote, und dazu gesagt: Da habt ihr euch gefälligst dran zu halten, und damit basta!
Doch in der heutigen Zeit reicht das den Menschen häufig nicht mehr aus. Es ist notwendig, den Sinn der Gebote zu erklären, damit die Leute auch innerlich dahinterstehen können.
Auch dafür ein aktuelles Beispiel. Das 3. Gebot sagt: „Du sollst den Feiertag heiligen“. Doch das wird immer wieder massiv infrage gestellt. Eine unserer Bundestagsparteien nutzt die Coronakrise aus, um eine ihrer alten Forderungen mit neuem Gewand zu versehen: Man müsse für ein Jahr den Geschäften erlauben, sonntags immer zu öffnen, damit sich die Käuferinnen und Käufer auf mehr Tage verteilen und es weniger Kontakte gibt.
Da hilft nur, auf den Sinn dieses Feiertagsgebots zu verweisen: Bei allem Fleiß die Gelegenheit zu bekommen, durchzuschnaufen, Ruhepausen zu finden. Das sollen wir laut dem vollständigen Wortlaut des dritten Gebots uns, aber auch anderen gönnen. Beispielsweise den Verkäuferinnen und Verkäufern, die eine Zeit lang sehr als Helden beklatscht wurden, aber nun langsam auf dem Zahnfleisch gehen; ihnen will diese Partei auch noch das Wochenende nehmen. Zwar gibt es dafür zumindest auf dem Papier ein anderen freien Tag, aber wo bleibt das Familienleben, wenn vielleicht die Kinder am Sonntag frei haben, Papa am Dienstag und Mama am Donnerstag?
Anders als viele unserer Verordnungen sind die Gebote Gottes sinnvoll und durchdacht. Darum sollten wir uns immer wieder darum bemühen, sie auch inhaltlich zu vermitteln, damit die  Menschen sie mittragen können.

Der Wochenspruch

„Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.“
(Psalm 66,20)
 

 

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 10. Mai 2020

(Kantate)

Grußwort des Pfarrers

Nun also gehen die Gottesdienste in den Kirchen wieder los, wenn auch mit starken Einschränkungen, wie auch in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens die Schutzmaßnahmen Schritt für Schritt gelockert werden.
Und natürlich wird jetzt immer häufiger die Frage gestellt: Wie wird es weitergehen in unserem Gemeindeleben?
Darauf kann ich nur antworten: Ich weiß es nicht. Die vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt, dass es kaum vorhersehbar ist, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird und wie dementsprechend die Regelungen und Schutzkonzepte aussehen werden, die uns von oben verordnet werden und die zur Eindämmung der Seuche auch sinnvoll und wichtig sind (auch wenn man sicherlich Anfragen an die eine oder andere Maßnahme richten kann).
Deshalb fahren wir in unserem Gemeindeleben nun vor allen Dingen „auf Sicht“. So werden wir nach den drei Gottesdiensten am heutigen Sonntag die Lage analysieren, wie es gelaufen ist, was wir beachten müssen, und dann zunächst einmal einen vorläufigen Gottesdienstplan bis Pfingsten
erstellen.
Bei anderen Dingen, die wir längerfristig planen, muss dies natürlich unter Vorbehalt geschehen.
So haben wir, einer Empfehlung des Oberkirchenrats folgend, die neuen Konfirmationstermine für die jetzige Konfirmandengruppe in Absprache mit den Eltern auf 13. September (Mittelschefflenz) und 20. September (Oberschefflenz) angesetzt, aber gleich deutlich gesagt: Falls eine zweite Welle der Pandemie kommen wird, kann es sein, dass wir auch diese Termine wieder stornieren müssen; und wir können derzeit noch nicht absehen, wie die Auflagen für unsere Gottesdienste im September dann aussehen werden. Es wird aber vermutlich nicht so ablaufen können, wie wir sonst Konfirmationen kennen, sondern in kleinerem Rahmen. Wie genau, müssen wir abwarten und in Absprache mit den Eltern dann später entscheiden.
Ein anderes Beispiel: Während andere Gemeinden die Termine für Jubiläumskonfirmationen in diesem Jahr gleich abgesagt haben, haben wir jetzt für unsere Jubiläumskonfirmationen im Oktober und November eingeladen bzw. sind gerade dabei. Aber wir haben den Leuten in den Einladungsbrief mit hineingeschrieben: Diese Einladung kann nur unter Vorbehalt erfolgen; allen, die sich anmelden, werden wir dann zu gegebener Zeit eine Nachricht schicken, ob die Gottesdienste wirklich stattfinden können; aber reserviert euch bitte schon einmal den Termin für den Fall, dass wir es feiern dürfen.
Dies ließe sich natürlich jetzt noch auf ganz andere Bereiche der Gemeindearbeit übertragen. Wir haben auch da eine Situation, die wir noch niemals erlebt haben, und auf die wir flexibel reagieren müssen.
Sicher ist derzeit nur: Veranstaltungen in unserem Gemeindehaus dürfen noch nicht stattfinden, da
es derzeit noch das Versammlungsverbot gibt außerhalb der gesetzlich klar definierten Ausnahmen.

 

Der Wochenspruch

„Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder.“
(Psalm 98,1)
 

 

Termine


Sonntag, 31. Mai (Pfingstsonntag):

09:45 Uhr Gottesdienst in Unterschefflenz (Pfr. Albert)

10:30 Uhr Gottesdienst in Mittelschefflenz (Pfr. Albert)

Montag, 1. Juni (Pfingstmontag):

09:45 Uhr Gottesdienst in Oberschefflenz (Pfr. Ingolf Stromberger)

10:30 Uhr Gottesdienst in Unterschefflenz (Pfr. Ingolf Stromberger)

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Aktuelle Meldungen

Nun wurden auch die Einladungen zur diesjährigen Silbernen Konfirmation verschickt, freilich ebenfalls unter dem Vorbehalt: Wir müssen abwarten, wie sich die Pandemie entwickeln wird und ob wir das Fest wirklich feiern können. Anmelden dafür können sich alle Leute, die im Jahr 1995 konfirmiert worden sind und noch der Kirche angehören; nicht nur Leute, die hier in Schefflenz konfirmiert wurden, sondern auch Gemeindeglieder, die an anderen Orten vor den Altar getreten sind, insbesondere dann, wenn es in ihren Konfirmationsgemeinden in diesem Jahr keine Silberne Konfirmation geben wird.

Die allgemeinen Lockerungen betreffen auch die kirchlichen Bestattungen. Bürgermeister Houck hat mir den aktuellen Stand der Bestimmungen hier in Schefflenz mitgeteilt: Die Trauerhallen sind momentan noch gesperrt, die Beerdigungen in Mittelschefflenz, Oberschefflenz und Kleineicholzheim finden also weiterhin komplett im Freien statt (nur in Unterschefflenz können wir natürlich die Kirche benutzen für den Trauergottesdienst); aber die Zahl der Personen, die daran teilnehmen dürfen, wurde auf 50 erhöht, und es dürfen jetzt nicht mehr nur Angehörige der direkten Linie daran teilnehmen. Die Abstandsregeln usw. müssen natürlich weiterhin eingehalten werden. Wir bitten aber darum, trotzdem weiterhin die Beerdigungen vorrangig als eine Familiensache zu betrachten; die Zahl von 50 kann hier auf dem Land, wo fast jeder jeden kennt, leicht erreicht werden, und es wäre nicht gut, wenn Angehörige nicht an den Beerdigung  teilnehmen dürften, weil sich auf dem Friedhof schon so viele andere Leute versammelt hätten, dass die Höchstzahl erreicht wäre. Darum werden wir auch zumindest von unserer Seite aus kirchliche Bestattungen weiterhin nicht vorher ankündigen. Was die Angehörigen machen, liegt natürlich in deren Entscheidung.

Noch eine vielen Menschen lieb gewordene Tradition wird an diesem Wochenende wieder aufgenommen: Unser Beauftragter für die Homepage, Herr Hammer, wird wieder jeden Sonntag (soweit es eines geben wird) das Kercheblättle auf die Homepage unserer Kirchengemeinde stellen.

Ein weiterer Schritt in Richtung Normalität: Während seit Mitte März das Gesamtgremium des Kirchengemeinderats nicht mehr zusammenkommen konnte und darum ein vom  Kirchengemeinderat gebildeter siebenköpfiger „Geschäftsführender Ausschuss“ die Geschicke  unserer Kirchengemeinde geleitet hat, fand am Mittwoch erstmals wieder eine Besprechung des ganzen Gremiums statt, in einer Videokonferenz, in die sich die Mitglieder auch telefonisch einwählen konnten. Es hatte sich viel angesammelt, was zu beraten war, sodass die Sitzung bis halb elf am Abend ging.

Ab dem morgigen Montag wird auch der „Gute Hirte“, unser ev. Kindergarten für Schefflenz, seine Betreuung von Kindern deutlich erweitern; insbesondere sind neben den Kindern der Notbetreuung nun auch die Vorschulkinder wieder eingeladen. Es wird aber noch ein Weg sein, bis wir wieder alle Kinder werden betreuen können.

Es gibt viel Grund, zu danken – unserem Gott, aber auch Menschen. Eine notwendigerweise immer unvollständige Aufzählung:
Ein Dankeschön an diejenigen, die heute mithelfen, dass die Gottesdienste stattfinden können, an den Organisten, die Kirchendiener, die Ordnerteams, die für Desinfektion zuständigen Leute, aber auch an diejenigen, die im Vorfeld unsere Kirchen ausgemessen haben, um zu sehen, wie viele Leute wir eigentlich mit der Abstandsregel unterbringen können. Ein besonderer Dank an Rudolf Reimold für das Bauen unserer drei Desinfektionsautomaten;
den Austrägerinnen unserer „Sonntagspäckchen“ sowie den Leuten im Pflegeheim „Luise von Baden“, die dort im Haus für die Verteilung gesorgt haben;
den Erzieherinnen in der Kita „Guter Hirte“ und insbesondere der Leiterin Nina Neureuther, die diese auch für die Kita schwierige Situation gut meistern;
dem großen Unbekannten in Unterschefflenz (ich weiß, dass er nicht gerne namentlich genannt werden möchte), der in dieser Zeit das eingefallene Stück der Außenmauer am Grundstück der Kirche Unterschefflenz eigenhändig wieder aufgebaut hat wie einst Nehemia die Stadtmauern von Jerusalem;
dem Team des Kindergottesdienstes „Kirchenmäuse“ für die schönen Ostergeschenke, die sie den Kindern ins Hausgebracht haben;
den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Besuchsdienst, die wegen des Verbots von Hausbesuchen kreative Wege gefunden haben, in Kontakt zu bleiben, zum Beispiel durch Gratulation bei einem Telefonanruf;
diejenigen, die dazu beigetragen haben, dass wir in den Podcasts und Videos sowie dem „Konfirmandenunterricht online“ mit Musik und Gesang versorgt wurden und werden: Unserer Band KFB, Organistin Jasmin Fellmann und Trompeter Sönke Vogelsberg.
Wie gesagt: Es sind nur Beispiele, auch vielen anderen gehört der Dank. Nur gemeinsam waren und sind wir in der Lage, die schwierige Situation zu meistern.

Der Unterricht für unsere derzeitigen Konfirmanden hat nach den Osterferien auch wieder begonnen. Da auch sie sich nicht im Gemeindehaus treffen können, erfolgt er online über die Software „Discord“. Dort läuft er ebenso ab wie sonst im Gemeindehaus: Gemeinsamer Beginn unter anderem mit zwei Liedern; Arbeit in den Kleingruppen in unterschiedlichen Chaträumen; und schließlich wieder gemeinsamer Abschluss im großen Chatraum für die gesamte Gruppe. Danke auch an den Teamer Felix, der alles mit Discord geregelt und eingerichtet hat.

* Auch die Gemeindeleitung hat in dieser schwierigen Zeit weitergearbeitet. Der Kirchengemeinderat hat einen siebenköpfigen „Geschäftsführenden Ausschuss“ gebildet, der die laufenden Geschäfte des Kirchengemeinderats geführt hat. Der Ausschuss hat regelmäßig per Videokonferenz beraten. Große Entscheidungen wurden, soweit möglich, auch per „Rundlaufbeschluss“ mit allen Kirchengemeinderäten getroffen. Im Mai wollen wir nun versuchen, mittels Videokonferenz und telefonischer Zuschaltung wieder ein Treffen aller Kirchengemeinderäte zu organisieren.

 
 

Ältere, aber noch aktuelle Meldungen

Viele Leute innerhalb und außerhalb Schefflenz haben in den zurückliegenden Wochen morgens die „Geistlichen Impulse“ von Pfr. Albert zur Coronakrise bekommen. Dieses Format hat nun aufgehört; wer mag, kann die geplanten „Morgenimpulse“ zu einer der Tageslosungen abonnieren, die ab Montag per Mail versandt werden. Eine entsprechende E-Mail an das Pfarramt genügt.

* Der Gemeindebrief vor Ostern ist dem Coronavirus zum Opfer gefallen, aber jetzt wollen wir einen neuen Anlauf starten und in den kommenden Wochen (zu Pfingsten wird es wohl nicht mehr reichen, aber dann in der Zeit danach) einen neuen Gemeindebrief erscheinen lassen. Er wird sich natürlich ein Stück weit von den sonstigen Gemeindebriefen unterscheiden, da wir beispielsweise keinen längerfristigen Gottesdienstplan ankündigen können und auch nur sehr begrenzt und immer unter Vorbehalt irgendwelche Veranstaltungen ankündigen – denn wir können nicht einmal  abschätzen, wie die Lage der Verordnungen aussehen wird, wenn dieser Gemeindebrief erscheinen wird. Dennoch wird sich Redakteur Michael Strauß an die Arbeit machen; wer etwas dazu beitragen möchte, möge den Artikel bitte bis spätestens zum kommenden Wochenende entweder an das Pfarramt oder direkt an Michael Strauß schicken.

Corona hat auch dazu geführt, dass wir eine uns sehr liebgewordene Tradition in diesem Jahr aussetzen mussten: den gemeinsamen Gottesdienst an Christi Himmelfahrt mit unserer Nachbargemeinde  Roigheim. Vom Turnus her wären die Roigheimer in diesem Jahr wieder unsere Gäste gewesen, wären über den Berg nach Unterschefflenz gewandert, hätten mit uns Gottesdienst gefeiert, und wir hätten vor und nach dem Gottesdienst die Gelegenheit für einen Austausch bei guter Verpflegung gehabt. Doch weil in diesem Jahr weder eine gemeinsame Wanderung noch ein größerer Gottesdienst, bei dem alle Platz gehabt hätten, noch eine solche Bewirtung rechtlich erlaubt gewesen wären, haben wir uns mit den dortigen Geschwistern geeinigt, in diesem Jahr zu pausieren und die Einladung an Roigheim auf das Jahr 2021 zu verschieben.

Wir hatten am 17.5. auch insofern einen besonderen Sonntag, als die Konfirmation in  Mittelschefflenz auf dem Programm gestanden hätte und am folgenden Sonntag die Konfirmation in Unterschefflenz. Beides musste auf nach den Sommerferien verschoben werden. Eine traurige Sache für die jungen Leute und ihre Familien, und auch für uns als Kirchengemeinde sehr ungewohnt.

Da es lange keine Gottesdienste in den Kirchen gegeben hat, sind natürlich auch mehrere Totengedenken im Gottesdienst „liegen geblieben“. Da wir in derzeit nur begrenzte Plätze haben, werden sie nicht auf einmal, sondern nun Stück für Stück nachgeholt werden, jeweils in dem Teilort, in dem die Beerdigung stattgefunden hat.

Bei der Einladung zur Jubiläumskonfirmation wird bisweilen gefragt: Was ist mit Leuten, die mittlerweile aus der Kirche ausgetreten sind? – Sie können nicht in dem Sinn teilnehmen, dass sie eine Urkunde bekämen und mit der Gruppe gesegnet würden; aber manche kommen dennoch gerne als Gäste in den Gottesdienst und zum anschließenden Mittagessen, um die Kameradinnen und Kameraden von damals mal wieder zu treffen.

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