’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 10. Oktober 2021

(19. Sonntag nach Trinitatis)

Grußwort des Pfarrers

Während ich dieses Grußwort schreiben, ist es das Topthema bei den Nachrichten: Der Vorsitzende der CDU, Armin Laschet, steht in seiner Partei  mächtig unter Beschuss. Der Druck auf ihn nimmt ständig zu, seine Ämter aufzugeben, die Verantwortung für die Wahlniederlage zu übernehmen und  den Weg freizumachen für eine personelle und inhaltliche Erneuerung seiner Partei.
Nun ist das grundsätzlich nichts Neues. Wenn jemand vorne steht, dann wird er auch verantwortlich gemacht für Dinge, die schiefgehen. Was mir aber  als Beobachter von außen auffällt und mich auch ziemlich ärgert, ist folgendes: Zu den lautstärksten Kritiker gehören auch manche Leute, die vor ein  paar Monaten Armin Laschet als Kanzlerkandidaten durchgedrückt haben, gegen erhebliche Widerstände und Zweifel – und nun wollen sie ihn für alles  verantwortlich machen.
Das ist natürlich ein altbekannter Mechanismus, Schuld auf jemanden abzuschieben, um nicht über die eigene Verantwortung sprechen zu müssen.
Man nennt das gerne „jemanden zum Sündenbock machen“. Das gibt es nicht nur in der Politik, das ist auch in anderen Lebensbereichen weit verbreitet, z.B. im Profifußball. Wenn es dort schiefläuft, die Mannschaft ständig verliert, dann wird der Trainer für alles verantwortlich gemacht und entlassen. So braucht man nicht darüber zu reden, ob die Vereinsführung vielleicht die falschen Spieler eingekauft hat, die Mannschaft sich einfach  nicht genug angestrengt hat usw., man hat einen Sündenbock gefunden.
Diese Rede vom Sündenbock ist biblisch. Am höchsten jüdischen Feiertag, dem Versöhnungsfest, hat während der Zeit der Wüstenwanderung der  Hohepriester einen Ziegenbock genommen, symbolisch alle Sünden des Volkes auf den Kopf des Ziegenbocks geladen, und ihn dann aus dem Lager  hinaus in die Wüste gejagt, wo er bald von Raubtieren gerissen wurde. Durch diese Handlung wurde das Volk von den Sünden gereinigt, sie lagen auf  dem Kopf des „Sündenbocks.“
Im Ökumenischen Bibelleseplan ist gerade der Hebräerbrief an der Reihe. Er macht deutlich: Jesus hat sich selbst freiwillig zum Sündenbock gemacht,  die Schuld von allen Menschen auf sich genommen, sich für uns am Kreuz opfern lassen. Wer dieses Opfer für sich annimmt, auf Christus vertraut,  dem ist alle Schuld vergeben.
Leute wie Laschet werden also zum Sündenbock gemacht (auch wenn nicht bestritten werden soll, dass er Fehler im Wahlkampf gemacht hat), aber Jesus ist der wirkliche Sündenbock.
Und auch sonst kann man sagen: Jesus ist der Richtige. Sich für einen Menschen zu entscheiden, dass er eine Führungsposition übernehmen soll, ist  immer mit einem Risiko behaftet, er oder sie könnte auch der bzw. die Falsche sein – aber wenn wir uns für Jesus entscheiden, als den Herrn unseres  Lebens, dann treffen wir immer die richtige Wahl. Dann werden wir niemals feststellen müssen, uns falsch entschieden zu haben, und nun die Suppe  auslöffeln zu müssen, die wir uns selbst eingebrockt haben.

 

 

 

Der Wochenspruch

„Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen.“
(Jeremia 17,14)
 

Termine

Mittwoch, 13. Oktober:

17:15 Uhr Konfirmandenunterricht im Gemeindehaus

19:00 Uhr Mitgliederversammlung des „Ökumenischen Sozialfördervereins Schefflenz e.V.“ im Gemeindehaus (siehe unten)

20:00 Uhr Sitzung des Kirchengemeinderats im Gemeindehaus

Sonntag, 17. Oktober:

09:30 Uhr Gottesdienst mit Diamantener Konfirmation, Eiserner Konfirmation, Gnadenkonfirmation in Unterschefflenz (Pfr. Albert),  unter Mitwirkung unseres Posaunenchors

10:00 Uhr Taufgottesdienst in Oberschefflenz mit Taufen von Marlene und Paulina Grimmer und Helena Eller (Prädikant Simon Schreiweis)

10:30 Uhr Kindergottesdienst „Kirchenmäuse“ im Gemeindehaus Oberschefflenz. Thema wird an diesem Sonntag sein: „Die Männer im Feuerofen (Daniel 3).“

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Aktuelle Meldungen

Am Freitag fand auf dem Sportplatz in Großeicholzheim das Bezirks-Fußballturnier der Konfirmanden statt, der sogenannte Konficup. Unser  Schefflenzer Team hat sich tapfer geschlagen und kam am Ende auf den 7. Platz. Dank an diese Konfirmanden, ihre Eltern und unsere beiden Coaches Jannik Lang und Leon Wenz! Gewonnen hat den Konficup die Mannschaft aus Elztal, auch an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch! Das Team darf nun zum badischen Konficup nach Freiburg fahren (und der Sieger dieses Turniers danach zum deutschen Konficup nach Köln).

Da wir in Corona-Zeiten keine zu langen Gemeindegottesdienste feiern sollten wegen der Aerosolbelastung, gibt es die Möglichkeit, Taufen auch in  gesonderten Taufgottesdiensten durchzuführen. Ein solcher wird am kommenden Sonntag in Oberschefflenz stattfinden unter Leitung von Prädikant  Simon Schreiweis.

Manchen ist es vielleicht aufgefallen: Es gibt einen Defekt an der Turmuhr der Kirche Mittelschefflenz. Für die Turmuhr ist die politische Gemeinde  Schefflenz zuständig, sie wird den Schaden nun in der neuen Woche reparieren lassen.

* Die Klinikseelsorge im Krankenhaus Mosbach möchte mit einem Gottesdienst dankbar auf viele Jahre segensreichen Besuchsdienst von  Ehrenamtlichen zurückblicken. Diese wertvollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Patientinnen und Patienten mit ihren Begabungen beigestanden. Sie haben sich für diese Aufgabe ausbilden lassen, zugehört und getröstet, Mut gemacht und Hoffnung zugesprochen. Es werden  Mitarbeitende aus ihrem Dienst verabschiedet und neue Mitarbeitende beauftragt. Der Ökumenische Gottesdienst findet am 29. Oktober um 18.00 Uhr  in der ev. Stiftskirche in Mosbach statt. Herzliche Einladung!

Das für unsere Kirchengemeinde zuständige evangelische Verwaltungs- und Serviceamt in Buchen (es übernimmt z.B. alle arbeitsrechtlichen Dinge  für uns) sucht in Teilzeit oder Vollzeit zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Sachbearbeitung (m/w/d) für die Finanzabteilung (nähere Infos bei Herrn  Schork, Tel. 06281/40390-10) sowie zum 1. September 2022 eine/n Auszubildende/n zur bzw. zum Verwaltungsfachangestellten (m/w/d) – Fachrichtung Landes- und Kommunalverwaltung (nähere Infos bei und Rückfragen an Herrn Diemer, Telefon: 06281/40390-30).

Es sei noch einmal daran erinnert: Der „Ökumenische Sozialförderverein Schefflenz“ lädt alle Mitglieder zur jährlichen ordentlichen  Mitgliederversammlung ein. Sie findet am Mittwoch, 13. Oktober 2020, um 19:00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Oberschefflenz statt. Die  Coronaschutzmaßnahmen müssen beachtet werden, nach derzeitigem Stand gilt für die Veranstaltung 3G.

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Ältere, aber noch aktuelle Meldungen

Das neue „Schutzkonzept Gottesdienst“ unserer Landeskirche hat zur Folge, dass deutlich mehr Leute an den Gottesdiensten in unseren Kirchen  teilnehmen können (jedenfalls solange die Coronawarnstufe auf der „Basisstufe“ bleibt). Denn der Mindestabstand zwischen Leuten, die nicht durch  Haushaltung usw. zusammengehören, wurde von zwei Metern auf 1,50 Meter reduziert, und es muss kein Abstand mehr zur Brüstung auf der Empore  eingehalten werden. Dies bedeutet am Beispiel Oberschefflenz, dass nun 48 Personen in die Kirche kommen können, wenn alles Einzelpersonen sind,  und entsprechend mehr bei Pärchen bzw. Familiengruppen. Und: Die Konfis dürfen künftig wieder ohne Abstand nebeneinandersitzen.

In ganz Baden waren die evangelischen Gemeindeglieder aufgerufen, mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge unseres in den  Ruhestand tretenden Landesbischofs vorzuschlagen. Die 60 Vorschläge wurden dann von einem Ausschuss des Parlaments unserer Landeskirche, der  Landessynode, gesichtet und verarbeitet. Manche der Vorgeschlagenen haben abgewinkt, mit vielen anderen wurden Gespräche geführt. Jetzt hat sich  der Ausschuss auf zwei Kandidaten geeinigt, zwischen denen sich im Dezember die Landessynode entscheiden wird: Den hessischen Dekan Martin  Mencke und die Gemeindepfarrerin Heike Springhart aus Pforzheim.

Eine Meldung aus dem Bezirk: Auf die zweite Ausschreibung für die Pfarrstelle Dallau/Auerbach/Neckarburken hat sich eine Bewerberin gemeldet.  Voraussichtlich Anfang November werden die Kirchengemeinderäte der drei Gemeinden in einer Wahl entscheiden, ob sie die Bewerberin als neue  Gemeindepfarrerin haben wollen, die dann eine Dienstgemeinschaft mit dem ebenfalls für die drei Orte zuständigen Diakon Pouria Schunder bilden würde.

Viele Menschen sind tief berührt von den furchtbaren Überschwemmungen, welche vor allem Gebiete im Bereich der Evangelischen Landeskirche im  Rheinland (z.B. Eifel) und der Evangelischen Landeskirche in Westfalen (z.B. Bergisches Land) betreffen. Darum bitten diese beiden Landeskirchen  gemeinsam mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe um Spenden für Opfer der Unwetterkatastrophe. Das Konto bei der KD-Bank lautet: Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL. IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20. Stichwort: Hochwasser-Hilfe. Herzlichen Dank allen, die diese wichtige Sache unterstützen! Ferner bitten wir alle um Gebet für die betroffenen Menschen.

Unsere badische Landeskirche hat die Statistik für das Jahr 2020 vorgelegt. Derzeit gehören ihr rund 1,1 Millionen Menschen an. Die Zahl der Taufen  und Trauungen war wegen Corona erwartungsgemäß deutlich niedriger als sonst. Auch die Zahl der Konfirmationen ging zurück, da etliche Konfirmationen auf 2021 verschoben wurden, ebenso die Zahl der Besucherinnen und Besucher in den Gottesdiensten in den Kirchen, wegen des  Lockdowns und den Beschränkungen der Besucherzahlen durch Abstandsregeln usw. Auf der anderen Seite wurden die digitalen Angebote deutlich ausgebaut und wurden stark angenommen: Es gab 6.616 digitale Gottesdienstangebote, die rund 1,3 Millionen Zugriffe verzeichnen konnten.

* In diesem Jahr soll vom Bezirk aus in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Rettungskräften ein ökumenischer Gedenkgottesdienst für die Opfer  von Verkehrsunfällen stattfinden. Wir wurden angefragt, ob wir am 12. November um 18 Uhr unsere Kirche in Oberschefflenz dafür zur Verfügung  stellen können; dem hat der Kirchengemeinderat gerne zugestimmt.

* Zwei „alte Schefflenzer“ möchten am 6. November gerne in der Kirche Unterschefflenz einen sogenannten „Coming home“-Gottesdienst in Mundart machen: Der frühere Mosbacher Dekan und jetzige Stadtpfarrer von Karlsruhe Dirk Keller sowie der Jazztrompeter Ingolf Burkhardt. Der Kirchengemeinderat hat sich sehr über das Angebot gefreut. Falls es wegen der Pandemie nicht möglich sein sollte, wird der Gottesdienst um ein Jahr verschoben.

 

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