Wie sieht es mit Gottesdiensten in unseren Kirchen aus?

„Tut mir auf die schöne Pforte“, heißt es in einem alten Kirchenlied – und am 10. Mai haben sich wieder die Pforten unserer evangelischen Kirchen in Schefflenz für Gottesdienste aufgetan!

img_4900

Es geht zurück in unsere vertrauten Kirchen, aber die Gottesdienste dort werden uns noch eine Weile fremd sein. Denn wenn wir Gottesdienste in Kirchen feiern wollen, müssen wir uns an einige „von oben vorgegebene“ Regeln halten, damit sich in der Kirche niemand mit Corona anstecken kann.

Freilich wurden die Regelungen für die Gottesdienste mehrmals geändert. Die aktuell gültige Fassung gilt seit dem 16. September 2020. Damit man sich einfacher zurechtfindet, ist unten rot markiert, was sich seit der letzten Änderung (Anfang Juli) geändert hat.

img_5651

 Die wichtigsten Stichpunkte, wie es ablaufen wird:

1) Wir haben uns lieb – darum halten wir vor und in der Kirche zwei Meter Abstand zueinander, um niemanden anzustecken. Nur bei Gottesdiensten im Freien, bei denen nicht gesungen wird, reichen 1,50 Meter.

2) Zwei Meter sollen es sein, aber Augenmaß ist manchmal schwierig – darum werden nette Ordnerinnen und Ordner die Leute in der Kirche verteilen.

3) „Do hocke die, wo immer do hocke, wenn se do hocke“ – aber bis auf Weiteres gibt es keine Stammplätze in der Kirche.

4) Im Himmel ist Platz für alle, die zu Jesus gehören, in der Kirche wegen Abstand nur für wenige – darum kann man am Vortag im Pfarramt anrufen und um eine Platzreservierung bitten. Aber: Niemand muss reservieren, es ist keine verpflichtende Anmeldung, man kann auch einfach so zum Gottesdienst kommen!

5) Kleineicholzheim ist zu klein – bei zwei Metern Abstand wären dort im Gottesdienstraum Pfarrer und Organistin allein zu Haus. Deshalb wird es dort bis auf Weiteres keine Gottesdienste geben können.

6) Auch wenn wir gern näher bei Gott sind, ist die Empore nur sehr eingeschränkt nutzbar, insbesondere dann, wenn unten alles voll ist. Das entscheiden im Einzelfall die netten Ordnerinnen und Ordner.

7) Parole „kurz und knackig“ – die Gottesdienste dauern meist nur ca 30 Minuten. Gottesdienste mit besonderem Inhalt wie zum Beispiel Jugendgottesdienste können auch länger gehen.

8) „Lasst uns dem HERRN singen“ (2. Mose 15,21) – das machen wir fleißig zu Hause. In der Kirche aber ist das etwas heikel wegen der Aerosolwirkung. Darum haben wir an den meisten Sonntagen zwei Arten von Gottesdiensten: Solche ohne Gesang und solche mit Gesang. Sie können frei wählen!

9) Vor Gottes Angesicht ist nichts verborgen – wir aber empfehlen sehr, Mund-Nasen-Masken zu tragen. Bei Gottesdiensten mit Gesang in Kirchengebäuden ist es aber Pflicht – allerdings nur während man singt oder laut betet. In den Zuhörphasen (wie z.B. Predigt) kann man sie absetzen. Und wer gar nicht singen will, braucht keine Maske.

10) Wir sind multitaskingfähig. Deshalb wird es ergänzend zu den Gottesdiensten in der Kirche noch eine Weile auch die Sonntagspäckchen geben. Für alle, die nicht in die Kirche gehen können oder Bedenken haben.

img_4894

Das ausformulierte „Schutzkonzept“ unserer Kirchengemeinde für Gottesdienste in Kirchen finden Sie hier: schutz-gottesdienst-20-09-16

Wir geben Bescheid, wenn sich was an den Regeln ändern wird!