’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 25. Juli 2021

(8. Sonntag nach Trinitatis)

Grußwort des Pfarrers

Da ich in der Oberstufe eines Wirtschaftsgymnasiums unterrichte, habe ich öfters mal die Gelegenheit, mit den jungen Leuten darüber zu sprechen,  was sie nach dem Abitur vorhaben, was sie studieren wollen oder welche Ausbildung sie machen wollen.
Und in letzter Zeit habe ich erstaunlich oft die Antwort bekommen: „Ich möchte Informatik studieren!“ Also die Kunst, Computer zu programmieren und  mit den Programmen umzugehen.
Das hat mich ein Stück weit innerlich in meine Schulzeit zurückversetzt. Als ich in der Oberstufe war (1980 bis 1982), steckten die Computer für den  alltäglichen Gebrauch noch in den Kinderschuhen. Ich habe damals auch einen Kurs belegt, Computer zu programmieren, in richtig klassischer Art und  Weise, mit der damaligen Programmiersprache Basic. Ich kann mich an den Computer erinnern, den die Schule stolz ihr eigen nannte, ohne Monitor,  man sah immer nur je eine Befehlszeile auf dem Display. Gespeichert wurde auf normalen Musikkassetten, deren Bandanfang aber aus irgendeinem  Grund eine weiße Farbe haben musste. In Freistunden arbeiteten wir also daran, speicherten es auf unserer Kassette ab und machten beim nächsten  Mal damit weiter. Mein ehrgeiziges Ziel war es, das Spiel „Schiffe versenken“ zu programmieren; es wurde aber nicht ganz fertig, bevor ich Abitur  machte und dann die Schule und diesen Computer wieder verlassen musste.
Mir wäre es aber im Traum nicht eingefallen, Informatik zu studieren. Das hatte zwei Gründe. Zum einen braucht man dafür sehr gute Kenntnisse und  Fähigkeiten in Mathematik, und beides ist bei mir nur sehr begrenzt ausgeprägt (sehr zum Leidwesen meines Vaters, der Ingenieur ist).
Und zum anderen habe ich in dieser Zeit von einem Informatikstudenten ernüchtert den Satz gehört: „Mein Wissen hat eine Halbwertszeit von etwa  drei Jahren!“
Das sollte heißen: Von all dem, was er im Studium mühsam lernte, war die Hälfte nach drei Jahren bereits wieder so veraltet, dass er es wegwerfen und diese Dinge neu lernen musste.
Das ist eben mit dem Wissen über unseren Glauben anders. Die Grundlagen unseres Glaubens sind seit 2000 Jahren die gleichen. Was wir in der Bibel  über Jesus lernen, hat keine Halbwertszeit, sondern bleibt immer gültig.
Es wird nur im Lauf der Zeit ergänzt durch das, was wir hinzulernen und was wir an persönlichen Erfahrungen dazugewinnen.
Vieles von dem, was meine Schülerinnen und Schüler in Informatik in der Schule lernen, wird in ein paar Jahren auf dem Müllplatz der Computergeschichte landen.
Aber bei dem, was wir im Glauben lernen können, gilt die alte Zusage unseres Herrn: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen!“

 

 

 

Der Wochenspruch

„Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“
(Epheser 5,8.9)
 

Termine

Sonntag, 1. August:

09:45 Uhr Gottesdienst in Oberschefflenz (Prädikant Simon Schreiweis)

10:30 Uhr Gottesdienst in Unterschefflenz (Prädikant Simon Schreiweis)

Sonntag, 8. August:

09:45 Uhr Gottesdienst in Mittelschefflenz (Prädikantin Sybille Kircher)

10:30 Uhr Gottesdienst in Oberschefflenz (Prädikantin Sybille Kircher)

Sonntag, 15. August:

09:45 Uhr Gottesdienst in Unterschefflenz (Prädikantin Beatrix Hunger)

10:30 Uhr Gottesdienst in Mittelschefflenz (Prädikantin Beatrix Hunger)

Sonntag, 22. August:

09:45 Uhr Gottesdienst in Oberschefflenz (Prädikant Simon Schreiweis)

10:30 Uhr Gottesdienst in Unterschefflenz (Prädikant Simon Schreiweis)

Sonntag, 29. August:

09:45 Uhr Gottesdienst in Mittelschefflenz (Pfarrer Albert). Im Rahmen der Predigtreihe „Kriminalfälle in der Bibel“ geht es um „Sind Männer nur  triebgesteuert?“ – David schaltet seinen Konkurrenten Uria aus (2. Samuel 11 und 12)

10:30 Uhr Gottesdienst in Oberschefflenz (Pfr. Albert) zur Predigtreihe

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Aktuelle Meldungen

Am 19. und 26. September werden die beiden übrigen Konfirmationen das Konfirmationsjahrgangs 2021 stattfinden (zwei der jungen Leute wurden ja  bereits am 2. Mai konfirmiert). Die Eltern der beiden Konfirmationsgruppen haben sich mittlerweile getroffen und einiges vorbesprochen. Beide  Konfirmationen werden auf Wunsch dieser Familien in Unterschefflenz stattfinden, was auch damit zu tun hat, dass die Kirche Mittelschefflenz unter  Berücksichtigung der Abstandsregeln unter anderem zwischen Musikern und Gottesdienstgemeinde doch recht klein wäre. Unsere Band KFB wurde  gebeten, in beiden Gottesdiensten zu spielen, jeweils ergänzt durch die Orgel. Bei der Dekoration wird man natürlich etwas Abstriche machen müssen,  weil beispielsweise um diese Jahreszeit keine Birkenbäumchen mit frischem Grün mehr aufgestellt werden können, aber die Familien haben  andere Lösungen gefunden. An der Gestaltung der Gottesdienste (Lesungen, Gebete) werden sich Angehörige unserer Konfirmanden beteiligen. Beten  wir darum, dass sich die Bedingungen für Gottesdienste und private Feiern nicht bis zu diesem Zeitpunkt wieder deutlich verschlechtern werden.

Vom 29. Juli bis einschließlich 26. August ist Pfarrer Albert in Urlaub. Die Vertretung bei Beerdigungen haben dabei freundlicherweise übernommen:  Bis zum 8. August Pfarrer Ingolf Stromberger aus Großeicholzheim, Telefon 370, und danach Pfarrer Oliver Schüle aus Sulzbach, Telefon 06265-8098.

Das Pfarrbüro mit Sekretärin Damaris Haaß ist im August immer nur freitags von 8:30 Uhr bis 11:30 Uhr geöffnet.

Während des Urlaubs von Pfarrer Albert wird es von unserer Kirchengemeinde keine Gottesdienste im Internet (PDF) und auch keine  Sonntagspäckchen geben. Wir verweisen auf die anderen Angebote wie beispielsweise Fernsehgottesdienste oder die sonntäglichen zentralen  Gottesdienste unserer Landeskirche im Internet, die man unter der folgenden Internet-Adresse findet: www.ekiba.de/kirchebegleitet

Im vergangenen Jahr musste es wegen Corona entfallen, doch nun konnte der Kirchengemeinderat seine Tradition wieder aufnehmen und hat im  Haus Lebensquell in Mudau-Langenelz seine traditionelle Klausurtagung durchgeführt. Auf der Tagesordnung stand neben einem deutlich verbesserten  gegenseitigen Kennenlernen (das Gremium war ja kaum im Amt, als wegen Corona persönliche Zusammenkünfte schon nicht mehr möglich waren)  auch Überlegungen darüber, wie es jetzt mit unserer Gemeindearbeit weitergehen kann.

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Ältere, aber noch aktuelle Meldungen

Viele Menschen sind tief berührt von den furchtbaren Überschwemmungen, welche vor allem Gebiete im Bereich der Evangelischen Landeskirche im  Rheinland (z.B. Eifel) und der Evangelischen Landeskirche in Westfalen (z.B. Bergisches Land) betreffen. Darum bitten diese beiden Landeskirchen  gemeinsam mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe um Spenden für Opfer der Unwetterkatastrophe. Das Konto bei der KD-Bank lautet: Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL. IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20. Stichwort: Hochwasser-Hilfe. Herzlichen Dank allen, die diese wichtige Sache unterstützen! Ferner bitten wir alle um Gebet für die betroffenen Menschen.

Unsere badische Landeskirche hat die Statistik für das Jahr 2020 vorgelegt. Derzeit gehören ihr rund 1,1 Millionen Menschen an. Die Zahl der Taufen  und Trauungen war wegen Corona erwartungsgemäß deutlich niedriger als sonst. Auch die Zahl der Konfirmationen ging zurück, da etliche Konfirmationen auf 2021 verschoben wurden, ebenso die Zahl der Besucherinnen und Besucher in den Gottesdiensten in den Kirchen, wegen des  Lockdowns und den Beschränkungen der Besucherzahlen durch Abstandsregeln usw. Auf der anderen Seite wurden die digitalen Angebote deutlich ausgebaut und wurden stark angenommen: Es gab 6.616 digitale Gottesdienstangebote, die rund 1,3 Millionen Zugriffe verzeichnen konnten.

Im „Kercheblättle“ vom vergangenen Sonntag war beschrieben worden, wie man sich im Internet für das „Team Evangelische Kirche“ beim  „Stadtradeln“ anmelden kann. Nun ist auch geklärt, wie sich Leute dafür anmelden können, die keinen Internetzugang haben: „Eine kurze Info beim  Pfarramt (auch noch während der Aktion möglich) durchgeben, dass er/sie beim Stadtradeln dabei ist – die geradelten Kilometer selbst notieren – bis  spätestens 30.7.21 die Notizen der zurückgelegten Kilometer im Pfarramt einwerfen.“

Am „Stadtradeln“ wird auch ein „Team Ev. Kirche“ teilnehmen. Der Organisator schreibt dazu: „Jeder, der gerne Rad fährt, ist herzlich eingeladen im  Team unserer Kirche bei der Aktion STADTRADELN in Schefflenz mitzuradeln. Vom 4.7. bis 25.7.2021 radelt die Gemeinde Schefflenz für ein gutes  Klima. Das Prinzip ist kurz gesagt recht einfach: auf Vertrauensbasis notiert jeder Teilnehmer seine gefahrenen Rad-Kilometer, die werden im Team  dann zusammengezählt. Dabei soll Motivation und Begeisterung für eine nachhaltige und – wir würden sagen – schöpfungsgemäße Mobilität erzeugt  werden. Weitere Infos dazu stehen im Schefflenzer Boten bzw. unter www.STADTRADELN.de/Schefflenz. Hier kann man sich auch direkt anmelden, und einfach bei Team: ‚Ev.Kirche‘ auswählen. Wichtig: Auch ohne Internetzugang gibt es einfache Möglichkeiten sich anzumelden. Wir freuen uns auf die  gemeinsame Begeisterung und vielleicht auch Begegnung mit dem Radl…“

Die Kunstscheune „Werkwinkel“ in Oberschefflenz öffnet heute wieder ihre Pforten! Bis Anfang Oktober wird es dort eine Ausstellung geben zum  Thema „Barmherzig – wie!?!“, nach Lukas 6,36. Die Kunstscheune ist jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet, in der  Ringelgasse 8. Kontakt: Jasmin Fellmann, Tel. 929729.

Der Diakonieladen in der Hauptstraße 12A in Mosbach schrieb uns: „Der Sommer ist mit großer Wucht gekommen, weshalb in unserem Diakonieladen  verstärkt gut erhaltene, leichte Sommerkleidung nachgefragt wird. Wir bitten sehr herzlich, uns auch dieses Mal wieder zu unterstützen und uns Sommerkleidung, gerne auch kleinerer Hausrat, Taschen, Spielsachen und ähnliches zu spenden. Kommen Sie einfach während der  Öffnungszeiten beim Diakonieladen vorbei. Pandemiebedingt haben wir die Öffnungszeiten reduziert, wir sind von 11 bis 17 Uhr da.“

Gelockert wurden auch die Abstandsregeln für den Gottesdienst. Bislang durften nur solche Leute nebeneinandersitzen, die zur gleichen Haushaltung  gehören. Künftig ist das auch allen erlaubt, die in direkter Linie miteinander verwandt sind (also Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel usw.)  sowie Geschwistern und deren Nachkommen, auch wenn sie nicht im gleichen Haushalt leben. Wenn diese Regelungen wegen niedriger Inzidenzzahlen  so in Kraft bleiben können, würde dies natürlich auch eine gewaltige Erleichterung für die Konfirmationen im September bedeuten.

Da wir nun wieder im Gottesdienst singen dürfen, endet zumindest vorläufig der Dienst von Dorothe Hansberg, die seit Dezember so einen ungemein wertvollen Beitrag zu unseren Gottesdiensten geleistet hat: Da sie es schade fand, dass die Gottesdienste nur instrumental begleitet  wurden, hat sie sich angeboten, ehrenamtlich die Lieder in den Gottesdiensten als Sängerin zu begleiten – und hat das in der langen Zeit seither bei  fast allen Gottesdiensten gemacht. Wir bedanken uns herzlich bei ihr für die vielen Einsätzeals Sängerin.

Manche kennen die „Morgenimpulse“, kurze Andachten zur jeweiligen Tageslosung, die Pfarrer Albert auf der Homepage unserer Kirchengemeinde  veröffentlicht und per E-Mail verschickt. Sie können jetzt auch auf seinem Account bei Facebook gelesen werden, erreichbar unter https://www.facebook.com/stefan.albert.5/.

* In diesem Jahr soll vom Bezirk aus in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Rettungskräften ein ökumenischer Gedenkgottesdienst für die Opfer  von Verkehrsunfällen stattfinden. Wir wurden angefragt, ob wir am 12. November um 18 Uhr unsere Kirche in Oberschefflenz dafür zur Verfügung  stellen können; dem hat der Kirchengemeinderat gerne zugestimmt.

* Zwei „alte Schefflenzer“ möchten am 6. November gerne in der Kirche Unterschefflenz einen sogenannten „Coming home“-Gottesdienst in Mundart machen: Der frühere Mosbacher Dekan und jetzige Stadtpfarrer von Karlsruhe Dirk Keller sowie der Jazztrompeter Ingolf Burkhardt. Der Kirchengemeinderat hat sich sehr über das Angebot gefreut. Falls es wegen der Pandemie nicht möglich sein sollte, wird der Gottesdienst um ein Jahr verschoben.

 

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