’s Kercheblättle

´s Kercheblättle

Wocheninfos aus Ihrer
evangelischen Kirchengemeinde Schefflenz

Ausgabe vom 19. Mai 2019

(Kantate)

Grußwort des Pfarrers

In den Medien hat eine Aktion einiger katholischer Frauenverbände ein breites Echo gefunden, das allerdings nicht so recht zu dem eher bescheidenen Umfang der Beteiligung passt: Die Aktion „Maria 2.0“
Um den Forderungen nach einer verbesserten Stellung der Frauen in der katholischen Kirche Nachdruck zu verleihen (mit dem Fernziel einer Priesterweihe für Frauen, wie sie beispielsweise die Anglikaner und die Altkatholiken praktizieren), haben Verbände die katholischen Frauen dazu aufgerufen, eine Woche lang in einen „Kirchenstreik“ zu treten, also in dieser Zeit nicht ehrenamtlich mitzuarbeiten und auch keine Gottesdienste zu besuchen – damit allen bewusst wird, wie sehr auch die katholische Kirche auf die Frauen angewiesen ist und dass dies in keinem Verhältnis zu ihrem geringen Einfluss in der Amtskirche steht.
Die Ziele dieser Aktion kann ich gut nachvollziehen, an die Wahl der Mittel habe ich gewisse Anfragen, aber was mich ins Nachdenken gebracht hat, war die Namenswahl: Die protestierenden Frauen berufen sich dabei auf Maria, die Mutter Jesu.
War Maria denn eine „Revoluzzerin“?
Auf jeden Fall war Maria eine sehr taffe Frau mit großem persönlichem Mut. Dies hat sich immer wieder gezeigt. Als der Engel ihr die Schwangerschaft mit Jesus ankündigte, erklärte sie sich damit einverstanden („Mir geschehe, wie du gesagt hast“, Lukas 1,38), obwohl ihr klar war, welches Risiko sie damit einging, wenn sie als verlobtes Mädchen schwanger wurde und das Kind nicht von ihrem Bräutigam Josef war. Denn ein verlobtes Mädchen zählte damals rechtlich bereits als verheiratet, Fremdgehen darum als Ehebruch, und auf Ehebruch stand die Todesstrafe durch Steinigung.
Als Marias Sohn Jesus ans Kreuz geschlagen wurde, und fast alle Jünger geflüchtet waren, traute sie sich, sich unter das Kreuz zu stellen und sich so zu Jesus zu bekennen, der wegen vermeintlicher Gotteslästerung und angeblichem Aufruhr gegen Rom hingerichtet wurde.
Nach Jesu Auferstehung und Himmelfahrt schloss sich Maria der christlichen Gemeinde an, obwohl die Christen von der Obrigkeit verfolgt wurden.
Dass ausgerechnet sie als Mutter des göttlichen Retters auserwählt wurde, betrachtete Maria als eine typische Handlungsweise Gottes: Die scheinbar unbedeutenden, geringen Menschen zu erwählen und die Hochrangigen von ihrem Thron zu stürzen (Lukas 1,46-55)
Es deutet aber nichts darauf hin, dass Maria ihre Stellung als Hausfrau und Mutter wie auch ihre Stellung in der christlichen Gemeinde kritisch hinterfragt hätte. Daher wundert mich der Bezug dieser Aktion auf Maria ein wenig.
Aber sie heißt ja: „Maria 2.0“. Bei Computerprogrammen ist eine Version 2.0 immer eine verbesserte und von Fehlern bereinigte Fassung der ursprünglichen Version 1.0.
Vielleicht wollen sie es also besser machen als Maria – und das trotz der hohen Stellung Marias im katholischen Glauben.

Der Wochenspruch

„Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.“
(Psalm 98,1)

 

 

Termine

Sonntag, 19. Mai:

9.15 Uhr Gottesdienst in Mittelschefflenz (Prädikantin Sybille Kircher)

10 Uhr Konfirmation in Oberschefflenz (Pfr. Albert) unter Mitwirkung von Kirchenchor Oberschefflenz, Elternchor, Konfichor und Band KFB

10.30 Uhr Ökumenischer Freiluft-Gottesdienst am „Hohen Kreuz“ zwischen Oberschefflenz und Großeicholzheim (Pfr. Stromberger)

10.30 Uhr Kindergottesdienst „Kirchenmäuse“ im Rathaussaal Unterschefflenz. Thema an diesem Sonntag: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden“

Montag, 20. Mai:

10 Uhr Gottesdienst im Pflegeheim „Luise von Baden“

14 Uhr Bestattung von Steffen Keil auf dem Friedhof Mittelschefflenz

Mittwoch, 22. Mai:

19 Uhr EIS-Kreis im Gemeindehaus

Donnerstag, 23. Mai:

9.30 Uhr Krabbelgruppe „Krabbelkäfer“ im Gemeindehaus

Sonntag, 26. Mai:

9.15 Uhr Gottesdienst in Unterschefflenz (Prädikant Simon Schreiweis)

10 Uhr Konfirmation in Mittelschefflenz (Pfr. Albert) unter Mitwirkung des Posaunenchors,  Elternchors, Konfichors und der Band KFB

10.30 Uhr Kindergottesdienst „Kirchenmäuse“ im Gemeindehaus Oberschefflenz Unterschefflenz. Thema an diesem Sonntag: „Unser täglich Brot gib uns heute“.
Bitte beachten: wegen der Wahl findet der Kindergottesdienst nicht im Rathaussaal, sondern im Gemeindehaus statt!

19.30 Uhr Bibelgesprächskreis im Saal der AB-Gemeinschaft mit Gemeinschaftspastor
W. Hoppstädter

 

Aktuelle Meldungen

Ein kleiner Statistiksplitter heute am Tag unserer ersten Konfirmation: Dieses Jahr werden in unserer badischen Landeskirche insgesamt 9000 junge Leute konfirmiert.

Im Advent haben wir die blauen Anhänge zum Gesangbuch bei uns eingeführt, aber in der Kirche Mittelschefflenz fehlte bislang eine Möglichkeit, sie unterzubringen: Sie werden immer noch in den Kartons gelagert, in denen sie geliefert wurden. Dem soll nun abgeholfen werden durch die Anschaffung eines speziell für Gesangbücher konzipierten Rollwagens.

Und damit dieser Rollwagen genügend Platz hat, soll die sehr stabile alte Kieferkommode entfernt werden, die schon etliche Jahre im hinteren Bereich der Kirche steht und nicht wirklich gebraucht wird. Falls jemand Interesse an der Kommode hat: Für Selbstabholer kostenlos! Wer daran Interesse hat, melde sich bitte beim Pfarramt.

An Christi Himmelfahrt feiern wir wieder gemeinsam Gottesdienst mit unserer Nachbargemeinde Roigheim, der dieses Jahr turnusgemäß in Roigheim stattfindet und um 10 Uhr beginnt. Für alle Interessierten wird eine gemeinsame Wanderung zu diesem Gottesdienst angeboten. Treffpunkt ist um 8 Uhr an der Waldspitze. Wer Rückfragen hat, kann sich bei Kirchengemeinderätin Susanne  Baldus melden.

Die provisorische Abdichtung des Daches unseres Gemeindehauses mit Teerfarbe ist mittlerweile erfolgt. Die Kosten haben sich auf rund 1000 Euro belaufen.

Eine Einladung aus dem Bezirk: „Bibeltexte im Tanz erschließen ist eine ungewöhnliche Form der Bibelarbeit. Sie steht am kommenden Samstag 25. Mai ab 9 Uhr im Mittelpunkt des Ökumenischen Bibelfrühstücks im Ökumenischen Zentrum. Bei einem guten Frühstück in angenehmer Atmosphäre steht das Wort Gottes der Bibel im Mittelpunkt. GeBet&breakfast hat sich zum Ziel gesetzt, die Bibel mit unterschiedlichen Methoden zu erschließen. Nach einer Andacht im Stil der Herrnhuter Sing- und Betstunde werden die Teilnehmer gemeinsam frühstücken. Anschließend werden mit einfachen Liedern und traditionellen Tanzschritten biblische Geschichten erfahrbar gemacht.  Besondere Kenntnisse werden nicht vorausgesetzt: Die Tänze sind für alle leicht zu erlernen. Um Anmeldungen wird gebeten unter der Telefonnummer 06261-17057.“

* Schon seit etlichen Jahren betreut uns das Verwaltungs- und Serviceamt Mosbach sehr gut in allen Dingen rund um Finanzen und Arbeitsrecht. Nun wurde beschlossen, dass die Dienststellen Mosbach und Tauberbischofsheim 2020 geschlossen und eine neue gemeinsame Dienststelle in Buchen eingerichtet werden soll.

Ältere, aber noch aktuelle Meldungen

* Der Kirchengemeinderat hat einen „Gemeindewahlausschuss“ berufen, der die Wahl zum Ältestenkreis organisieren, ihren Ablauf überwachen und am Ende die Stimmen auszählen wird. Er besteht aus folgenden Mitgliedern: Andreas Fellmann (Kleineicholzheim), Simon Schreiweis und Dagmar Muthny (Oberschefflenz), Damaris Haaß und Claudia Egolf (Mittelschefflenz), Gerhard Frey und Isolde Ernst (Unterschefflenz), ferner wurde Pfr. Albert in das Gremium berufen.

* Am Mittwoch (8.5.) hat uns die für unser Gebiet zuständige Fachfrau im Kirchenbauamt, Frau Malsam, besucht. Sie wollte sich vor Ort ein Bild vom Vorhaben machen, das der Kirchengemeinderat (auf Wunsch der Gemeindeversammlung und der Mitarbeiterschaft hin) in den Masterplan für die kirchlichen Gebäude hineinschreiben ließ: Den Bau neuer Gemeinderäumlichkeiten neben der Kirche Mittelschefflenz unter gleichzeitiger Einbeziehung des Kirchenraums, als Ersatz für das Gemeindehaus, dessen Sanierung uns viel zu teuer kommen würde und das wir deshalb mittelfristig verkaufen wollen. Frau Malsam hat den anvisierten Bauplatz und die Kirche Mittelschefflenz gründlich besichtigt und mit Kirchengemeinderäten und Pfarrer über mögliche Bauvarianten, die Finanzierung und das weitere Vorgehen gesprochen. Als nächsten Schritt wird sie sich an das Denkmalamt wenden, da diese Behörde den Plänen zustimmen muss, weil die Kirche Mittelschefflenz unter Denkmalschutz steht.

* Die Männerarbeit im Bezirk lädt ein zur diesjährigen Männerwanderung, die am 15. Juni nach Nüstenbach führen wird! Interessierte Männer treffen sich um 14.30 Uhr am Parkplatz des FC Sportplatz, Nüstenbacher Straße, Mosbach-Masseldorn, zur Wanderung auf dem ebenen herrlichen Weg nach Nüstenbach. Wer eine gesundheitliche Einschränkung hat, kann direkt zur Kirche in Nüstenbach kommen. Dort wollen die Männer um 15.30 Uhr einen kleinen Gottesdienst feiern. Anschließend sind alle zum gemütlichen Beisammensein, zum Gedankenaustausch und „zum Vespern“ in der Scheune bei der Familie Hildenbrand eingeladen. Eine Anmeldung wird erbeten an Diakon Rudi Kössler, E-Mail rudi.koessler@t-online.de, Tel. 015152518487.

In unserem Kirchenbezirk wird es personelle Veränderungen geben. Der Pfarrer von Neckarburken, Martin Sommer, verlässt uns im Sommer und wird den Dienst in einer Auslandsgemeinde antreten – und zwar in Hongkong. Birgit Lallathin, die Pfarrerin der Johannes Diakonie in Mosbach, wird im Sommer in den Ruhestand treten; ihr Ehemann, Pfr. Richard Lallathin, wird die Stelle weiterführen, unterstützt von einer neuen Kollegin mit halbem Deputat. Zeitgleich wird auch Pfarrer Michael Göbelbecker pensioniert, der in den vergangenen Jahren als „Springer“ bei vakanten Gemeinden ausgeholfen hat.

In unserem Kindergarten „Guter Hirte“ gab es bisher die Möglichkeit, dass die Erzieherinnen den Kindern das Essen warm machen, welches die Kinder von zu Hause mitgebracht haben. Das ist aber mittlerweile vom Gesetzgeber verboten worden. Daher gibt es eine neue Möglichkeit für die Familien: Ab Mai 2019 wird der Kindergarten von Dienstleister Apetito mit Mittagessen beliefert und bietet somit allen Kindern ein einheitliches warmes Mittagessen an, das ernährungswissenschaftlich auf Kinder abgestimmt ist. Die Eltern können entscheiden, ob sie das Angebot nutzen wollen, das pro Kind 45 Euro im Monat kosten wird.

Die meisten unserer Konfirmationen in Schefflenz finden im Mai statt – was zugleich auch einer der beliebtesten Hochzeitsmonate ist. Daher kommen manchmal Anfragen von Brautpaaren für die Konfirmationswochenenden. Im Prinzip können wir das gerne machen – unsere Kirchen sind aber an den Wochenenden für Trauungen gesperrt, an denen sonntags dort die Konfirmation stattfindet, weil da die Eltern am Samstag die Kirche schmücken.

Mittlerweile haben wir die Einladungen für die diesjährige Silberne Konfirmation (Konfirmationsjahr 1994, Festgottesdienst am 29. September) verschickt, soweit uns die Adressen bekannt waren. Teilnehmen können übrigens auch alle Gemeindeglieder, die an anderen Orten konfirmiert worden sind. Interessenten mögen sich bitte beim Pfarramt melden, Tel. 267. Für die Einladungen zur Goldenen, Diamantenen und Eisernen Konfirmation sammeln wir derzeit noch die Adressen.

Eine große Änderung kommt ab 2021 auf die Kirchengemeinden zu: Obwohl sie rein gemeinnützig arbeiten, werden sie ab dem Zeitpunkt steuerlich wie ein Unternehmen behandelt und müssen Umsatzsteuer zahlen. Dies betrifft aber nicht alle Arten von Einnahmen. Wir werden also gut planen und manches neu organisieren müssen.

* Nach Beratungen mit der Leitung unseres Kirchenbezirks, unter anderem Dekan Krall, hat der Kirchengemeinderat nun endgültig die Zahl der zu wählenden Kirchengemeinderäte bei den Kirchenwahlen im Dezember festgelegt: Es werden 12 „Älteste“ gewählt, wie die Kirchengemeinderäte auch genannt werden. Nähere Infos dazu, was deren Aufgaben sind und wer kandidieren kann, stehen im aktuellen Gemeindebrief..

Ein paar Statistiksplitter: Derzeit hat Unterschefflenz 524 evangelische Gemeindeglieder, Mittelschefflenz 485, Oberschefflenz 521 und Kleineicholzheim 84, zusammen 1614  Gemeindeglieder. Im zurückliegenden Jahr hatten wir 14 Taufen, 24 kirchliche Bestattungen, drei Trauungen, und 15 junge Leute wurden konfirmiert. 248 Personen sind als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter registriert.

Noch ein Statistiksplitter: Für die Sammlung „Brot für die Welt“ wurden im vergangenen Jahr in Schefflenz 2545 Euro gespendet. Auch im Namen aller Menschen, denen damit geholfen werden kann, ein Dankeschön an die Spenderinnen und Spender!

* Unsere Konfirmanden werden normalerwiese in dem Schefflenzer Teilort konfirmiert, in dem sie wohnen. Das ist die Regel, aber Ausnahmen sind jederzeit möglich. Beispielsweise, wenn am Tag der Konfirmation in diesem Teilort vielleicht eine Cousin oder Cousine des Konfirmanden anderswo Konfirmation hat und sich darum die Verwandtschaft inklusive Großeltern aufteilen müsste. Auch bei unserer jetzigen Gruppe werden Konfirmandenfamilien diese Möglichkeit nutzen.

Pater Bernard hat bei uns angefragt, ob künftig auch Katholiken die Trauergottesdienste vor einer Urnenbeisetzung in Unterschefflenz in unserer evangelischen Kirche feiern können. Dem hat der Kirchengemeinderat zugestimmt. Allerdings bleibt es auf Urnenbeisetzungen beschränkt; Särge können wir nicht in die Kirche bringen wegen unseres sehr empfindlichen Fußbodens.

Unserer jungen Konfiteamer sind Woche für Woche für die Konfirmanden da und geben ihr Bestes, ihnen die christliche Botschaft nahezubringen – aber es ist auch wichtig, dass sie selbst  „zugerüstet“ werden, wie man es früher genannt hat. Deshalb werden sie im Juli diesen Jahres, am ersten Wochenende der Sommerferien, zu einer eigenen Teamer-Freizeit ins Haus Lebensquell gehen, wo neben gemeinsamer Freizeit auch Glaubensthemen intensiver vertieft werden soll.

Das Team des Seniorencafés hat nun die Termine für 2019 festgelegt. Im ersten Halbjahr sehen sie wie folgt aus: 28. Januar, 4. März, 1. April, 29. April, 17. Juni. Danke an das Team und an die Gemeinde Schefflenz, die uns den Rathaussaal dafür zur Verfügung stellt!